Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
roubære stM. (61 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ain wolf und ist ain ungetrew tier und ain rehter rauber. die wolf zereizent der vischer netz pei dem mer, wenne | |
| und sei ain küng aller vogel. er ist ain grôzer rauber und lebt neur des flaisches. er hât gar ain starch | |
| ain gans allzeit und rekt den hals auf, daz der rauber, der ar, iht köm. diu gans erkent wol den arn | |
| haimleich früht suoch, der schrei klain dâ von, ê die rauber im den schatz versteln. Plinius spricht, die henn tregt diu | |
| dem flug. der wei ist gar ain zucker und ain rauber und lâgt aller maist haimischer vogel und ist dem habich | |
| der âmaizen strâzen und setzet in lâg, reht als ain rauber, und wenn si an ir arbait gênt, waz si dann | |
| mein sêl, kêr wider zuo deinem pesten freund! //VON DEM RAUB#.ÄR. Spoliator haizt ain rauber. der wurm ist goltvar, sam daz | |
| zuo deinem pesten freund! //VON DEM RAUB#.ÄR. Spoliator haizt ain rauber. der wurm ist goltvar, sam daz puoch spricht von den | |
| landes, sô pînlîche wege, berge und tal, wiltnisse und mer, rouber, morder lîbes und guotes dicke vert und lîdet grôzen gebresten | |
| hant!/ wer schaffet uns nû guoten frid?/ wer hæht die rouber an die wid?/ und alle ungereht liute/ die schutt er | |
| ez was geschehen zehant/ von einem grôzen einlant./ dâ wârn rouber inne/ die riten nâch gewinne;/ die selben hêten ez getân,/ | |
| an dem woldan riten./ dâ wart vil eislîch gestriten./ __Der rouber wurden vil erslagen./ des strîtes süll wir nû gedagen/ und | |
| sînen ledic wâren,/ die sach man mit im varen./ die rouber gap er schône/ dem heiden ze lône./ des danct er | |
| muz er tage und nacht/ mit ungenaden sin bedacht./ Ein rouber uf der strazze/ der hat ettelich mazze,/ der roubet, swenne | |
| niht wol behut:/ so ist er wandelbere/ und ein sundick roubere./ nu sage, weder geloubest du/ daz ez Got mit unrecht | |
| Got gar versaget./ des wirdest du vurbaz beklaget/ danne ein rouber oder ein diep tu/ den sin armut bringt dar zu/ | |
| sage dir dank. wan ich bin niht als ander menschen. ravbere. vnd gerehte. eprechere. vnd als dirr offen sündere. ich vaste | |
| ich danke dir wen ich nicht byn alse andir lute: rouber, ungerecht, e brecher unde ouch alse dirre offenbare sunder._(12) Ich | |
| Uff l%:ichtes helmes obe tach./ Doch müste werden schwach/ Des robers lib und leben:/ Dem tod ward sin vel gegeben/ __Sin | |
| Dem tod ward sin vel gegeben/ __Sin schwertt was der rober hagel:/ Starke nietten, mangen nagel/ Zerschr%:itt des hochgelopten schwertt./ Iettlicher | |
| sult furbaz hoͤren:/ Kirchen, closter stoͤren,/ Muͤniche, nuͤnnen schreien,/ Und reuber, diebe heien./ Daz boͤse volk verworhte,/ Daz vil suͤndet ane | |
| howen,/ si nemahten niht getrûwen/ der jâmerlîchen mære./ die laidigen roubære/ hiezen in ze ezzen geben./ diu frouwe îlte daz kint | |
| der sint zwai./ geruorest dû daz unrehte vingerlîn,/ daz dû roubâre wil sîn,/ wil dû uns unrehte tuon,/ si zerbrechent dich | |
| daz rat –/ hai welch fride dô wart! –/ dem roubâre den galgen,/ dem diebe an diu ougen,/ dem fridebræchel an | |
| was, der iſt nu diemutic worden, der ê diep vnd rauber was vnd den luͤten das ir nam, der geit nu | |
| schein/ dem gelîche als er wære/ ein diep und ein roubære./ wir bâten uns die mære sagen,/ von wannen er hæte | |
| milte wiedder die durfftigen. Er můst allwegen gereyt syn die reuber und die morder zu unern und von dem weg zu | |
| ir fynd nicht zurstörn noch das ir nemen, es syn reuber oder ungleubig lut. Sol die heilig kirch bestanden syn mit | |
| Vbermůtige, vnkuſche, vngetruwe, freʒe, trenker, manſlecke, diebe, lugener, meineider, ſchelter, rouber, gitige. Die daran werdint funden, die varent ʒe hellen vnde | |
| got geſehin. Jch frówe mich von dinen worten, alſe der rouber, der uil roubeſ $t vindet. Do ſprach der meiſter: Nu | |
| underlas und verwisset im, das er nie barmherzig wart. Den roͮber beroͮbet er selber und bevilhet in denne sinen gesellen, das | |
| ane mine schulde. Owe leider, wie vil dike koment die roͮbere der unstetekeit und benement úns disú cleider; wenne wir úns | |
| / welch mensch nature formet drin, / das wirt ein rouber und ein dieb. / ouch nach des zeichens art/ es | |
| binde^. unde ſal un vur girichti vuri, alſi einin rechtin roiberi, unde ſal ubir un richti, is he ein gaſt^. Ab | |
| haben wir ihteſiht wider der mæiſterſchaft willen, ſo ſin wir ravber, haben wir ihteſiht an ir willen, ſo ſin wir diebe. | |
| die noch den geist der schalcheit habent, daz sint die raubær, daz sint die dieb, die brennære und die chirchbruͤchel, die | |
| uͤberhurær die vertailt got selber. der ein diep und ein raubær sei untz her gewesen, der da mit fuͤnden wirt, der | |
| Peter mit innenchlichen zæhern ze hulden chom. der diep und rawær sei gewesen, der sech wie der schachær ze hulden chom | |
| gesetzet sint der christenheit, daz sint alle uͤbel richtær die rawær und abprennær sint, die ir undertanen verdrukchent und nement in | |
| daz ich nicht bin alsam anderiu læut. ich enbin nicht raubær noch unrechter man noch ein uͤberhurær, ich enbin nicht sam | |
| dir genade daz ich nicht bin alz anderiu læut die raubær sint, die unrechtiu læut sint. ich enbin auch nicht sam | |
| an sinen rat:/ daz ime nicht gezeme,/ ob ich ein roubere were.’/ Karl der riche/ sprach gezoͮgenliche:/ ‘ir irret iz allen | |
| überwant,/ dô jach ich daz er wære/ ein æhter, ein roubære/ und sant im durch spils gelimph/ kindes kurzwîle und schimph:/ | |
| sêre mich;/ diz wær mir iemer swære,/ würdich sus ein roubære./ des guotes wir bedürfen niht/ noch der kranken zuoversiht,/ des | |
| in künden,/ daz sie gar in ir zîten/ wâren Sôdômîten,/ roubære und zouberære/ und valsche trügenære,/ ortvrumære unrehter trüge,/ tihtære schädelîcher | |
| ‘nû mah mih rûwen, daz ih leben,/ wande mir dise roubêre/ mûwit alsus sêre./ di sâlde volget sînen vanen./ ih vorhte, | |
| ‘du hâs des grôze scande,/ daz du Alexandre/ dem ungetrûwen roubêre/ ie gebûtis êre./ du hâst gehôet sînen mût./ jo ne | |
| dar ane stunt gescriben sus:/ //‘Hie veret after lande/ der roubêre Alexander/ und gewinnet lutzele statelîn./ si mugen wol vertorben sîn,/ | |
| was unmâzlîchen vile./ ih wil bestân mit nîtspile/ disen selben roubêre./ joh mûwet mih vil sêre,/ daz ih dise rede tûn | |
| bistu so verwasen,/ armer, tumber, touber!/ du bist din selbes rouber./ nu beschow selber dich,/ wie gůt du sigist, wie liep, | |
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