Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
| riten,/ an guoter zuht, mit süezen siten./ etslîcher was ein Sarrazîn./ dar nâch muos ouch getrecket sîn/ //aht ors mit zindâle/ | |
| dâ?/ unser hêrre ist leider anderswâ,/ durch rîters prîs zen Sarrazîn./ daz ist nu unser hôhster pîn."/ "der hie den prîs | |
| er truoc den touf und kristen ê:/ sîn tôt tet Sarrazînen wê/ sunder liegen, daz ist wâr./ sîner zît versunnenlîchiu jâr/ | |
| wære,/ daz wurden wîtiu mære,/ solt der kristen und der Sarrazîn/ kuntlîche dâ genennet sîn./ //Wer was Clinschores her?/ wer wâren | |
| manec sunder lant/ diende sîner werden hant,/ Môr und ander Sarrazîne/ mit ungelîchem schîne./ in sînem wît gesamenten her/ was manc | |
| niht gelaubent, also die More die Winde, die Nortmanne, die Sarracein, die ir schepfærs niht bechennent $t und diu apgot an | |
| vater hiez Antipater, $t sein muter waz der uͤbeln heiden Sarricein. da wart erfuͤllet daz der heilig patriarcha Jacob gewissaget het; | |
| goffen hâtiz rindis hâr,/ an den sîten liebarten mâl:/ sô Sarrazîn joh cristinman/ nie nihein bezzer ros gwan./ //Daz ros wart | |
| der was rîch/ und an gewürhte wunderlîch:/ er was von Sarrazînen/ mit cleinen bortelînen/ in vremedeclîchem prîse/ nâch heidenischer wîse/ wol | |
| íe der unselige tůt./ helena die kuningin/ die brachte manigen sarracin,/ iuden vnde turken./ die leideten gote harte:/ daz was ein | |
| kreftige man:/ die muosen gezimieret sîn,/ daʒ cristen man noch sarrazîn/ nie sölhes niht gesâhen./ si begunden beide gâhen,/ ze ritterschefte | |
| den goffen habtiz rinderhâr,/ an sînen sîten liebartes mâl:/ sô Sarrazîn noch christenman/ nichein pezzer ros gewan./ //Daz ros wart mit | |
| manec werlîcher man./ wie manec tûsent er gewan/ der werden Sarrazîne!/ die man hiez die sîne,/ die prüef ich alsus mit | |
| gewan/ vor jâmer nâch dem bruoder sîn/ und mangen werden Sarrazîn/ dem tôde ergap ze zinse./ ein herze daz von vlinse/ | |
| poynder reit/ der heiden vor den sînen./ under al den Sarrazînen/ was niender banier alsô guot,/ als die der künec hôch | |
| reht ersach./ in sîme zorne er dô sprach:/ ‘ir gunêrten Sarrazîn,/ ob bêdiu hunde und swîn/ iuch trüegen und dâ zuo | |
| hundert marc./ //[A]l diu zimierde dîn/ was sô, swelh rîcher Sarrazîn/ dir des gelîchen möhte,/ der wîbe lôn im töhte./ sît | |
| diet,/ als mir mîn hôher muot geriet,/ ich envlühe nimmer Sarrazîn:/ habe ich mit sünde helfe dîn/ //[G]edient, daz sî der | |
| werdekeit,/ und wie er den ruoft erstreit/ under al den Sarrazînen,/ daz er sich kunde pînen/ von hôher kost in wîbe | |
| krône/ dîner minne gap ze lône/ (trüege sölh êre ein Sarrazîn,/ als wont an dem prîse dîn,/ des wæren alle unser | |
| teil verlorn,/ und ist der schade noch unverkorn./ ir gunêrten Sarrazîne,/ etlîche mâge mîne,/ ir welt hie beiten grôzer nôt:/ iu | |
| sô unvrô./ Ernalt sagt in rehte dô/ daz im die Sarrazîne/ drîzehne der mâge sîne/ gevangen heten unt erslagen:/ ‘nu erloubet | |
| bruoder helfe erwarp,/ des sît ûf Alischans erstarp/ manec werder Sarrazîn./ alsô sprach diu künegîn:/ ‘swaz ich hie vürsten mâge hân,/ | |
| sprach er ‘trût geselle mîn./ ich wæne du bist ein Sarrazîn./ nu sag mir umb dîn geslehte/ unt dîn her komen | |
| dich schône swes du gerst.’/ im neic und sprach der Sarrazîn:/ ‘sol ich in iuwerem gebote sîn,/ ir muget an mir | |
| zîten/ der marcrâve mit den sînen/ kom sô nahen den Sarrazînen,/ daz er mit sînen ougen sach/ daz im sîn herze | |
| und alle zît./ diu hôhe wirde sîne/ über al die Sarrazîne/ was erschollen unt erhôrt./ dô was ich küneginne dort/ und | |
| lant/ daz starke viuwer möhte sîn,/ ob dâ lægen die Sarrazîn./ //[D]er marcrâve saget in rehte dô:/ ‘mir ist mîn dinc | |
| deheinez bekumbert wære./ dô kômen im diu mære,/ daz die Sarrazîne/ Oransche von grôzer pîne/ ledic heten lâzen,/ daz die wæren | |
| truoc/ krône, und sageten im genuoc/ daz al die hœhsten Sarrazîn/ ze sînem gebote müesen sîn,/ norden, sûden, ôsten, wester;/ und | |
| war?’/ dâ mit ervuor diu künegîn/ ob er wære ein Sarrazîn./ wie sîn geloube stüende,/ des enhete si deheine künde./ er | |
| enwart niht lenger vür gezogt./ si jâhen daz alle die Sarrazîn/ in ir hazze müesen sîn./ si nâmen daz kriuze über | |
| berâten/ mit senften pflûmîten./ tôren solten strîten/ mit sô manegen Sarrazînen:/ ‘wir sulen ûz disen pînen/ dâ wir gemach vinden grôz./ | |
| disen pînen/ dâ wir gemach vinden grôz./ jâ sint der Sarrazîne geschôz/ gelüppet sam diu nâtern biz.’/ si wolten daz kein bilwiz/ | |
| zem markys:/ ‘herre, mac mîn hant dâ prîs/ an den Sarrazînen bejagen,/ den lôn wil ich von iu tragen,/ und einen | |
| muost ein tjost aldâ geschehen,/ des der Franzoys und der Sarrazîn/ beide geêret müezen sîn./ der heiden sînen puneiz/ sô sêre | |
| er mit sporen sô sêre treip,/ daz sîn sper dem Sarrazîne beleip/ durh den arm, ê durh den schilt,/ mit hurt | |
| vuort des heidens sper/ in sîme schilde wider her./ //Des Sarrazînes kêre/ was wider gein Terramêre./ dâ die vier nagel sint | |
| ze bêder sît/ mit einem buhurte huoben strît,/ Franzoys unde Sarrazîne./ Jêsus hab die sîne:/ die anderen ûz al der heiden | |
| wer,/ dâ von daz kristenlîche her/ und diu vluot der Sarrazîne/ enpfiengen hôhe pîne,/ die sich sô vür genâmen,/ dô der | |
| von pfellen manec tiuwer dach./ Tybalt und die sîne,/ Ehmereizes Sarrazîne/ vuorten an ir lîben/ des man danken sol den wîben./ | |
| durh den markys./ dâ wart unverdrozzen/ durhriten und umbeslozzen/ von Sarrazînen des rîches schar./ sich samelierten dicke dar/ aber die Franzoyse | |
| brehen,/ daz des küneges kumber muosen sehen/ diu vluot der Sarrazîne:/ doch beschutten in die sîne./ //Manec unverzaget kristen hant/ wurben | |
| drî künege leite:/ dirre stern alhie bereite/ vil tjoste die Sarrazîne./ Synagûn, der manege pîne/ durh wîbe grüezen dolte,/ ein tjost | |
| vür sîne mâge und vür den sun./ waz mugen die Sarrazîne nu tuon,/ si beschutten Fâborsen?/ allez sîn flôrsen/ ûf helme | |
| unz in den tôt./ ze bêder sîte si dolten nôt,/ Sarrazîne und ouch die kristen./ dâne kunden niht gevristen/ des werden | |
| und ir este/ mit koste geflôrieret./ dâ kom gezimieret/ manec Sarrazîn durh wîbe lôn/ gein des sune von Narbôn –/ der | |
| ê die gewunnen harnasch,/ bî liehter sunnen dâ verlasch/ manegem Sarrazîne sîn lieht./ dise ehte mohten strîten niht/ ê daz in | |
| der junge Rennewart./ mit stôzen was dô ungespart/ vil der Sarrazîne./ er dâhte ‘ob ich die mîne/ ze orse möhte bringen,/ | |
| genuoc./ des ors wart dô Gibelîn,/ dar ûf er manegen Sarrazîn/ verschriet. nû sint dise ehte/ ûz Willehalms geslehte/ ze orse | |
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