Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
sæjen swV. (189 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| im bekumen./ uf den ewigen vrumen/ zu Rome sie do saten/ di lere di sie haten,/ als in Cristus gebot/ untz | |
| er sprach,/ ’der daz volc wendest um/ und crefteclichen irretum/ sewest an den luten,/ sit daz unrechte buten/ an des gelouben | |
| waren vil unvro,/ daz er nach Cristes rate/ den gelouben sate/ beide an wib und an man./ sie sprachen: ’Jacobe, sagan,/ | |
| lac/ mit des gelouben rate;/ in sin herze er im sate/ di lere, di er wol entpfie./ Johannes in do wesen | |
| Nu begonde er vaste ramen,/ wi er den gotes samen/ sewete beide her und dar,/ des nam er vlizeclichen war,/ wand | |
| welchir der vrucht du wilt, in wassir dry tage. Dorno seye si in di erde bi den andir oder von den | |
| vor legin in dem wassir dry tage, e du si seest. //Hi seczt her von castanean. Castanea gepfropt dy gedigit seldin, | |
| pfroppin. Wiltu vil rosin habin in dyme wurczegartin, so saltu seyn herte kerne der rosin, di do rif sint, an deme | |
| du den samen der saluie, der do wol rife were, setis als man andirn samen seyt in gut ertriche, si wechst | |
| der do wol rife were, setis als man andirn samen seyt in gut ertriche, si wechst vnd nymt grotelichin czu. Das | |
| rich, daz wær gelich einem manne der het guten samen gesæt in sinem akcher. do die læute slieffen, do chomen sein | |
| akcher. do die læute slieffen, do chomen sein veint und sæten im unchraut unter den schoͤnen waitzen. do diu sat auf | |
| under. do sprachen sineu læut: ‘herre, du hiet guten samen gesæt an dinem akcher, wann ist ditz unchraut choͤmen?’ do sprach | |
| aver betuͤten, daz schuͤllen wir merchen. der herre der da sæt, daz ist der hilig Christ, der sæt selber. ez sæten | |
| herre der da sæt, daz ist der hilig Christ, der sæt selber. ez sæten auch sein junger an sinen akcher. sin | |
| sæt, daz ist der hilig Christ, der sæt selber. ez sæten auch sein junger an sinen akcher. sin akcher ist elliu | |
| akcher. sin akcher ist elliu diu werlt. an den akcher sæt Paulus und ander unsers herren junger. die hiligen bredigær die | |
| wir rewe haben, daz wir unser suͤnde buͤzzen. da nach sænt si den hiligen samen, daz sint diu gebot des almæchtigen | |
| merchen diu wort des hiligen ewaingelium. die hiligen lerær die sænt so getanen samen da von diu gotes chint wucherhaft werdent | |
| dem almæchtigen got. aver der tifel und sineu chint die sænt auch ir samen. also wir nu hie haben an dem | |
| ewaingelio, do die læut slieffen do chom der veint und sæt sein unchraut under den waitz. die læut die da slieffen | |
| vlizzichlich alz si solten. der veint der daz unchraut da sæt daz ist der tifel. daz unchraut daz sint die uͤbeln | |
| gelichnuͤzze. er sait in von ainem mann der gie auz sæn sinen samen. do in sein hilig junger vrakten waz diu | |
| von der er menschlich pild an sich nam und begund sæn sinen samen und begond auch sæn daz hilig ewangelium daz | |
| sich nam und begund sæn sinen samen und begond auch sæn daz hilig ewangelium daz man nu prediget in aller der | |
| daz man nu prediget in aller der christenhait. do er sæt, do viel etlichs zů dem wege und wart zetreten und | |
| uns an sehen die vogel die da vliegent, $t die nesænt nicht, die ensament nicht in den stadeln und furet si | |
| sie des kindes ist genesen/ daz mines libes verch dar sæte./ ob der reine got mich bæte/ der vart uz sinem | |
| daz ez des samen was/ den Rennewart uz sime libe/ sate sinem reinen wibe./ ‘si Malafer niht diu selbe sat,/ so | |
| alles machen:/ pulver von manigen sachen/ uf die kuͤnge wart gesat./ swaz crut und wuͤrtze namen hat,/ bi den kuͤngen man | |
| heiden/ urlaub alle namen./ dem hete diu minne ir samen/ gesæt in daz hertze,/ den twang also der smertze/ daz er | |
| sere,/ diu frůht diu von Terramere/ was in die heidenshaft gesat,/ daz got im die benomen hat/ und ir selbe růchet | |
| tode kamen./ Gabriel den selben samen/ der maget mit worten sæte./ der werde, reine, stæte/ Johannes sach gar die taugen/ die | |
| sâmen/ gie ein man ûz drâte./ dô er den sâmen sâte,/ sîn viel ein teil ûf herten stein./ wan dâ niht | |
| der sâme ist daz gotes wort:/ vil wîte man daz sæjen siht,/ daz ez doch wuochers bringet niht./ der dâ viel | |
| dienst hât bereit./ vindich an dir den selben muot,/ sô sæje ich mînen sâmen guot/ mit lêre in daz herze dîn/ | |
| geseit./ ist dîn herze steinîn gar/ und dornic, ob ich sæje dar/ guotes sâmen gewin:/ wil dû hân sô kranken sin,/ | |
| dort snîdet niemen anders niht,/ wan als in got hie sæjen siht./ swer hie sæjet in den tôt,/ der snîdet dort | |
| niht,/ wan als in got hie sæjen siht./ swer hie sæjet in den tôt,/ der snîdet dort des tôdes nôt./ swer | |
| den tôt,/ der snîdet dort des tôdes nôt./ swer aber sæjet in daz leben,/ dem wirt ein leben dort gegeben,/ daz | |
| rîche,/ daz ich mit gotes râte/ dir in dîn herze sâte/ den kristenlîchen sâmen/ und dich hie lêrte krâmen/ den stein, | |
| ein ende gît./ got sante Jôsaphâte/ den sâmen, den er sâte./ des küneges reinez herze bar/ hundertvalten wuocher gar./ dem künege | |
| jar,/ also das der bu ist irwert/ das nieman snidit, seit noh ert./ nu bin ich vor iuh in diz lant/ | |
| einem fúre/ und pulvert ez ze pulver gar./ das pulvir sater vor der schar/ in ein wazzir und hies ez sa/ | |
| genzecliche/ die stat das er uf ir ungewin/ ze wuͤstunge sate drin/ salz, das si zirgienge/ und niemir mer empfienge/ von | |
| golde uf sinen schilt genat;/ Dikke uf sine teke was ges#;eat $[*6*zersat M$]/ Menic guldinr loͮw,/ Dis was des schilt von | |
| der kurbiz ezzen. der sal pheffer vnde ingeber dar an seen. //Pforre ist heiz an dem dritten gradu. vnde trucken an | |
| man iz mischin mit suzeme tranke. Jst iz gesalzin. so sehe dar in girstin mel zcwir ader dristunt. vnde seigiz durch ein | |
| natur den samen nicht uindet in dem nirn den si seen wil. so samint si uon andirn liden swaz si uindet | |
| muen. Da uon geschit. der ane maze minne pflit. der seet uor inngist blut uor samen. des der lip wol bedorfte. | |
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