Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schamelich Adj. (113 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| swerer not./ Liden muste er den tot/ An dem holtze schemelich./ __Nu wirt der boum lobelich/ Gehouwen zu dem valle:/ In | |
| beschriben/ Allen den die nicht bliben/ Volleclich an diner e./ Schemelich ist unser we,/ Dir habe wir gesundet./ Uf uns sint | |
| Von Belin nicht uf gezzen,/ So welle wir vermezzen/ Liden schemelichen tot/ Alhi, oder disse not/ Muz Danyel voltragen,/ Wand er | |
| ein wort weiz ich so leit/ noch zcu sprechene so schemeliche,/ so daz wort ‘ich bite dich’./ an deme gebene ist | |
| der kristenheit wârn frum,/ doch hiez er si verderben/ und schemlîch ersterben./ des muoz er in der helle brinn,/ des wendent | |
| leit nit grœzer sîn./ man fuort sî und hern Etzlîn/ schemlîch, daz man nie gesach,/ der kleit der frouwen ungemach,/ wann | |
| von dannen drade/ elende in ferres riche./ vnd da gar schameliche/ sin gut vnkushelich verdede,/ biz er zu iungest niht enhede./ | |
| iungest· vnd da mir gevnfrume/ vnd mich also verderbe/ vnd schamelich ersterbe.«’/ der herre sprach: ‘nu horent zu,/ was dirre bose | |
| er auch da hin./ gar merterlich verwunten sie yn/ vnd schamelich gewurfen vz,/ vnd anders wart ym kein genuz./ der herre, | |
| den sunden wirt gezilt/ Und nimmer sunden sint irvilt,/ Deme gebe ich die spise/ Von deme lebenden rise/ Daz Got vater | |
| goum vorsmacke/ Des suzen honic seimes zar/ Des heren geistes towes gar./ Den selben gewalt ir noch komen/ Haben des gerichtes | |
| underwinde/ Mit Gotes urloube din;/ Des saltu gewarnet sin/ //Des tages spate, dar zu vru. –/ Der engel spricht der stat | |
| junckfrow laittest an/ Die watt dar ine ich armer man/ Schamlichen erhitzett bin.’/ ‘Was rüch ich?’ sprach daz megetin,/ ‘Dester fröger | |
| ir herschen gebeten/ Vor irn schepfer sie vortreten,/ Daz sie nicht envallen/ In der sunden gallen/ Mit andern sunden worchten,/ Die | |
| ich die zarten schar/ [248#’r] Mitt minen wortten also gar/ Schemlichen torste so enpfan./ Dar umb mag min erre mir engan/ | |
| wonte by,/ Daz sy suss aller wette fry/ Warend so schamlich geton./ – – – – – – – –/ Under | |
| dem crom betrogen./ Schiere daz geschütze/ Müste werden unnütze/ Dem schamlichen künne;/ Krank ward ir besten wunne,/ Samend sy umb giengen./ | |
| mit der hand./ Über daz vil wilde lande/ Belaib der schamlichen diett/ [275#’r] Ain mütter barn lebendig nit/ Won die mitt | |
| beroubte er daz hus/ Gotis unde nam dar us/ Geveze, daz zu zierheit/ In den tempel was geleit.’/ __Nabuchodonosor ist/ Mit | |
| mochtes irslan/ Und die schuldigen liezes/ Ledic, durch dins geniezes,/ Sint doch Got also gebot:/ «Nicht sullet ir slahen tot/ Die | |
| gast/ E liechtes tagis scheiden/ Volgienc. da bi sin weiden/ Was mit den tieren wilden./ Heu az er uf gevilden/ Sam | |
| cleides#s-/ #s+Dich#s-’’’. daz spricht: vorcleide dich hir,/ #s+Daz du nicht schemelich dort vor mir#s-/ #s+An diner nactheit nicht enges,#s-/ Da du | |
| armeliche vleisch slouf/ Und der werlde daz truc veile/ Zu schemelichem urteile/ Dises menschlichen gerichtes/ Und willen des argen wichtes/ Der | |
| Crist des urteiles/ Mit vorbedachtem rate/ Vorme richter Pylate/ Mit schemelichen honden/ (Wen sie sin nicht enschonden)/ Der werlde wolde gestaten,/ | |
| tugend ,/ Sy hett megtliche jugend/ Von dem rissen do verlorn./ Daz wante der vil hochgeborn./ __Abyron an der stunde/ Lachen | |
| Nant in die schrift sint mannes name,/ Wen im mit schemelicher schame/ Der lib wart uf gebrochen,/ Durch slagen und durch | |
| daz sy fürsten unde land/ Geben in der fürsten hand./ Owe der laiden merre!/ Wie menigen nach volgäre/ Die selben drye | |
| schwertt die helm trunpte,/ Daz sy zerkluben von siner hand./ Menolaum man da vand/ In wirdeklichen mütte leben,/ Des waffen sach | |
| Nieman im da endran,/ Won sy mitt ungenuchte/ Schamten sich der fluchte./ __Do er den sige alsus erwarb/ Und menger vor | |
| Üch all hie wurd geben kampff.’/ Rubel schiere rech var/ Gelag. des trurenklich war/ Do nam sin junckfrowe./ Mitt ir ougen | |
| plekchen,/ Du sold sy nicht dekchen/ Durich das sy sind schemleich!/ Sage vil berleich,/ Wan wer sy hie bedekchet,/ Got sy | |
| die künegîn,/ sîn êlîch wîp, die schœne Isôt./ owê der schemelîchen nôt,/ die dise zwei gelieben liden!/ ir hende bant man | |
| Tristanden und die künegin;/ ir hende wâren gebunden in./ die schemelîche smâheit/ was inneclîch von herzen leit/ Tinâsen dem getriuwen man,/ | |
| lieb oder laitt.’/ Taliarcus schamt sich:/ Er rait enweg gar schemlich/ Aines seines chappen pfard,/ Das was wol zwayer pfund werdt./ | |
| Das Appolonius was komen/ Von Anthioch, dem hochgeporen?/ Der ist schamlich verloren.’/ Da do Taliarcus/ Die mer hett vernomen̄ alsus,/ Der | |
| sein leben an./ Dy heren sprachen ainen ratt:/ ’Es ist schamliche dat/ Das der tugenthaffte man/ So gar soll wesen undertan/ | |
| ward unflütig:/ Er rayt wider hinder sich/ Mit schanden gar schamlich./ Di gottynne sagte das/ Er war ain rechtes schanden vas:/ | |
| dich uber aines kuniges kint/ Di alhie zu dieser frist/ Schemlich gevangen ist./ Verdien an mir den selben rüem,/ Und laß | |
| Ich mir selb ee tün den todt/ Ee ich so schemliche not/ Lange wolte leyden/ Und allen trost vermeyden.’/ Dy rede | |
| lazen leben,/ Jhesum solte er in geben,/ Daz er mit schemelicher not/ An dem crůce lege dot./ Dez wart in gevolget | |
| sie in mit iren augen sach/ Smehen und vahen/ Und schemlichen hahen/ An ein cruce als einen diep,/ Den sie hate | |
| du stest.’/ Gidekeit und hohfart/ Und aller boͤsen suͤnden art,/ Schemlich unkůschekeit/ Zu gende sint ietze bereit:/ ’Du suͤndete ane alle | |
| Gotes heiligen/ Uf der sunden meiligen./ Daz funfte urteil ist schemlich,/ Versmeht und lesterlich:/ Aller der werlte an der stůnt/ Wie | |
| sî von im entweich,/ wand sî daz wol erkande/ daz schämelîchiu schande/ dem vrumen manne wê tuot,/ und barc sich durch | |
| durchriten, dise wort/ er sprach: «alzû lasterlich/ diz ist unde schamelich/ al den Sarrazênen, ir werdicheit/ mûz des wesen hin geleit./ | |
| und sîn wirde sie des prîsten./ den ritter sie verwîsten/ schamlich von in. als daz geschach,/ der patriarke dar nâch/ mit | |
| er dô,/ ‘daz iuch ein fremder marner hât/ ân alle schemelîche tât/ gefüeret her in unser lant’./ dô wurden im vil | |
| kranc,/ swie si doch sîn ein künstic hort./ diu swachen schemelichen wort/ von künstelôsen tôren/ baʒ hellent in ir ôren,/ dann | |
| ze hove niht./ eʒ wære ein wunneclich geschiht/ und ein schemelicher spot,/ daʒ ein künic einen got/ an êren überkæme/ und | |
| lîp./ dar umb er als ein zühtic wîp/ still unde schemelichen saʒ./ sîn herze vröuden gar vergaʒ/ und aller wunne bî | |
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