Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ruochen swV. (454 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| uil michilen schaz/ her ime dicke brachte./ der herre niene ruchte/ niecheiner kuninclicher gebe:/ her wolde immer arm wesen/ in diseme | |
| schaz her besaz./ sineme libe wart luzil deste daz:/ her enrůchte nuwit umme daz gůt./ sinen brůderen her gebot/ daz sie | |
| taten./ ir uater sie baten/ durch sine gnade/ daz her růchte intfahen/ den pristirlichen namen,/ wande her in uon rechte solde | |
| do begunde her sich uillen/ durch den gotis willen/ nů rů che her uns ce wegene,/ daz vns got růche ze uirgebene/ | |
| willen/ nů rů che her uns ce wegene,/ daz vns got růche ze uirgebene/ durch sine gvͦte/ unser manigen meintete./ Do der | |
| minne/ vn̄ durch sines schepperis willen/ daz her zvͦ ime růchte kvͦmen/ vn̄ ime mit rate wolde urůmen,/ wie her die | |
| Tibere trugen/ vn̄ wurfen sie in daz wazzer,/ vn̄ ne ruchten war sie uluzzen/ vn̄ liezen is got phlegen/ wa sie | |
| waz si suohten; $s si sprachen, sin wonunge, ob ers geruohte./ er hiez si nach ime gen, $s er liez si | |
| so suln in die suochen, $s von swem er sin ruochet./ in den himelisken choren $s der rat der sol si | |
| senft mit iren genâden sam der stain mit seinen kreften. ruoch, ob ain sündær ist in leiden, der iren namen êrt. | |
| unde gebain,/ unde daz, daz von im muoze leben,/ dem ruoche er sinen gaist ze geben./ also samnot er chunnescaft/ zwiscen | |
| der uns vertilige unser mail/ ze himele unser sipetail./ du ruohte unser opher sin/ von der magenchrefte din:/ von diu nim | |
| obirwisen microcosmus,/ di minre werlt, sprichet zu duze daz,/ ich enruche uf der bosen haz./ dem boum wil ich uf stigen/ | |
| zu dutze altissimi./ daz spricht zu dute des hosten./ ich enruche um di bosten,/ den dar an nichte genuget./ iz wart | |
| si mit schoner vug/ des lebenes holz wol heizen./ ich enruche ab sich do von reizen/ di valschen mit den andirn | |
| als er in Jerusalem; dâ wasche ich mich ûz.#.’ Ditz enruochte Helyseus, er enahte ûf sîn guot niht, wan er was | |
| Als Salomon sprichet dort/ Canticorum dem buche/ Uf si: ‘dekeine ruche,/ Tochtre von Jerusalem,/ Mine swertze mir bequem!/ Glichet mich nicht | |
| die ware sunne,/ Cristus, der werlde wunne!/ Bedenke sine gute!/ Enruche wer din hute/ Undir diner viende schar!/ Venye im offenbar/ | |
| herzen hus.’/ Diz capitel ist nu us./ __Swer siner glosen ruche,/ Der lese in dem buche/ Apocalipsis genant./ Vil wol ist | |
| söltest dich gote genzlîche ergeben mit allen dingen, und dâ enruoche dich, waz er tuo mit dem sînen. Ez sint tûsent | |
| sie würken, meinest dû in aleine, er welle oder enwelle. Enruoche ouch dich, swaz wesens oder wîse got iemanne gebe. Wære | |
| Lâz got würken in dir, dem gip daz werk und enruoche, ob er würke mit der natûre oder ob der natûre; | |
| für wunder seit./ die sînen hof suohten/ und sîner gâb geruohten,/ der was mêr danne vil,/ der ich aller niht schrîben | |
| gar zorniclîche:/ ‘diu nâter hab den fluoch,/ daz ir nieman enruoch,/ und werd als eislîch getân,/ daz beidiu wîp unde man/ | |
| bestân,/ wan got hât dich verfluochet,/ daz er dîn niht enruochet.’/ dô er dô her ûz gie,/ ein riuwe er in | |
| der red antwurt zehant/ der vil leide vâlant./ er sprach: ‘ruoch, wer ich sî,/ ob ich [dir] tuon der sorgen frî/ | |
| bestatet in als einen man,/ der von künig sî geborn./ enruocht, tuo ez dem künig zorn;/ ez wirt im her nâch | |
| niht komen,/ wan swer dîn genâd suochet/ und dîner gâb ruochet,/ dem gît dîn gotheit, swenn si wil,/ freud, êren und | |
| ‘wâ sol ich in suochen,/ ob ich des mannes wil ruochen?’/ er sprach: ‘er ist verborgen/ under juncfroun mit sorgen/ und | |
| mir hâst brâht?/ des hân ich doch gedienet niht;/ ich enruoch waz mir fürbaz geschiht.’/ des antwurt im der künic dô:/ | |
| möht nieman komen dar./ er sprach: ‘wil sîn mîn abgot ruochen,/ sô wil ich ez versuochen.’/ __Zehant hiez er bereit sîn/ | |
| hinn gemach/ haben mit hulden,’ sprach er,/ ‘sô wil ich enruochen, wer/ die spîs von hof nemen sol./ zwâr ich enbir | |
| wie ich die phenninge/ zetlîchem nutze bringe,/ die dû mir ruochtest beveln./ ich enwils niht langer heln,/ daz sint mîn witze | |
| wâr,/ driu und sehs hundert jâr,/ daz des got êrste ruochte,/ daz er den menschen suochte,/ der sîne hulde het verlorn,/ | |
| gnâde teile./ diu ist allen den veile,/ die sîner helfe ruochent/ und sie mit triuwen suochent,/ beide wîben unde mannen.’/ der | |
| und wære ein gemeiter vol,/ der in wol begienge./ ichn ruochte, ob er hienge,/ der des ie gedâhte,/ daz er mirn | |
| dicke missevarn/ und sich der êren sô bewiget,/ daz er enruochet wâ sîn lop geliget./ des ist diu minne vil gemeit:/ | |
| den smerzen dir vertrîbe,/ diu kan manegen segen guot.’/ ‘ich enruoche, weder ir tuot./ ir müet iuch allez âne nôt,/ daz | |
| dîn êre/ und gêt dir selber an den lîp./ ichn ruoche, ez hât manec wîp/ alsam ode wirs getân./ wie tœrlîch | |
| himel stigen/ und dem kriuze dâ genigen/ und sumelîche des geruochten,/ daz sie ir venje suochten:/ sô was der künec selbe | |
| im. meister wir wizzen wan dv warhaft bist. vnd dv enrvechest vf niemant wan noch dv sihest niht in daz antlütz | |
| ich wil daz her also blybe biz ich kume, waz ruchistu? volge du mir.’_(23) Dese rede uz gynk undir den bruderen, | |
| ich wil daz her also blibe biz ich kume, waz ruchistu?_(24) Diz ist der junger der diz beczuget unde beschribit iz, | |
| czar./ ouch mochte sy en gereychen nicht,/ sy sprach: ‘in ruch von ungeschicht,/ wer uf mich wurfe [70r] synen nyt/ unde | |
| er den man an chomen, $s forht daz er in negeruochte fernemen,/ ob er im ieht geriete $s daz er is | |
| $s sô stânt si unde lachent./ //Der almahtige got des geruohte $s daz er Abrahamen besuohte,/ ob er in wolte minnen | |
| daz er mich vervluoche $s und mîn mêre ze sune inruoche.’/ /Si sprach: ‘der vluoch stê ane mir, $s tuo dû | |
| si sîn got wolde loben $s daz er in ire geruohte geben./ si dûhte sich gnuoch hêre, $s si negebar nieht | |
| eidime zuo:/ ‘ich hân wole besuochet $s daz dîn got ruochet,/ und hân wole ervunten $s daz von den stunten/ unt | |
| $s ub er sîne minne nenâme,/ ub er aver ire ruohte $s daz er sich des iemer froute/ unte wolt des | |
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