Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ruofære stM. (20 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| und alle die dâ wâren. Der künic hiez ruofen sîne ruofer: swenne si hôrten von musica an dem seitenspil $t singen, | |
| si gewunnen die hantveste./ zehant hiez der tugenthaft man/ die rüefer ûf die merkte gân,/ die ruoften, swer Wiennern solt/ phenning, | |
| mit dem korn,/ ê daz si werden vlorn./ heiz di rüefer ûf stân/ und heiz di armen für mich gân./ ich | |
| korns vil,/ dar umb ich pfenning niht enwil.’/ dô di rüefære/ sagten daz mære,/ daz der herr Pharaô/ hiet geschaft alsô,/ | |
| gotheit bat,/ dô hiez er an der selben stat/ einen rüefer ûf stân/ und ûf ein hœch für in gân./ der | |
| ûf stân/ und ûf ein hœch für in gân./ der rüefer tet in dâ bekant,/ er sprach: ‘mîn herr iuch tiur | |
| komen mohte,/ do begund er zorniger von in gên./ die rüefer hiez er ûf stên;/ die ruoften, daz di liut schôn/ | |
| hof kêren/ mit harnasch und mit êren./ er hiez zwelf rüefer ûf stân,/ in merkt und in stet gân,/ und hiez | |
| __Dô der künic erhôrt/ des wîssagen wort,/ dâ hiez er rüefer ûf stân,/ die ruoften, ob dâ ieman/ sich gên dem | |
| ieslîchz fünf hundert man/ wârn dar inn schôn bereit./ zwên rüefer ruoften, als man seit,/ under dem her über al/ ruoften | |
| in daz ore luͤten/ und in vil sere muͤten,/ beide ruͤfer und spilman,/ vor den man niht geruwen kan,/ und ander | |
| zuo der zît dâ lâgen/ und kreftiger lande phlâgen,/ der ruofær wurden wol drî/ umb ir unnutze krî/ sô übel gehandelt,/ | |
| kuͤnc wisen./ die bat er daz si shuffen,/ daz ir ruͤfer kuͤnden rufen/ daz ie der kristenliche man/ soͤlte ein cruͤce | |
| vil/ dar braht an dem selbin zil,/ das man die ruͤfere von Gote/ verbieten hiez in Gotis gebote/ das nieman dez | |
| der oigin wolte./ __ Nu riefen in dem her also/ ruͤfere die das kunten do:/ swer sih des wolte nemen an/ | |
| die vremede sind oder verre. 54. Von deme ambehte des rûferes. /Der rûfere sal bî dem marschalke sîn geherberget, $t unde | |
| sind oder verre. 54. Von deme ambehte des rûferes. /Der rûfere sal bî dem marschalke sîn geherberget, $t unde swaz der | |
| im in daz ore luͤten/ und in vil starcke muͤten/ ––ruͤfær und spilman,/ vor den man niht gerůwen chan,/ und ander, | |
| gerenden lip,/ man zvge in mit worten hin./ ir eren rvͦffer ich bin,/ damit wil ich ir grvͦz beiagen./ sol ich | |
| durh daz rîche,/ unt si tætenz ouch billîche./ des küniges rüefær al den scharn/ gebôt, si solden smorgens varn/ gein Orlens |