Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schouwe stF. (56 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ich swure,/ trut herzeliche vrouwe,/ din hals ist geschaffen an schouwe/ alsam der turm Davidis,/ der mit erkern wol geziret is./ | |
| du ein rose sundir dorn,/ du ein viol an der schouwe,/ du ein sonnenblik betouwe,/ du eine muter schoner libe./ ditz | |
| silberwormen undirslingen/ sint dine oren geschaffen vrouwe/ nach wundirlicher ougen schouwe./ daz ir oren weren ein offin rink,/ davon horet ein | |
| sprach: dine bein sint geschaffen/ als zwe marmelsulen an der schouwe,/ trut herzeliche libe vrouwe,/ di geleit sint alle sundir gile/ | |
| eine lilege in der ouwe/ und eine phiole an der schouwe./ waz dise rede uns bedute/ daz sage ich uch vil | |
| Die marterer durch Got storben,/ [28#’v#’a] Die bichter mit den megeden/ Mit reinen getregeden/ Sich neten Gotes hulden,/ Von disen manigen | |
| helden kampffes rich/ Ze samen tratten sicherlich/ Vor des husses schowe,/ Da manig zartte frowe/ Hoch an ainer zinnen/ Ward ires | |
| wol dem weize/ Der einem ieslichen kinde/ Zu kuwene waz linde./ __Diz wort also lutet./ Der weize bedutet/ Die selige cristenheit,/ | |
| genantt,/ Ir baider rich unde land,/ Da sy in lichter schowe/ Och söltte wessen frowe./ Der rede ward dü gütte/ Hartte | |
| allen fürsten, daz sy mit wer/ Dir diennen in richer schowe!/ Sarazan und och Litowe/ Diennend dir one schwer./ Astroyen und | |
| ainem morgen gar früg/ Ecuba, dü frowe,/ Blicktte mitt jomers schowe/ Die vil laiden geste,/ [240#’r] Der mütt unmassen veste/ Waz | |
| arbaitt/ Wart dem jungen beraitt./ Pictorie dü frowe/ Mitt wiplicher schowe/ Trucktte in nach an ieren lip./ Daz minekliche raine wib/ | |
| es erbarmen ./ Daz manig schönne frowe/ Müss pr%:iffen jomers schowen!/ Ze füss ir baider sturm ergie,/ Man saitt daz zwen | |
| so man saitt,/ Der ie genendenkliche straitt./ Von des jomers schowe/ Verdarb des wunsches frowe,/ Als es dü trüwe ir gebött,/ | |
| vorder treit,/ Allez daz ie leit geleit,/ An unses herren schowe,/ Grunent vor alle owe,/ Suzet vor alle blumen/ Die mensche | |
| vor im vorlischen/ Und immer grunen und vrischen/ Vor gotlicher schowe/ [63#’r#’b] Sam ein naz ligende owe./ __Vornemet vremde geschichte./ #s+Vor | |
| by den tagen,/ Da von sol man beginen sagen./ Agmonen und Atrides,/ Mennolaus uff jomers mesz/ Sich h%:iltten umb daz raine | |
| todes angist,/ Daz doch ein groz getwang ist/ In tagelicher schowe,/ Noch des abisses drowe,/ [121#’r#’b] Noch in die Gotes zeichen/ | |
| sie beswerten,/ Die cristenheit beherten./ __Hir treit ouch an der schowe/ Die kunigin unser vrowe/ Der cristenheite zeche wol,/ Wen an | |
| loblichem sitten.’/ Hundertt rosse gar unbetrogen/ Wurdentt dem helden für gezogen ./ Uss den allen er do/ Ain rosse erkosse unmassen | |
| verzagen/ Sol durch kainer hande dro./ Ich waiss mine heren so/ Daz üch stritt nitt si versagtt:/ Ich gesach sy nie | |
| Der fürste fragett in der mer/ Was sines gewerbes wer./ Er sprach: ‘here, mich hatt gesantt/ Amor der künge her in | |
| vogellîne süezer sanc!/ bluomen, loup, diu beide/ stânt in manger schouwe,/ diu der kalte winter hiure mit sîm froste twanc. dien | |
| danne ir genâde gebâre./ trôst mîner jâre/ daz ist ir schouwe, $s si frouwe, $s zewâre:/ mich sol ir lachen $s | |
| umbe sich,/ dâ manic valte wunderlich/ stuont an in fremder schouwe./ gescheitelt als ein frouwe/ was der selbe wîssage./ versliʒʒen het | |
| daʒ rôte velt gespreit/ von silber manic vrouwe./ in wunneclicher schouwe/ bekâmen die zwô rotte dar./ ouch hete sich diu sehste | |
| nâch vîentlîchir âchte/ unz an daz dorf Girmowe./ In werlîchir schouwe/ begeintin in dî Samin dâ/ und legtinz in sô nâ,/ | |
| gevangnin gên,/ sî hêttin in der luft gesên/ mit offinlîchir schouwe/ dî allirschônste juncvrouwe,/ dî î ûf erdin wêr irkant;/ dî | |
| gotis grabe/ kegn Jêrusalem sich hûb,/ dâ er mit leidir schow intsûb,/ wî dî dît unreine/ in manchirhande meine/ besulwte unde | |
| bischolf aldâ./ bî des zîten Krackouwe/ was in solher êren schouwe,/ daz dâ ein kunic schône/ truoc zepter unde krône/ und | |
| end diu sprâch/ und der tac ze Stockerouwe./ in hôchvertiger schouwe/ sach man die jungen herren dâ./ daz gerou etlich hernâ./ | |
| man in queln sach./ Alsus was di vrouwe/ in jemerlicher schouwe/ mit grozem leide uberladen/ durch ires lieben mannes schaden./ nach | |
| hi bevor,/ den sin vernumft truc enpor/ in des geistes schouwe./ Maria, reine vrouwe,/ in dime kuschen licham/ zweierhande want bequam,/ | |
| wit und wi breit/ muz wesen, edele vrouwe,/ in lustlicher schouwe/ din werdekeit und din loben/ in dem himel dar oben/ | |
| Jerusalem ein dinc geschach,/ daz sich witen erbrach/ an jamerlicher schouwe./ da was ein edele vrouwe,/ di eteswenne riche was/ und | |
| gebot./ die tuvele heten iren spot/ an ir mit lieber schouwe./ Martha di gute vrouwe/ was betrubet sere/ umb di groze | |
| daz sach ouch dise vrouwe./ so was si bi der schouwe,/ do man nach tode in begrub./ vil vru si sich | |
| dir gezemen./ __Maria, vil suͤze vrawe,/ tu dine vil reine shawe/ an disem weisen cleine!/ dine genade im besheine/ gein im | |
| und reht./ von Kemenât her Albreht/ des kunst gert wîter schouwe./ her Heinrich von Lînouwe/ hât ouch vil süez arbeit/ an | |
| anderstunt geborn/ und ze kinden gote erkorn/ ze sîner süezen schouwe/ mit des heilegen geistes touwe,/ daz uns reinen unde niuwen/ | |
| dú in des tagis lieht benimt/ und der lant marcke schoͮwe./ __ Von der grozin Tůnoͮwe/ untz an das hohe mitil | |
| durh spehen/ ob das zeichen wer beschehen/ nach sines willen schowe./ do sach er das von towe/ das lant was alles | |
| die werden wip,/ Menegen werlichen lip/ Brahte in des strites schoͮwe/ Sines herzen vroͮwe/ Die im sin hohgemuͤte/ Croͤnde mit ir | |
| Und Blancheflurs berihte./ #;vOch w#;eare úwere getihte/ Komen in besser schoͮwe/ Mit dem von Linoͮwe,/ Der Ekkennes manhait/ Hat getihtet und | |
| Den wunsch, des wunsches wunnen cranz/ Und aller schoͤne sunnen glanz, $[*3*schoͮwe D$]/ Der welte lop, der s#;ealden pris,/ Der oͮgen wunne | |
| Da was niht wan ,dringa_drinc/ Da bi! halt us! la schoͮwen/ Die ritterschaft, die vroͮwan!’/ Da was ain ritterlich gedranc/ Und | |
| daz kint bestrichen/ mit gnaden richem towe./ ist dirre zartun schowe/ soltu die maget bitten/ daz si mit irem titen/ es | |
| lip erfúhtet/ mit gnaden richem tow./ si sint in steter schowe/ der gotlichen gůti./ sus nayget ir gemuͤti,/ si mag noch | |
| reht erzogen sint./ __Des werden herren frowe/ in hoher eren schowe/ zuht, erbarmd, milti, scham/ mit demůt in ir hertze nam./ | |
| worte/ tougenlîch kan in gegân/ Zuo dir gar dur reine schouwe,/ die er vant an dir, o frouwe,/ aller tugent ein | |
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