Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schuolære stM. (55 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| die haize magen habent. diu haizen tier bedäutent die sinnereichen schuoler, den haiz und lieb ze lernen ist, die vestent gar | |
| der hailigen geschrift. aber diu kalten tier bedäutent die trægen schuoler ze lernen, die die hailigen geschrift swærleich enpfâhent, wan in | |
| niht wol gemaln mag. alsô tuont die sinnereichen maister und schuoler, die lesent oft daz her wider, daz si vor wol | |
| güeten, ê si wainen umb ir sünd, und sam die schuoler, die ê maister wellent sein denn junger. //VON DEM HAANE. | |
| ein anegedenken und ein merklich înerbilden zuo gehœren, als dem schuoler ze der kunst. //Wie der mensche sîniu werk sol würken | |
| sî,/ daz dû sîst mîn und niht frî.’/ __Zehant dem schuolære/ was diu red niht swære./ er stach in den vinger | |
| vâlandes man/ einen brief mit dem bluot./ daz was dem schuolær niht guot./ er sprach: ‘ich wil dich lêrn,/ dû solt | |
| nâch gewinn,/ daz des nieman wart inn./ dâ von der schuolære/ gewan âne swære/ allez daz er wolde,/ wan im der | |
| Dü wippliche Cassandra,/ Ward ze gemassen geben da/ Dem werden schüllere./ Was im hoches mere./ Pollixena, ain junges megetin,/ Müst Hectors | |
| kind bald/ Rittend samend für ain wald,/ Dar zü min schüllere./ Gelobend mir der mere!/ Mit vil toblichem sitten/ Wurden wir | |
| werlich endran./ Hector raitt die vigend an/ Und öch min schüllere./ [14#’r] Gelobend, küng, der mere!/ Sy vachten als helden gütt:/ | |
| Ir wissend noch entwissend/ Mitt vil grosser tümhaitt.’/ Der edel schüller gemaitt/ Dett do kund dü mere/ Dem edlen Throyere,/ Das | |
| getichte wol gehort:/ Ez tichte vo1n fritslar herbort,/ Ein gelarter schulere./ Ez en ist nicht achbere,/ Daz er icht dichte1n kan./ | |
| da aber leſen/ Inden ſelben ſchulen vrut/ Und den ſelben ſchuleren gut/ Und ouch di ſelben lectzen ſam/ Dy ſi laſen | |
| nicht vrebelich,/ Sunder er ſprach daz demuteclich/ Als eyn demutik ſchuler zwar,/ Der mit ſynem meiſter clar/ Diſputiret, das er lere/ | |
| bichten mine ſchult./ #s+Ich wil,#s- herre, #s+vragen dich,#s-/ Als dinen ſchuler #s+lere mich!#s-/ Eyn teyl mine gerechtekeit/ Wug ich zu ho, | |
| kuͤmpt zu mannes dagen,/ So wirt der unmere/ Der tufel schůlere,/ So lernt er zauberie,/ Die kůnst nigromancie,/ So daz im | |
| Er reit furter zu der wegscheiden, und begegent im ein schuler, der brot und win trug. Hestor fragt yn wes bott | |
| der einsiedel enpfing myn herren Gawan mit großen freuden. Der schuler entwapent yn und gab sim roß gnung. Der einsiedel ging | |
| vesper singen, und myn herre Gawan hort sie; und der schuler halff im die vesper singen, und myn herre Gawan sprach | |
| herre Gawan sprach sin gebet. Nach der vesper bereit der schuler die spise, als einsiedelspise zu recht sin solle; das was | |
| der noch hůt groß da wirt. Ich wil uch mynen schůler lihen der uch dahien leitet.’ ‘Des lone uch got!’ sprach | |
| myn herre Gawan und nam urlob zu dem einsiedel. Der schůler wißte yn den weg zu Loverzep und ging mit im | |
| im biß er die stat an sah. Da sprach der schuler: ‘Sehet, herre, das ist die stat, die ir dort sehent!’ | |
| furbas geet; kerent wiedder zu uwerm herren!’ Da @@s@sprach der schuler, er ging gern furter mit im, geböt ers. ‘Nicht’, sprach | |
| sprach er, ‘geet wiedder und grußet mir uwern herren!’ Der schuler kert wiedder, und myn herre Gawan reit bald furter, wann | |
| furter, wann er sich gesúmet wonde haben. Da gedacht der schůler das er nicht heim wolt, er hett dann zu allererst | |
| hien keren solt, wann er bekante keynen. Das sah der schuler, und was im sere leit das myn herre Gawan haltend | |
| $t er must der erst sin der da vergattert. //Der schuler ging zu des herczogen bruder, der yczunt vergatern wolt. ‘Ach | |
| mögent!’ ‘Wie were das?’ sprach er. ‘Seht, herre’, sprach der schuler, ‘dort heltet der best ritter der under dem hymel lebet; | |
| nefe.’ Des wart der ritter ußermaßen fro und fragt den schuler welches er were under den zweyn. ‘Der mit dem wißen | |
| lieb als im sin augen weren. ‘Ich enthun’, sprach der schuler. Da reit der ritter zu mym herren Gawan und bat | |
| bald und sin gesinde. Sie rieffen zur porten, und ein schuler mit wißen cleidern ließ sie yne. Da fraget des koniges | |
| were da der konig an bißen mocht. Da sprach der schuler, da were ein schön huß da man die geste enpfing. | |
| bischof, he was de here,/ du wers, vrow, ein gůde schuͤlere./ du antwürds alle zit bereide/ siner heilger stimmen suͤʒicheide./ //Du | |
| dat ich mide singen muͤʒe!/ //Laʒ mich bit dir gods schuͤler sin,/ din groʒe guͤd mach an mir schin,/ ler mich | |
| an sehen, alle sin pine muͤste vergan. Do kamen zwene schůler mit wissem gewete, die brahten zwoͤi lieht, die sasten si | |
| vasten loͤsent die selen von dem vegefúre <N>XI</N>. Wie ein schůler tot ist und ein predier <N>XII</N>. Wie du dich halten | |
| er nit in den ewigen himmel kommen. <KAP><N>XI</N>. Wie ein schůler tot ist und ein predier wart gesehen</KAP> Alsust sprichet únser | |
| lerdet uwer letzen,/ das nommer man genetzen/ darf of uwer scolere,/ sy sint soe gar gewere./ der om soe hebet die | |
| ouch #s+Carmelîten,#s-/ und den ordin vil mêre/ des #s+talis#s- #s+der#s- #s+schûlêre#s-/ bevestint mit stêtikeit/ der selbe pâbist vorgeseit. —/ In den | |
| von der stat/ und manic hôher prelât;/ die dâ wâren schuolære/ und die hôhsten burgære/ si kômen ouch darumbe dar,/ daz | |
| vrouwen gezit,/ di maniger noch sprechen pflit,/ di sprach der schuler alle tage./ nu entstunt im ein clage,/ di im ein | |
| da hine schufen/ die lute durch den applaz;/ die armen schuler durch az/ und durch geniez giengen dar./ als dirre schuler | |
| di gewonheit im rief,/ spilen mit den kinden,/ als die schulere vinden/ manic spil in maniger zit./ daz judelin quam besit/ | |
| sah er vor dem venster stan den aller zartensten, minneklichsten schůler, der mit ogen ie gesehen ward. Und do er zů | |
| heisset #s+Johannes Chrysostomus,#s- mit dem guldin munde: do der ein schůler was und vor einem altar knúwete, da dú himelsch můter | |
| kint ein willi uf halten, und liess den vor genanten schůler och von irem herzen trinken. Dú selb gnade dú ist | |
| haben denne zwen priester vnd avch niht mer denne zwen schvͦler, die priester mvgen werden. Vnd sol avch niht mer brvder | |
| sol er geistlich vnseres herren licham tragen. Vnd sol ain scholer for ime gen mit ainem lieht vnd mit win vnd | |
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