Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schrîbære stM. (70 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| vil manigen sundare./ daz niden di glissenære $s unde di scribære./ si sprachen, daz iz Christ wære $s ein friunt der | |
| wart sit gesehen $s under den vieren vehen,/ der selbe scribare, $s daz er ein leu ware,/ der uns gesagen chunde | |
| daz hirn. daz hât niht sinnes, dâ von hât der schreiber gevælt und schol sprechen: fugit penam in cerebro, daz spricht: | |
| und zuo andern pfaffen, die dâ besament wâren: Sobna der schreiber wirt über gefüert als ain cappân. eiâ, wâ hin? treun, | |
| er niht und ist unperhaft und ist unwerleich. pei dem schreiber verstê wir unser prêlâten und ander pfaffen, die sint unperhaft | |
| dâ mit, die behüett si vor den flœhen; und welher schreibær sein tinten dâ mit seudet, waz püecher oder prief er | |
| leben schier./ er sprach: ‘gewinnet mir/ einen brief, vil lieber schrîbær,/ der Urie werde swær./ schrîp dem herzogen hôchgeborn,/ daz er | |
| bestrîchen gemein/ die vil grôzen stein/ dem gelîch sam ein schrîbær;/ sô ist ir dheiner sô swær,/ noch sô grôz noch | |
| selb küniginne./ er liez sich niht betrâgen,/ er begund sînen schrîber frâgen,/ wan er was gewær./ er sprach: ‘die Augustînær,/ die | |
| muoz haben pfenning, die sint mîn./ nû rât an, lieber schrîbær,/ wie ich pfenning swær/ gewinn; dû bist alsô kluoc./ nû | |
| als ez ein Rœmær würken bat./ __Dô daz erhôrt der schrîbær,/ er sant hin zuo dem grabær,/ der diu îsen hêt | |
| kan.’/ __Zehant der engel vil gewær/ sprach: ‘ginc ze dînem schrîbær:/ der hât ein pfert alsô starc,/ daz kouf umb pfenning | |
| niht diu mær/ gelouben, daz im alsô wær./ zehant der schrîber muost dar gân,/ des wolt sîn herre in niht erlân./ | |
| hêt geseit./ dô der grâf diu mær/ erhôrt von sînem schrîbær,/ ich mein den grâf von Witlînsbach,/ der gie dâ der | |
| hiezen îlen balde/ von einer stat zeinem walde/ nâch einem schrîbære_–/ daz wart im dar nâch swære_–,/ der in ein brief | |
| dar nâch swære_–,/ der in ein brief schreip schôn./ dem schrîber wart geben sîn lôn./ dar nâch der brief wart gesant/ | |
| dô gebôt der keiser drâte/ sînem kanzelære,/ daz er die schrîbære,/ der mâterje berihte,/ daz man schribe unde tihte/ in dem | |
| im. vnd sammet alle di fürsten der priester. vnd di schriber des volkes. vnd vorschet von in. wo christus geborn würde. | |
| ivch. wan ivr gerehtikeit fliezze dann mer vber wan der schriber vnd der phariseorum. so sült ir niht ingan in daz | |
| lerend als der gwalt ist habend. vnd niht als ir schriber vnd di pharisei_______VII.capitel Do er aber nidergeginch von dem berge. | |
| gen über den se oder wazzer. do ginch zv ein schribere vnd sprach zv im. meister ich volge dir nach so | |
| machten dy hoesten pristere mit den eldisten unde mit den schriberen. unde in gemeynem rate bunden sy Jhesum unde vurten [50v] | |
| der lebynden, wen sy lebyn alczumale ym.’_(39) Unde etliche der schribere antworten ym unde sprochen: ‘meister, du hast wol gesait.’ (40) | |
| rainer lib besigeltt/ Ist an dem br%:iff der gerechtekaitt/ Der schriber der raine kaitt/ Getett nie valschen strich dar an:/ Daz | |
| obe,/ Wen her die meisterschaft wol kan;/ Ich bin sin schriber ot daran;/ Swaz her mich heizzet schriben,/ Daz laz ich | |
| den held vermessen/ Wel haben, der süche in da/ Und ouch niennan anderschwa.’/ Do dis kund ward in allen,/ Es begunde | |
| vil wol geladener kamerwagen/ begonden dar nâch schône gân;/ die schrîber und die capelân/ und kamerêre dar nâch riten./ gar nâch | |
| gruse waz so manigfalt/ Und so grůlich gestalt/ Daz alle schribere/ Und dar zuͤ malere/ Kuͤnden mit keinre geschicht/ Geschriben noch | |
| freuden bi den andern gesellen. Und der konig gebot vier schribern die darzu gesaczt warn, das sie all die abentur schriben | |
| lesen!’ Der konig nam den brieff und gab yn eim schriber das ern lese so er allerlutest mocht, so das yn | |
| als lieb als er sin ere zu behalten hett. Der schriber uberlase den brieff von eim ende biß an das ander | |
| der alweg gut und milt was, und begreiff $t den schriber in beide sin arme, da er sah das er vallen | |
| leite yn in ein kamer off ein schön bette. ‘Edel schriber, was ist der mere, mag es ymant wißen?’ ‘Ay myn | |
| konigin fuß siczen, dannen er uffgestanden was da er dem schriber halff. ‘Min herre Ywan’, sprach die konigin, ‘kunnent ir mir | |
| sprach die konigin, ‘kunnent ir mir icht gesagen was dem schriber were?’ Desselben freget yn auch der konig und myn herre | |
| mir lieb wesen mocht.’ Da gab der konig eim andern schriber den brieff in die hant und mante yn bi der | |
| dem brieff geschriben sy und laßent uwer weynen syn!’ Der schriber warff dem konig den brieff in die schoß und lieff | |
| der megden <FOLIO>(17#’r)</FOLIO> <N>XXVI</N>. Von disem bůche und von dem schriber dis bůches</INHALT> <KAP><N>I</N>. Die minne machet hohi in der sele, | |
| irdenschú hant geschriben!<ZG></VERS>/ <KAP><N>XXVI</N>. Von diseme bůche und von den schribern dis bůches</KAP> Ich wart vor disem bůche gewarnet, und wart | |
| «Eya herre, ich súfzen und gere und bitte fúr dine schribere, die das bůch na mir haben geschriben, das du in | |
| si den marcgrâven $s sâhen tôten tragen,/ ez enkunde ein schrîber $s gebrieven noch gesagen/ die manegen ungebære $s von wîbe | |
| ouch von dannen rande/ und der von Kastel sâ./ sîn schrîbær liez er dâ/ sîne gult ze rihten ab./ manic hantvest | |
| henden/ mans ûf die taveln setzen sach./ ieslîchem gieng ein schrîber nâch,/ der sich dar zuo arbeite/ und si wider ûf | |
| ist.’ vil manig die sich wiz dunchent, also der juden schribær und ander ir lerær, die lesent die hiligen schrift und | |
| wider froͤuten sich der werlt minner, daz waren der juden scriber die si diu e lerten mit den die hilig luͤte | |
| Reinhart konde wol enphan/ des richen kvniges kaplan./ «Willekvmen, edeler schribere»,/ sprach er, «nv sagt mir mere,/ Wie iz da ze | |
| er sprach,/ do er in erst ane sach:/ «Saget, edeler schribere,/ was die hvt ze swere,/ Daz ich sie vch niht | |
| S. 7a)@/ des richin kunigis /capilan./ er sprach: «willichomen, /edile scribare,/ nv suln ir mir / sagin mere,/ wiez da ze | |
| hat tugende uil,/ er ist tůre unde maere:/ alle wise scribaere/ machten niemmir uol scribe/ die manigen tugent uon sinem libe:/ er | |
| sünde vluoch./ heiz in an der lebenden buoch/ den rehten schrîber künden./ swâ er mit houbetsünden/ habe gedienet dînen zorn,/ herre | |
Ergebnis-Seite: 1 2 >> |