Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
salter stM. (54 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| sein und fridsam. dar umb spricht der weissag in dem salter ‘diu parmherzichait und diu wârhait sint anenander begegent, diu gerehtikait | |
| also David her von alder/ uns hete gezeiget in dem salder./ vrunt, macha mir di rede ganz,/ ich gebe dir einen | |
| alsô: Cantemus domino, gloriose. Ditz gesanc vindet man in dem salter. //Moyses unde sîne liute fuoren fürbaz unde kâmen in dehein | |
| Benedicite omnia opera domini domino. Der salm stât in dem salter vil nâhen ze jungeste. //Der künic kam selbe für den | |
| irem urhab/ Zu lobe. wand er so sprach/ In dem saltir unde jach:/ ‘Diz ist der berc vollir lust./ Hier inne | |
| werk. Dar umbe sprichet künic Dâvît und klaget in dem salter: ’trehene wâren mîn trôst tac und naht; alle die wîle | |
| von sprichet unser herre von einem guoten menschen in dem salter, daz er mit im ist in dem lîdenne. Bî dem | |
| und durch got in gote. Künic Dâvît sprichet in dem salter: ich bin bereit in allem ungemache, und mîn smerze ist | |
| wirt, aleine er bedecket werde, sprichet künic Dâvît in dem salter: aleine valle in den menschen manigerleie îtelkeit, lîden und jâmerkeit, | |
| den salm macht er schône/ unserm herren ze lône./ den salter er mit wirdicheit/ den juden und der kristenheit/ macht [er] | |
| in Moyses e unde in den propheten unde in dem saltere von mir.’_(45) Do tet her en dy synne uf daz | |
| als der chunnik David jach,/ #.,von dem ich an dem salter sprach:/ ‘‘‘exortum est in tenebris/ lumen rectis,/ inder vinster ist | |
| also./ des antwurten im di tivel do,/ als an dem salter sprach David/ vor Christes geburd vil manige zit:/ #.,wer ist | |
| uz und donre geit,/ Also der gute Davit/ An sime salter da quit,/ Wen iz wol kumftic duchten:/ ‘Dine blitzen irluchten/ | |
| ist/ Ein priester und ein alter,/ Als uns saget der salter,/ Der quit: ‘du bist priester worden/ [91#’r#’a] Nach Melchisedechs orden.’/ | |
| des her willen hat,/ Als da vor geschriben stat/ Imme salter: ‘Got sprach,/ Und sin wille geschach.’/ Durch daz heizet her | |
| waz er tun und lazen ſol./ Und doruf ſpricht der ſalter wol:/ ‘Vil lute ſayn in dem mute:/ «Wer wyſet uns | |
| geschaffen,/ Und wolten auch alle pfaffen/ Dier singen messe und salter lesen,/ Ob das mugleich mochte wesen/ Das sy ymmer solten | |
| die irluhtet die zů dirre werlt geborn werdent. An dem ſaltare liſit man. daz der hirz uile harte deſ wazzereſ gere. | |
| im dô:/ ‘dixit dominus domino meo: –/ bringet her den salter gewis./ dâ vindet ir inne: ‘sede a dextris’./ disiu wort | |
| du biſt diu frone künegin,/ von der uns ſeit der ſalter,/ daz du mit manecvalter/ geʒierde al umbevangen ſiſt./ vil glanʒes | |
| jungfrauw innsprang mit irm kinde, dahien ging sie siczen yren salter lesen und sprach da manch gut gebet fur yrs kindes | |
| in das munster sah. Sie saß darfur und laß yren selter. Myn herre Gawan sah sie und ging zu ir. Er | |
| vor dem opfere nuwen ʒwo leʒʒen: die eine vʒ dem ſaltere, [45#’v] die andere vʒ den wiſſagin. Do daʒ ewangelium geſcriben | |
| ſaʒte celeſtinus der babeſt, daʒ man antifenen ſunge vʒ dem ſalter uor dem ewangelio. Da uon com, daʒ Gregoriuſ ſit den | |
| uon com, daʒ Gregoriuſ ſit den ſanc mahte vʒ dem ſaltere. Bi den ʒiten ſanc daʒ lút alleſ ſament #.:kirieleyſon#.;. Sit | |
| David ist in disem bůche das ander lieht mit dem salter, da inne er úns leret und klaget, bittet, manet und | |
| ich sie undervirnet/ In der wysheit alter,/ Ydoch ires lobes salter/ Wil ich uch lesen hie ein blat,/ Als ir mich | |
| bilcher slan/ nu jairling om einen elter/ und beden mynen selter,/ om ein kerch ein rauchvas dragen/ dan das ich lere | |
| bezalt./ Constantin, sich an,/ hetest dû zLatran/ den bâbst den salter lâzen lesen/ und den keiser gewaltic wesen,/ als er vor | |
| trat er von dem alter,/ ûz dem letznære und dem salter/ manic guot wort er las./ swaz darzuo ze tuon was,/ | |
| wil min ere nimanne gebin’. ein glose sprichit uf den salter: ‘nimant ist der sin ere durch sines frundis ere wolle | |
| venster gienc,/ mit süezen worten sin enpfienc./ //Si truoc ein salter in der hant:/ Parzivâl der wîgant/ ein kleinez vingerlîn dâ | |
| nâmet hie./ welt irz hœrn, ich prüeve iu wie."/ ame salter laser im über_al/ diu jâr und gar der wochen zal,/ | |
| diu künegîn zer kappeln was,/ an ir venje si den salter las./ der knappe für si kniete,/ er bôt ir freuden | |
| alten und die niuwen ê,/ die boten, die epistolas,/ den salter, die omêlias/ unde swaz dem glouben gap/ vestenunge und urhap:/ | |
| des anevanc hebet sih also:/ Cantemus domino,/ als an dem salter stat gescriben/ da das getihte ist an beliben./ dú endehafte | |
| den heiligen geist/ mit so wislichir volleist/ das er den salter tihte/ und wisliche dran berichte/ dú ding dú do solten | |
| iſt, da iſt ſeltten keuſch». Alſo ſtet auch an dem Saltter: «Da [!] lieb iſt ʒu druent vnd hat wider gedraet; | |
| quoniam suavis est dominus. //__Es sprichet der wissag an dem salter: versůchent und lůgent, wie suͤsse der herre ist. __Lieben minú | |
| ist also vertriben;/ wan David giht und hat gescriben/ in salter das si sehint an,/ der edel kúnig, ir alter an,/ | |
| becke unde liuhten und elliu wîplîchiu kleider, vingerlîn, armegolt, schappel, sälter und elliu buoch diu ze gotes dienste hœrent, sideln unde | |
| sînen tagen komen. Des enist niht. Wir erziugen mit dem salter unde mit anderer schrifte, daz der man ze sînen vollen | |
| vil heilige geiſt gewîſte Dauidin, der herphare waſ, der den ſaltir tichte. Er erwlte einin rindirhirte, $.s$. Amoſ, daz er wiſſage | |
| messe sprechen. Vnd die phafen, die niht priester sint, ainen salter. Vnd ieslicher brvder vnd swester hvndert vnd fvmzg pater noster. | |
| Die phaffen, $t die niht prîstere sint, die sulen drî saltere vur die lebendigen unde drî vur die tôten sprechen. Ein | |
| diseme lebende. – Der heilige David der sprach in dem selter: ‘reht also den hirtz túrstet zů dem burnen des wassers, | |
| und ein lidunge’. Von diseme sprach der prophete in dem salter: ‘#s+disposuit in valle lacrimarum#s-; er hat gesat sine stat in | |
| des mundes, daz etteliche lúte gebet heissent, also sú vil selter uzlesent? Nein, daz enmeinet er nút, sunder er meinde daz | |
| geworten mag. ___Hie wirt das wort wor das in dem salter der prophete sprach: ‘#s+abyssus abyssum invocat#s-, das abgrúnde das inleitet | |
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