Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
ruch stM. (39 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| Uz der erden vuchtikeit/ Wirt im varwe mit zierheit,/ Smac, ruch, und art gegeben./ __Merke hie wes diz leben/ Si, in | |
| Und sich selben vorzucken:/ Die heizen wurtze vorwar./ Sie geben ruch offenbar/ Al der werlde mit bilde,/ Gut sint sie unde | |
| __Die slehe hat wizze blut./ Samfte deme houbte tut/ Ir ruch in den geziten,/ Biz daz die bluete gliten/ Hin wec | |
| Ungemute, swi daz si,/ Tunt sie alle herze vri;/ Von ruche zurnen wichet,/ Glanst dem herzen ..,/ Vreude gantz sinen cellen./ | |
| sy mit yrme hare, unde alliz daz huz wart vol ruches von der guten salbyn._(4) Do sprach eyner der jungern, Judas | |
| stat, da sie lac,/ Daz dehein boser smac/ Noch vbel ruch quam dar abe./ Iegelichen truc man zv grabe,/ Als man | |
| ir ie mer hete./ Da was nacht vn2de tag/ Suzzer ruch vnd suzzer smag./ Gerouch si ein sicher man,/ Sine gesunt | |
| er ioch were tot|gewu1nt./ Des wart hector gesunt:/ Vo1n dem ruche er genas,/ Swie er tot|wu1nt was./ Daz fierde was vo1n | |
| enspringet/ Vnd der vogel singet/ Vn2de langet der tac/ Vnd ruch vnd smac/ Svzzet vf der owe,/ So daz gras vo1n | |
| Vf sin houbet eine krone/ Mit gesteine harte schone./ Gut ruch, gut smac/ Vo1n wurze1n viel dar inne lac./ Zv ere1n | |
| wege durch einen spruch./ Do Crist an roch des todes ruch/ Und her daz heimelich gebet/ An Got sinen vater tet:/ | |
| gluot/ begonde ir herze enphlammen./ daz gab ir sô heizen ruch/ daz si dich durch den selben spruch/ ze kinde enphienc | |
| sterket den magen unde heilet di brust unde hat guten ruch unde smac. // Abrotanum heiset zu dute ebreze. Das crůt | |
| stet. Si ist ouch gůt genutzet wider di vurgift. Der ruch von der ebreze vertribet di slangen. Si ist ouch gůt | |
| bestrichen, swa di natere oder di tarant gestochen hat. Sin ruch vertribet ouch allerhand wurme, di vurgift tragent. Der knoblouch gestossen | |
| man im vor di nasen, her wirt mechtec von dem ruche. Poley gepulvert unde an das suchtege zanvleisch geriben, vertribet das | |
| bestrichen, hilfet das duwinde houbt. Der gebranten collen rouch oder ruch vertribet di natern unde allez, daz vergift treit. Vor tyerez | |
| her wol douͤwet, unde gessin gibt her dem munde guten ruch. // Citewar ist gůt genutzet wider di vergift unde da | |
| ganz geswolgin, sterbit di spulwurme. Zitewar gessin vertribet dez knobelouchez ruch uz dem munde. // Kariofoli, neilekin, di sint heiz unde | |
| is,/ des du al zit gesadet bis,/ geruͤrd sin suͤʒe ruch ir herze,/ de in dir heilet allen smerze, –/ sicherlich | |
| herzen smachen/ diͤ geistlich welde kunnen machen, –/ bitz de ruch siner suͤʒer minnen/ ir geistlich ruchen gelavd enbinnen,/ bitz si | |
| sprach,/ dů ich ersach sin liͤchten dach./ //Ind dů sin ruch min herz ümbviͤnc,/ so groʒ liͤchtsin$(Hs.:nit sin) mich anegiͤnc,/ dat | |
| ser damide,/ dat ich entbrand an sinem vride./ van sinem ruch entbrand ich so sere,/ dat mir alle sach was unmere,/ | |
| Mit andern frawen by ir wol,/ Daz ez wart sußes ruchs so vol,/ Daz uns nam alle wunder,/ Ob ein muscat | |
| scuͤt itswanne van den menschen to stole geit von boseme roken vnde von roringe der arczedige, so saltu eme geuen warm | |
| ob ich inzogin worde fon den creaturen und fon dem roche des irretumis. ich were noch seliger ob ich volgite der | |
| lustlich sich erblute,/ daz sich von irre kuscheite/ ein kuschlich ruch zuspreite/ an allerhande lute,/ als ich uch daz bedute:/ ob | |
| ceder boume,/ wand er an sime doume,/ der sich mit ruche von im spreit,/ verjaget swaz virgift treit./ swelch tier an | |
| da er stat,/ daz wichet hin sanzuhant,/ als im der ruch wirt erkant./ Nu diz bestunt manigen tac,/ daz sich di | |
| eren wart im bruch./ von im gienc also bose ein ruch/ in di wite hin dan,/ daz in vloch ein ieglich | |
| in des kuniges palase/ ist uf daz hoste ein suzer ruch,/ der sich ergibet an underbruch;/ sin vreude ist immer nuwe./ | |
| hinevart./ von der genaden uf bruch/ wart ein so lustlicher ruch,/ der mit grozer suzekeit/ wart umme den licham do vil | |
| mit tode an des lebens bruch./ wir han entphunden guten ruch/ und dar an gantzen vorboten,/ daz du vleisch habes gesoten,/ | |
| enpor,/ an siner laden uf bruch/ quam ein also gut ruch,/ also wit und also groz,/ daz er daz lut vil | |
| disme ellende/ got di reinen sele nam./ hi mite ein ruch den luten quam/ suze unde wol gesmac,/ der witen sich | |
| der kirchen alda/ und werte volleclich dar na/ mit gutem ruche siben tage./ sus was uz aller clage/ di vrouwe in | |
| vrucht, als ist is wol merclich, das allirleyge edil traginde ruch gegossin in eynen boum, als balsam, bisym, walrot vnd alloes, | |
| das vas vnde merkin vlislichin, ob di hevin keyner bosin ruch habin. Habin si den, so wisse, das der vs gevullete | |
| vs gevullete wyn wil vorterbin. Dorno wen y grozer der ruch der vulikeit wirt, y neyr der wyn ist der wandelunge. |