Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rüegen swV. (63 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| sente Paulo./ do gienc her allenthalben/ zvͦ den altaren/ vn̄ rugete sich sere/ siner missetete./ michil was sin gute./ der selige | |
| heidenin dâ hete; und derselbe hiez Zambri. Der wart Moysi gerüeget von den liuten umbe die selben schulde. Er sante nâch | |
| Fraysse gross und ungezeltt/ Dem andren hie fügtte./ Lützel ieman rügtte/ Ir baider schnelles kempffen./ Sich begunden krempffen/ [171#’r] Ze samen | |
| vor mir geschriben./ #s+Judas#s- zum ersten ist bliben/ [95#’v#’b] Durch sines samen zierde,/ Doch waz her der vierde/ Mit der geburt, | |
| gesehent;/ da von si im hailichait jehent.’/ an disen dingen ruͤgten si in./ du sande Pilatus da hin/ sein leufel, ein | |
| dem wage:/ [254#’v] ‘Ich han mit jomers plauge/ Üch gefrümett arbeitt,/ Zierlichen ritter gemaitt,/ Daz müss mich rüwen iemer./ Ich wil | |
| helle we,/ Und im dort nicht genugete,/ Der unser bruder rugete/ Vor Got den tac und die nacht,/ Wen im ist | |
| soltu pewaren/ Das du in der peichte dein/ Einen andern ruegest, das sol nicht sein./ Hab dier yemant icht getan,/ Das | |
| Do sprach fraw Gewissen: ‘ob ich solde/ Dich ze recht ruegen,/ So mochte sich wol gefuegen,/ Dir wurde der puesse mer./ | |
| ist von allen lugen frey./ Mir zimet nicht das ich rueg dich,/ Du soldest haben underweiset mich/ Und getwungen mein fumf | |
| wol schriben kůnde/ Jheremias uz sinem můnde./ Ein ander ruͤger růget dan:/ Din gewißen, die da kan./ Wer sin gewißende hat | |
| dîne jugent’./ $sVil schiere wâren di hêrren erslagen./ ze hove ruogte man den kapelân./ si sprâchen, daz er kamerâre wære/ und | |
| was ergangen/ enzwischen dem rômischem chunige unt dem herzogen,/ man ruogt in aver dâ ze hove./ Româre sprâchen alle ubelîchen dar | |
| die wârhait erziuge,/ daz sîn allen disen sent genuoge./ waz ruoche ich denne umbe dîn ruogen?/ $sDer jude im die rede | |
| iemannen, der ſie beſchir[68#’v]me, oder die %/vbilen iemannen, der ſi ruͤge? Do ſprach der meiſter: Niht. Wen iegelicheʒ herʒen gewiſſenheit, alſe | |
| und hielten mich doch vil sere ze vare. Dú warheit ruͤgete mich, dú vorhte schalt mich, dú schamme geiselte mich, dú | |
| in min capittelhus gan. So kumt min unwirdekeit $t und ruͤget mich, so kumt min unvlis und beschuldet mich, so kumt | |
| des abtes von Admunde,/ der ouch zaller stunde/ gegen dir geruoget ist,/ daz er ze maniger frist/ mit sîner valschen lêre/ | |
| sin warum,/ wand ez mir nicht envuget./ daz buch gentzlich ruget,/ wi Paulus daz erwelte vaz/ leides harte vil besaz/ und | |
| mænclich tů als im vuoͤge./ nu hoͤret, waz ich hie ruoͤge,/ ain m%<ære uz der alden e./ ich habe gelesen in | |
| wizze, iedoch wil er durch unser hail daz wir uns ruͤgen mit der hiligen biht. swie er unseriu werch, unser gedænch | |
| dehain witze umb liden schuͤlen. von diu schuͤl wir uns ruͤgen und schuldich geben unsern vinten uns selben mit soͤlicher urteil, | |
| suchen vil tief in den gedanchen wa wir missevarn haben, ruͤgen uns mit worten, bůzzen mit den werchen amen. Dominica in | |
| wir aver an den armen dehein suͤnde vreischen die man ruͤgen und nicht verswigen sol, da muͤgen wir zwen loͤn an | |
| ein rich man, der het einen amman der wart im geruͤget daz er sein gut zefuͤret $t het. do gebot im | |
| in die christen der er da æchte datz unserm herren ruͤgten. der christen waz Ananyas einer der zů unserm herren sprach: | |
| herre, der almæchtig got, do er von den christen so geruͤget wart. do er ze Damasco varen wolt, do chom ein | |
| vermæret datz dem almæchtigen got: ob er unbarmhertzich ist, so ruͤgent in die engel die eins ieglichen menschen werch und wort | |
| da choment die uͤbeln geist die uns verraten habent und růgent uns, daz si uns mit in ze den ewigen ungenaden | |
| kuͤnginne/ hat mir daz leit gefuͤget/ daz ist min lip geruͤget/ zu unsælden und zu shande./ ob reht din lip erkande/ | |
| wette/ die ie sin lip getruͤge./ ‘dem appet ich gerne ruͤge/ daz ir mir tůt so gůt gemach,’/ Rennewart hin zů | |
| gůt.’/ __Eins tages ez sich fůgte/ daz er sich selben růgte/ wider alle sine gesellen./ er sprach: ‘min manlich ellen/ daz | |
| der welte angesiht./ dâ wirt vür wâr vergezzen niht,/ man rüege dâ, swaz alhie/ des lîbes leben ie begie./ den erwelten | |
| stânt:/ ir sünden schame, ir missetât/ von gote ein schamendez rüegen hât./ ir sünden werdent sie geschant/ und in daz helleviur | |
| bete/ und einin kúnig in fůgte,/ den sin gebot im růgte/ nah sinis willin lere./ do sumde sich niht mere/ Samuel, | |
| guͤte machen schin/ Und mine unkunst wol fuͤgen/ Und frúntlichen ruͤgen,/ Ob ich unkúnstliche han/ Disen m#;earen her getan:/ Swas min | |
| krúze wart erhangen. Ich wart vúr Pylatus schamlich gestellet, valschlich geruͤget, toͮtlich verdamnet; sú stůnden gegen mir mit grúwlichen ogen als | |
| an gesehen. __VI. Du wurd vor Pylato schamlich gestellet, valschlich geruͤget, toͮtlich verdampnet, __VII. Du, Ewigú Wisheit, wurd vor Herodes in | |
| dem richter so [65#’v] gar demuͤteklich, do wurd du valschlich geruͤget, und wie du gottes sun w#;earist, do schrúwent sú mit | |
| wurd vor den richter Pilatus gestellet und vor im falschlich geruͤget und von im von dinem kúnigrich gefr#;vaget; do sprecht du: | |
| guot ist, sô ist er iezuo arcwænic. Des mac in rüegen der kinde muoter oder ir base oder ir muome oder | |
| ir muoter mâge oder der herre oder der rihter; die rüegent wol ze rehte alle. Die der kinde phleger sint, si | |
| uurſte uon Perſia? Daz waſ der ubele tieuel, der tagelichen roͮcte die lûte uor gote unde îetian ir ſunde uor gote | |
| arme uolc, daz ein ander engel uor gote ubellichen $t roͮcte, uon diu iſt ſin herer name under anderen engelen mit | |
| daz ir engele, die ſi behoͮtent unde got wîleclichen beſcoͮwent, roͮgent unſ uor dem oberſten rihtære, $t uor dem nehein ſunde, | |
| die ſtât, da wir uor ime uerroͮget werden uon den roͮgenten engelen, da ze antwrte ſint getriwe $t erteilære. Daz ſelbe | |
| tieuel alle unſer ubeltæte uur breitet unde alle unſer ſunde roͮget, daz er mit ſinen undertanen, den heiligen engelen, unſ da | |
| $t iht verderbe. 35. Wie sî einander manen sulen unde rûgen. /Ist daz ein brûder wirt gewar eines anderen brûderes heimelicher | |
| bîhte unde daz man offenbare $t schulde in deme capitele rûge unde darumme $t dâ entphâhe gevelliche bûze, daz alsô die | |
| ordenes âne allerhande $t entschuldegunge der capitel, dâ er wirt gerûget, genzelîche sule gelouben. [Wirt aber sint daz werlîche ervaren, daz | |
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