Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rœten swV. (27 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| di schrift mir gesworn,/ daz her an dem cruze wart gerotet/ und mit slegen also genotet,/ daz di engele sprachen sider,/ | |
| rede noch baz beduten./ di rote da mete sine hut/ gerotet wart, herzliche trut,/ was daz blut daz uz sime libe | |
| gestân./ ein lamp süll wir tœten/ und mit dem bluot rœten/ sîn gewant, daz er hât an getragen,/ und süllen mînem | |
| die gürtel sîn./ manic wâfenroc sîdîn/ sach man dâ vast rœten/ von bluot mit grôzen nœten./ halsberc unde decke/ sach man | |
| er gerne wolde./ er sach daz mit golde/ kupfers vil gerœtet was./ ein edel stein und ein glas/ gelîchent ein ander | |
| sy erkantt,/ So gib den öppffel mir ze hand!’/ Paris rötten do began/ Do in dü magtt lobesan/ Also flechlichen batt./ | |
| die werk geruchte tuon/ Durch also weningen geniez/ Und uns nicht vorwerden liez./ Neben ir stet vrowe #s+warheit,#s-/ Als Ysaias hete | |
| sprach do Rüel:/ ‘Du bist des libes nie so schnell,/ Du und din rosse so grisse,/ Ir müssend mir ze spisse/ | |
| an duchte sie iz nicht gnuc/ Daz sie sich liezen roten/ Mit marterlichen noten/ Vor irn herzelieben vrunt,/ Sie ensazten lib | |
| des helfen müeze daz sî mir kumber büeze./ //Ir wol gerœter munt, ir liehten ougen, ir kel, ir kinne, ir rœselehtiu | |
| des niht, reht alse ein bluot/ nâch arger tât scham rœtet unde schendet./ scham ist niht guot gen guoter tât:/ si | |
| si in gotes êre getôtet,/ in ir blûte durch in gerôtet./ die phafheit vigilje sanc dâ in,/ die bischofe wolden selbe | |
| wunnic gras/ von der heiden blûte daz/ wart maniger wîs gerôtet naz./ alsô gar criegelich/ und sô ubergirlich/ der lantgrâve in | |
| sin bechant/ für jenes überigen sin,/ der reht als ein gerœtet zin/ mit dem lîbe ein ende hât/ sô der tôt | |
| zwein stücken doch/ z’ein ander wol gelœtet./ ûʒ golde lieht gerœtet/ sîn halbeʒ teil gesmidet was;/ daʒ ander stücke, als ich | |
| kleinen cranken tierlîn,/ diu lieʒ er ungetœtet./ sô sîniu schoʒ gerœtet/ von bluote wurden alle,/ sô lepte in fröuden schalle/ Schŷron, | |
| sunderlich einich godes drut!/ //Dat weiʒenkoren wiʒ ind rot,/ dat gerot wart in des krüzes not,/ dat wiʒ ind rein is | |
| was genomen van dinem live,/ ei allerschönest aller wive!/ //Dich röt dins kindes blůt ind $’t din,/ sin krüze můst #;iur | |
| entwiche;/ si bluͤnt so schön ind so geliche./ //Diͤ rose röt, diͤ lilje wiʒet,/ ir iͤweder sich sere vliʒet,/ dat si | |
| Dacian/ durch der kristen got tœten/ und in sînem bluote rœten_–/ von den ist uns sît geschehen/ grôzer schade, hôrt ich | |
| al rôt nâch des heldes ger/ was im sîn swert gerœtet,/ nâch der scherpfe iedoch gelœtet./ der künec von Kukûmerlant,/ al | |
| da geshach in beiden./ ez muͤzen nu die heiden/ also roͤten den Larkant/ daz es dem mêr wirt bekant:/ da der | |
| iwern segen!’_–/ ‘markis, din muͤze pflegen/ des blůt daz cruͤtz rote./ sin tot uns des note,/ daz wir wurden lebende./ dem | |
| vil hazzes man dir dar umme git/ von vrawen wol geroͤtet./ hetes du nie man ertoͤtet/ wan den kuͤnc Meliachen,/ din | |
| alles sin gebein und sin rippe moͤhti zellen! Lůg, wie geroͤtet, ergruͤnet und ergilwet in dú minne hat! Nu durschoͮwe, himelscher | |
| bútent sú her fúr. Denn tůnt sú loͤse oͮgenblicke, denn roͤtent sú den bleichen munt, denn f#;earwent sú die ungestalten wengel, | |
| reht gůt,/ so můs din rossvarwes blůt/ allú ding mir róten/ in allen minen nóten.’/ er dik sterbendes begerot./ er war | |
| spilnden ougen,/ ah, wie gar ze kusse stêt ir wol gerœter munt!/ Wie gar wol gestellet ist ir lîb:/ ach, ich | |
| dâvon wünsch ich alle stunt,/ daz mich küsse ir wol gerœter munt./ //Frowe, ich weiz vil wol,/ waz ich an dir |