Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schapëllîn stN. (20 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| und sunde vil begiengen/ mit stoltzheit und mit tenzen,/ mit scheplin und mit krenzen,/ mit gebenden und mit risen;/ ir ermel | |
| ain adelar./ Sein klaider waren goltvar./ Er furt ain klaines scheppelein/ In der weyssen hant sein./ Es was geworcht so raine/ | |
| Als man in selben horte jehen./ Er sprach ’ditz schone scheppelein/ Hatt ew di liebe swester mein,/ @@e@Dyomena gesant./ Welches ist | |
| krone;/ Der andren kunige schone/ Trugen krone als er;/ Schone scheppelein trug der/ Der sust ain hoher recke was,/ Von rubin | |
| hundert/ (Ich enruech ob euch sein wundert)/ Und tausent knappen scheppelein,/ Di musten zu der hochtzeyt sein./ Ich sprich wol auff | |
| künſte meienris/ tragen in der brüſte ſin,/ ſwer diner wirde ſchäpelin/ ſol blüemen unde flehten,/ daz er mit rœſelehten/ ſprüchen ez | |
| unde man;/ dâ gleiʒ vil manic fürspan/ und manic edel schapellîn,/ dâ bôt durchliuhteclichen schîn/ diu gimme und daʒ gesmîde:/ der | |
| im was ûf sîn gel reideʒ hâr/ geleit ein edel schapelîn./ dâ wâren glanze gimmen în/ gewürket und gevelzet/ und was | |
| solt./ sîn hâr als ein gespunnen golt/ schein ûʒ dem schapelîne guot./ reht als ein milch und als ein bluot/ wol | |
| dâ mite wart des wînes got/ geprîset und gerüemet./ ein schapelîn geblüemet/ unde ein kranz geloubet/ het ûf ir werdeʒ houbet/ | |
| wol bedâht/ die boten bêde solten sîn./ si fuorten grüeniu schapelîn,/ geflohten ûʒ lôrzwîen,/ mit den die wandels vrîen/ erzeigen solten | |
| sach füeren ûf ir houpten./ man kôs an ir geloupten/ schapellînen bî der stunt,/ daʒ si dâ fride tâten kunt/ und | |
| wol dîn houbet!/ geblüemet und geloubet/ sol iemer sîn dîn schapellîn!/ lâʒ uns mit strîte unmüeʒic sîn/ und pflic dû dînes | |
| ragen,/ sô daʒ man im die löcke tragen/ sach daʒ schapellîn enbor,/ daʒ durch gezierde was dâ vor/ dar ûf gesetzet | |
| Dêîdamîe,/ diu stæte, wandels vrîe/ dem ûʒ erwelten knehte/ daʒ schapellîn dô rehte/ mit ir hende leite wider./ nâch strîte rungen | |
| einen kranz!’/ ‘entriwen, daz sol sîn.’/ der kunic nam diu schepelîn,/ swaz ir der knabe het,/ und gie sâ zestet/ nâch | |
| si kunden./ Si bristen im die ermel sin,/ Borten, huben, schapellin/ Gabent si im ze aller zit/ Mit grossem vlize enwiderstrit./ | |
| gat,/ och singen wol die vogellin;/ wir brechent ze ainem schapellin/ der vioglin, rosen, giljen/ dir und diner venien;/ buchvinken, lerchen, | |
| in daʒ tal/ und brâchen bluomen über al/ und mahten schapellîn dâ mite./ hie von huop sich der site,/ daʒ es | |
| warn und ergraben/ maisterlich zu bůchstaben,/ die lagen in dem schapellin./ daz erst was ein phin rubin/ und was gemacht zu |