Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rœte stF. (64 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| und hât auch die frawen liep. welhes augen an der rœten dem feur geleichent, daz ist ain gruntpœsez mensch und gar | |
| habent und die niht gar scheinplitzent sint und daz kain rœten noch kain gelb varb in in scheint: diu augen bedäutent | |
| und vaizt, und der weiz ist und dar ain clain rœten ist gemischet, und des hend und füez ain mitel habent | |
| man und ain frawenminner, der weiz ist und hât ain rœten dar zuo gemischet, des hâr vil und grôz ist, lind | |
| der dritten lai ist weizlot und naigt sich zuo ainer rœt, und daz ist dick sleht und aufreht. wenn man daz | |
| sich gerihts aufstreckt sam ain gert und ist ainer starken rœt und purpervar an den pletern gleich ainem kranwitpaum und hât | |
| und der ist der pest. aber der sich zuo ainer rœten naiget oder zuo ainer swerzen, der ist niht sô guot. | |
| ist an der varb geleich ainem granâten, ân daz sein rœten vaizter ist wan des granâten, nâhent sam ains rubîns. ez | |
| varb dem sarden, der ist ainer tunkeln oder ainer plaichen rœten, sam daz rôt ertreich. den vint man in dem dritten | |
| /Corneolus ist ain rôter stain, aber er ist ainer tunklen rœten, sam ain rôtez flaisch. der stain senftigt zorn und verstellt | |
| schœner varb, geleich ainem rubîn, iedoch hât er ain vaizter rœten wan der rubîn sam ain rôteu rôs. der stain læt | |
| auch ainerlai der stain, der ist violvar mit ainer zuogemischten rœten, und der ist mêr edel und schatzpær und geleicht dem | |
| von dem sarden. er ist ain tail rôt und die rœt hât er von dem sarden, und ist ain tail weiz | |
| Sardi haizent. der stain ist ainer rôten varb, aber diu rœt ist plaich sam ain rôteu erd. er hât die art, | |
| entzwei gebrochin wirt mit note,/ so gebit he ruch und rote./ des bescheide ich uch allensamen,/ di rote bezeichent uns den | |
| ist war,/ sint ir antlitze was so clar./ sehet welche rote gab der maget/ vrouwe schame so man saget./ schame ziret | |
| tuginde. vnſ aber tragen vn2de ubil lebinden vn2de ſumſulige1n di rothi der ſcami iſt. ſwer dauo1n zir haimůt himilſch2er dv iliſ | |
| Vor der morgen|stunde,/ So die svnne vf gat/ Vn2de die rote1n noch hat,/ Als ein fur also rot,/ Do hup sich | |
| sie enphinge1n/ Vil liepliche1n. vnder des/ Gesach diomedes,/ Daz die rote ir wange1n/ Hette befange1n,/ Also rot vn2de also breit,/ Als | |
| gevuret,#s-/ Daz allez golt vorturet/ An der luttere mit der rote.’/ Diz golt glichet sich der note/ Die Crist an dem | |
| ist gruene,/ [60#’r#’a] Der ander stein der ist rot./ Die rote dutet die not,/ Wen die not die waz groz/ Do | |
| an im stalten,/ Sie enwusten waz sie rachen./ Von der rote die engele sprachen,/ Do Crist die marter geleit:/ ‘War umme | |
| Do macht her daz cruce rot/ [81#’v#’b] Mit sines blutes rote/ Durch willen unser note,/ Daz im sin erbe blibe./ Diz | |
| von den hosten graden,/ [112#’r#’b] Und ist einenthalben rot;/ Die rote dutet Cristes tot,/ Der noch menschlicher art/ An dem cruce | |
| gebote/ Dort in des obezes note./ Diz tuen wart Adames rote/ Und der unbewollen erden./ Sint males do die werden/ Propheten, | |
| hemilischen stat./ Paulus der groze zwelfbote/ Spricht ouch uf dise rote/ Die mit der sunden sin verblant:/ ‘Glicher wiz als si | |
| sy gelayt/ Vil maisterlich iren fleyß./ Si was in der röte weiß/ Und in der weysse rosen$~rott,/ Als es fraw Venus | |
| stunde, $s sô muoz ich ir munde/ für si alle rœte jehen./ //Sî hât ir wîpheit vil wol behüetet/ vor unfrouwelîcher | |
| frouwen/ nennen von ir hôhen art./ //Lieplîch priune, rôter rôsen rœte,/ snêwes wîze hât ir lîp./ ir gebærde ist mînes trûrens | |
| gezieret./ nu stuont der schilt gevieret/ nâch kostbærlichem flîze/ mit rôte und <ouch> mit wîze/ und underbriten swarz und golt./ er | |
| beide v#;iurich inde rot,/ he bezeichent der martiljen not,/ diͤ röt des roden blůdes vlůt,/ dat blůt entfengt der minnen glůt./ | |
| Und rechte lieb kunde noͤten,/ [162#’v] Daz sie in sulhen roten,/ Als salmander ist gevar,/ Mir mecht ir fruntschaft offenbar/ Und | |
| Zu hant und an der selben stund/ So vil der roͤte dar in schuͤße,/ [182#’v] Daz ein gantzes jar dann fluße/ | |
| wold verdemphen fluches swal./ der gotheit golt mit diner küscheit röte/ sich flacht (doch sunder der naturen nöte):/ von solches heils | |
| daz wâren vier rubîn,/ die glesten gegen der sunnen/ vor rœte, als si brunnen./ dô was daz velt rôt,/ als der | |
| über blôziu bein./ sîn munt als ein rubîn schein/ von rœte als ober brünne:/ der was dicke und niht ze dünne./ | |
| drûf geslagn,/ swære, die er muose tragn./ //diu gap von rœte alsolhez prehen,/ daz man sich drinne mohte ersehen./ ein zobelîn | |
| ich sol velwen iweren rôten munt,/ [und] iwern ougen machen rœte kunt./ ich sol iu fröude entêren,/ [und] iwer herze siuften | |
| ___Sîn harnasch was gar sô rôt/ daz ez den ougen rœte bôt:/ sîn ors was rôt unde snel,/ al rôt was | |
| gezimieret/ mit einem tiuren fürspan./ sîn munt dâ bî vor rœte bran./ ___dô kom der wirt mit triwen kraft:/ nâch dem | |
| zwei stöllelîn/ si truogen von helfenbein./ ir munt nâch fiwers rœte schein./ die nigen alle viere:/ zwuo satzten schiere/ für den | |
| sîn vel, wan daz der munt/ gein halbem zil tet rœte kunt./ ___man brâht in beiden samt gewant:/ daz was für | |
| dú was von rubricke also rot/ das si den ougin roͤte bot:/ da mit úns sol bezeichent sin/ der mittel himil | |
| wâren si vil wol getân:/ lieht was ir glîze;/ ir rôte unde ir wîze/ vil verre von in schein./ blûmen ne | |
| mir kunt noch nie/ (beide wengel, ir munt/ sin von rœti angezunt)/ dur elliu lant./ //Uns mag der $s liechten bluomen | |
| lob ich ie sang,/ Sît ich êrst gesach ir mundes rœte glesten/ sam die bluot ûz esten,/ gar ân allen wank./ | |
| al durch daz jâr stêt mîn bejag!/ wil ir mundes rœte/ helfen mir ûz nœte,/ sô bin ich mit fröiden understützet./ | |
| kumt von der frowen mîn:/ Der munt sach ich von rœte brinnen./ ich wânde in der sunnen schîn/ Sehen, do ih | |
| ich sender man./ Rôsen rôt, der varwe ich krœne:/ diu rœte und der sunnen schœne/ mîner frowen niht gelîchen kan./ //Ich | |
| Dîn spiegelliechte sunne/ ist wîbes nam, doch tuot ir mundes rœte/ Gewald an senden, die diu minne twinget./ ach, got, hæt | |
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