Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schînbære Adj. (12 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| des wedirs suche/ Der da vor deme bruche/ Minen ougen schinber wart;/ Zutz im quam er an der vart/ Gesprungen in | |
| bekenne in warheit:/ Wie hiez der boum da dir wart/ Schinber dirre zweier vart/ Kosende durch snode lust?’/ Hin wider sprach | |
| bloze, ellende./ __Wol wirt ez uns behende/ Irscheinet zu gesuche:/ Dort in der kunge buche/ Stet geschriben, als ich vant,/ Wie | |
| clar,/ Daz sin vater offenbar/ Uz dem tempel hatte bracht,/ Do er in grimme an vacht/ Jherusalem die vesten,/ Uf daz | |
| luchtenunge schinet/ Die nimmer mer vorswinet.’/ So sent sie dan schinbere/ Den herlichen merterere,/ Den sie gecruciget haben/ Und den sie | |
| oder warm ist. Von den adern wir wechant, ob si scheinpär sind unnd voll feüchte, die sach dez siechtagen wirt bekant | |
| ain trügnär. Von den aussern dinngen wirt wekant pei den scheinpärn zaichen die hillf des siechtagen. Ieglicher diser sach wirt wehalltenn | |
| freuden virret/ und der übervart irret/ über den Semernic,/ mit schînbærem ougenblic/ sâhen daz die boten an/ und wie wol zwelf | |
| lvterem hertzen anbeten. Mit neman criegen. Die si sehent mit schinberen gewant vnd die waz geezzent oder trinkent, die svlen si | |
| lúte werden grosse minner ir selbes’; sit daz ist so schinberliche ietze daz man jomer daran sihet in aller der welte | |
| ophere fúr das volk. ___Nu fúrcht ich und ist och schinber das alle priester nút ensin volkomen, und stuͤndent etlich priester | |
| lúte ir růwe und ir lust sůchent, das ist wol schinberlich, und wie es umbe si wirt stande, das súllent si | |
| mit guote al ein./ ir gemeiniu herzeswære/ diu wart sô schînbære/ under ir beider ougen,/ daz man vil cleine lougen/ der | |
| gerte./ an dem krâme und an dem swerte/ was harte schînbære,/ daʒ den boten liep wære,/ daʒ si den helt erkanden,/ |