Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
schalc stM. (144 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ist vndirscheiden:/ iz geschehit dicke beide/ daz man den gotis schalc lobit/ vn̄ her doch gotis hulde behabet./ der nist abir | |
| an der stunde/ deme himilischen kinde./ Sanctus Egidius der gotis schalc/ streich uerre in einen walt/ (her uloch die uerltwunne),/ uerre | |
| sunne/ nemochte in nicht beschinen./ eines starkin libis/ der gotis schalc lebete./ eine gewoneheit her habete/ daz her alle tage sůchte/ | |
| innecliche leit./ mit rechtir gehorsamicheit/ quam her uur den gotis schalc./ her gab sich an sine gewalt/ mit bitteren trehenen./ daz | |
| durch dicheine gire/ ce helle gefure./ Do der ture gotis schalc/ uirsprach den geistlichen gewalt/ $p kůme clagete./ ouch sprach her, | |
| cestete/ intfahen den geistlichen gewalt./ do wart der ture gotis schalc/ ein appit uiele here./ sin name wart mere./ den grozlichen | |
| gesach/ daz iz also was/ alse man uon deme gotes schalke sagete./ da mit ime her in habete/ die unmanigen tage./ | |
| hieneuart solde wesen./ in daz ewige leben/ her den gotis schalc ladete/ daz her wole uirdienet habete./ Do deme heiligen man/ | |
| irlostis/ uon deme helle bodeme.’/ do irhorte got obene/ sinen turen schalc./ sente Egidien wart der gewalt/ uon gote iroffenot/ sine bete | |
| eine/ an mines trechtines gewalt./ do sprach der ture gotis schalc/ ’ich gere des, herre min, an dich,/ deme tuuele widir sage | |
| trechtines gnaden,/ an sinen gotelichen gewalt./ do uirschiet der gotis schalc./ do wart sin sele/ uon engelen den heren/ uile wole | |
| daz ahten si min, $s iedoch pin ich iemer der scalch sin."/ Do sprach der heilige Christ: $s "waist du noch, | |
| mine vriunte, $s ob ir tuot dei ich gebiute./ der scalch nemach wizen niet, $s waz deme herren si liep./ durch | |
| vor iuweren ougen han."/ Do sprach unser herre: $s "der scalch nist niht mere/ denne sin herre ist $s von deme | |
| wider in verjach:/ ‘Sathanas, nû tuo schîn,/ ob dû ein schalc mügest gesîn,/ und var zuo Adâmen/ und sæ dînen sâmen,/ | |
| steinîn wîp/ von kunst, diu hêt einen lîp,/ swanne ein schalc, ein bœser man/ wolde ze einem wîb gân,/ daz er | |
| manic rîche wât,/ der weder tugent noch sinne hât./ manegen schalc sie machet frî:/ der selben fünde ich wol drî,/ wolde | |
| stete gejehen,/ sie heten des spils ensamt gespilt,/ dâ manec schalc wirt von gezilt/ und manec fürste wol geborn./ sie hetn | |
| alle tage,/ mide lithus und wurfelspil,/ wan da von wachsen schelke vil./ furht die helle unde mide ir straze/ an trinken | |
| dem herren wirt der kneht bekant:/ swaz er wurke mit schalkes hant,/ daz wer im unde straf in wol,/ sag im | |
| din gantzer lichname wirt lühtik. ob aber din avge ein schalck wirt. din gantzer lichname wirt ein vinsternüsse. darvmb ob daz | |
| ze tven daz ich wil. oder ist din avge ein schalch wan ich bin guet. also werdent di letsten di ersten. | |
| wirt din ganzer lichnam wirt liehte. ob ez aber ein schalck wirt. so wirt avch din lichnam ein vinsternüsse. darvmb siech | |
| ein schalck ist. der ist avch in dem meisten ein schalck. darvmb ob ir in dem vngerehten wandelwerm guet niht getriv | |
| ich nicht tun daz ich wil? dyn ouge ist eyn schalk unde ich byn gut.»_(16) Also werden dy lesten dy ersten | |
| in vervluochete $s mit aller sîner afterchunfte./ er hiez si scalche sîn, $s dienen sînen bruoderen./ /Die anderen zwêne er wîhte | |
| noch ire chinden $s niemmer guotes scolte zerinnen,/ unde ire scalche wâren $s die Cham unde sîniu chint gebâren./ /Swelihe bî | |
| wîs wâren si sâlik./ /Vone Chames sculde $s wurden allerêrist scalche./ ê wâren si alle $s eben vrî unde edele,/ Chames huohes | |
| sîne tohter,/ die scônen Rebeccam, $s Ysaac ze gebetten./ /Der scalch sprach, obe man ime ire niene gâbe, $s waz er | |
| er hête in gerne gewîhet uber in,/ daz er sîn scalch wâre $s und swaz er chinde gebâre./ /Daz aver scol | |
| er wîb und chint $s und fuor den sînen sint./ scalchen und diuwen $s bevalech er daz vihe ze triuwen,/ daz | |
| und sîneme gesinde $s inlentis gunde;/ er hête diuwa unde scalche, $s scâf unde chuo melche,/ darzuo esile $s umbâre jouch | |
| si volgeten,/ daz si denne sprâchen $s vile gezogenlîchen:/ /‘#.,Dîn scalch Jacob $s sante dir dise gebe guot,/ er chumet selbe | |
| $s der mich gechouffet hâte,/ und swie ich wâre sîn scalk $s daz er mir al sîn guot bevalch/ und alles | |
| chopf stecche/ den slahe oder hâch, $s wir sîn dîne scalche dâ nâch.’/ / /Er chod: ‘des newil ich nieht tuon: | |
| newil ich nieht tuon: $s den sculdigen wil ich ze scalche haben./ den wil ich chwelen, $s die anderen faren dare | |
| niene bant./ er chod fon rehten sculden $s sînes hêrren scalch muose sîn./ /Allez ire gewâte si zarten, $s vil barmichlîchen | |
| tûz tuost durch dîne guote/ daz tû mich habest ze scalche $s zeineme iewelichen tage werche./ /Tuo mir al daz tû | |
| $s chêrts in des chuniges frume,/ si wurten selbe sîne scalche, $s gâbin dei eigin zuo sîner gewalte/ ub er si | |
| sunte, $s die er frî funte,/ ub er die ze scalche tâte $s durch dehein ire nôte./ /Er wolte si giwielten | |
| lazen muz da zu,/ Wen alle rime die sint valsch –/ Sie sin latin, dutsch oder walsch –/ Da di buchstabe | |
| wib/ Hand gezierett mir den lib.’ –/ ‘Ir sigtt ain schalk gar betrogen:/ Üwer rede ist erlogen.’/ Mitt ellend er da | |
| kayssers land./ Mag ich, daz schrigen wirtt gewantt/ Daz ir schalk unfrütt/ Dissem edlen bilde tütt.’/ Der selbe waz vil garwe/ | |
| sterke,/ So daz wir der personen/ Suln ebengliche schonen,/ Wen ir kein der drier/ Ist mechtiger noch vrier,/ Noch gewaldiger noch | |
| Manlich an den sinen/ Und vallen von den zwigen/ Von winden glich den vigen,/ Die von den zwige slifen/ Swenne so | |
| die Got irkennen,/ Daz sie in nicht turren nennen./ [93#’r#’b] __Unde daz alle berge, ilen/ Sich regeten von irn zilen,/ Kunige, | |
| viende bat/ Und sine irwelten loste,/ Den armen quam zu troste,/ Die zu der helle beiten sin;/ Sus quam her in | |
| daz dutet clage,/ Merket rechte waz ich sage./ Do die cristenheit an gevienc/ Und an grozen arbeiten gienc,/ Wand mans lutzel | |
| die ha1nt:/ "So mir dirre min bart,/ Ir mvtersvn vo1n schalkes art,/ Vnseliger troygire,/ Du en=keres hinne1n schire,/ Ich zvfure dich | |
| valschen reten./ An den hanthaften teten/ Vienc her den ungetruwen schalc/ Und warf den tot in sinen balc,/ Den her siner | |
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