Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schepfen swV. (49 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| was durft./ do chom ein wip gegangen, $s si wolt scephen den brunnen./ si nemoht es niht gedenchen, $s er bat | |
| hunt, daz izzet flaisch, und wenn ez trinken wil, sô schöpfet ez daz wazzer mit der zungen. aber diu tier, die | |
| wunderleichst und gar haimleicheu dinch der nâtûr: diu verstelnt und schöpfent den wein haimleichen aus den vazzen, alsô daz si der | |
| under allen andern vogeln, daz er mit seim praiten fuoz schöpfet daz wazzer und trenkt sich selber, reht als ain mensch, | |
| daz mer still ist, alsô daz man in mit vazzen geschepfen mag. der prunn bedäutt der guoten läut wandelung under den | |
| weſin vndirtan. vn2de ſol ſich eim ielichin nah ielichſ wielichi ſhepfin. vn2de vuegin nah ielichſ virnunſt. vn2de ſol ein mit zartvnga. | |
| êwiclîche möhten wesen, doch âne leit; und ich nime und schepfe diu leit in gotes willen und ûz gotes willen. Sôgetân | |
| grœze, alle wîte und lenge. Daz inner werk nimet und schepfet allez sîn wesen niergen dan von und in gotes herzen; | |
| alsô geschaffen die werlt, daz er sie noch âne underlâz schepfet. Allez, daz vergangen ist und waz zuokünftic ist, daz ist | |
| Von dem, wie daz innigeste und daz oberste der sêle schepfet und nimet gotes sun und gotes-sun-werden in des himelschen vaters | |
| $t und daz selbe ein, daz ich bin, daz ich schepfe înwesende, inneblîbende in des vaters schôze und herzen. Vater, sprichet | |
| Dâ nimet si allez ir wesen und ir leben und schepfet allez, daz si ist, von dem grunde gotes und enweiz | |
| und ir wizzen von dem, daz iezent wîz ist, und enschepfet niht bekennen von der varwe aleine in ir selber, mê | |
| bekennen von der varwe aleine in ir selber, mê er schepfet bekennen und wizzen von geverwetem oder von wîzem und bekennet | |
| ane. Alsô spriche ich, daz der edel mensche nimet und schepfet allez sîn wesen, leben und sælicheit von gote, an gote | |
| in dem selben anblicke, wanne und wie er die crêatûre schepfen wolte und wanne der sun mensche werden wolte und lîden | |
| dannoch war,/ daz den heiden ist niht guot:/ swâ si schepfent, daz ist bluot,/ und swâ die juden schepfent sîn,/ wîp, | |
| fvlten si biz zv obrist. vnd ihesus sprach zv in. schepfet nv. vnd bringet dem architriclino. vnd si trvegen im. do | |
| er was. aber di diener westen ez di daz wazzer geschepfet haben. do rveft der architriclinvs dem gemaheln vnd sprach zv | |
| di sehst stvnnde. do kom ein wip von samaria ze schepfen daz wazzer. vnd ihesus sprach zv ir. gib mir ze | |
| daz wip. herre dv enhast noch niht da inn dv schepfest. wan div pütze ist hoch. darvmb wovon hast dv lebendik | |
| mir ditz wazzer. daz mich niht dürste. noch herchöm ze schepfen. do sprach ihesus zv ir. gank rüeff dinen man. vnd | |
| des tages. (7) Do quam eyn wip von Samaria czu schepfene den burnen. do sprach Jhesus czu ir: ‘gib mir trinken.’_(8) | |
| daz ewyge wazzer.’_[(11)_...] ‘herre, du hast nicht do myte du schepfes daz wazzer, unde der brunne ist tyf, wo von hastu | |
| swelehe maged ich bite $s daz si mir des wazzeres scepphe,/ ob mir got verlîhit $s daz si mir des nieht | |
| verwegen man./ An dem sibenden staphen/ Er pegunde den atem schophen/ Und gewan zehant den schwindel,/ Er gie umb als ain | |
| das hat erkorn,/ Das er vom vater ist geporn,/ Nicht geschepft und nicht gemacht,/ Noch chain ander wesen in sacht,/ So | |
| maniger in den tôt/ durch sînes vrîen herzen gibe/ er schepfet waʒʒer mit dem sibe,/ swer âne vrîe milte/ mit sper | |
| er ist $s ein sach in allen dingen,/ die er schepht an naturen grund. $s das wart wol kunt,/ da man | |
| wie die blume wirket in der spinnen gift, / honig schephet in der bine der naturen trift, / wie sie sich | |
| biß das er mit der meide herzen wart gespan,/ die schephte da den dritten uß der drie./ so düt der schrank | |
| glich./ wer sie zu liebe küst in herzen girde,/ der schephet er uß irem tich,/ die sterke, schonde und der werlde | |
| dins trostes sumerzit./ ‘fiat din wort’ den former aller dinge/ schephet und drang uß gotes herzen ringe./ mir frucht genaden bringe/ | |
| schrift / der segel mines tichtes schifft. / da Eva schephte todes gift / und trenkte menschen künne gar,/ der hochste | |
| gnaden sunn,/ du spiegel, forme, tigel, brunn,/ uß dir sich schephet alle wunn,/ die sich in himel, erde bilt./ laß mich | |
| ein fürst gewaldig was,/ da uß des lebens tiche/ in schephte todes faß./ im folgt in todes bande/ der lande $s | |
| alle ire vaz./ do sie nach im vurbaz/ daz wazzer schufen mit der schoz,/ so gar ez da durch vloz/ als | |
| daz er wistum ist seins vater der elliu dinch, alliu geschepft mit dem selben wistum von nicht geschaffen hat, do fur | |
| entrunnen.’/ Uf stunt der erzebiscof Turpin,/ er sprach: ‘herre got, schephe minem munde ein turlin,/ daz ich hute so gerede/ also | |
| dem brunnin dinir wisheit,/ der ursprinc allir witze treit;/ und schoffe ein anegenge mir,/ wan ih beginnen wil mit dir/ ze | |
| sam er in beval,/ die gelten fultentz úber al./ ‘nu schepfentz und bringent hin/ dem wirt,’ seit Jesus in./ dem wirt | |
| ratgaeben viere von in gaeben, unde swelhe buzze die viere schephen die sol iener naemen, unde sol in niht furbaz noeten. | |
| ziehent in ir vernúnftige wise oder in ire sinnelicheit; sú schoͤppfent durch die sinne und ziehent es also in irre vernunft | |
| als ein tier. Dar nach, nach der vorgeordenter zit, so schoͤphet Got ein vernúnftige sele und gússet die in die. Denne | |
| das ich nút her wider in dúrffe komen und wasser schephen’. Do sprach unser herre: ‘gang zem ersten und hole dinen | |
| kein tagen./ man hort von einem teufel ſagen,/ wie der ſchepfet ein man/ ſo gar wunderleich getan/ daz im nymant dank | |
| wasser gar!’/ Das tatent sú. er sprach zů in:/ ‘Nu schepfent und tragent hin/ Dem kamrer!’ als da beschach./ Den win | |
| gefuͤllet werde,/ daz ich uf dirre erde/ sinne kunst so schepf/ daz mich iht beclepf/ der ewiclich tot da von!/ nu | |
| also díu pútza. da ûz man daz uuázzer mít árbêiten skéffet. uuante síu únsemfte ist ze$/ uernémene. Díu gescríft hábet sámo |