Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rœsten swV. (38 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| ys gesunt. //Welch ros den tret hot, deme bint eyn geroͤstys brot myt salcze dor uf. unde tu ys also lange, | |
| pilgrein die selben schaln an irn hüeten; aber daz flaisch geröst mit öl und mit zwival ist gar guot in der | |
| hong und mit wazzer. wenn man ain underzäpfel macht auz gerœschtem hong und auz salz, daz ist den läuten gar guot, | |
| rainigt den magen von pœser fäuhten. zukkerrôsât macht man alsô. rœst rôsenpleter wol mit zukker pei dem feur und tuo daz | |
| si dar inn, die haizent ze latein uva_passa, daz sint geröscht weinper. des weinreben plüet tœtent die slangen und der weinreben | |
| plâtern. nim die grüen weineste wenn man si absneidet und röscht si in ainem feur, unz si des feurs enpfindent an | |
| si paizt mit honig oder mit zukker in ainem ofen gerœscht, die fuorent wol. der weinreb hât die art, daz er | |
| und lekritzen$/ pulver und zestœzt die wol mit enander und rœstet si wol und tempert si mit ainem ainvaltigen syropl, daz | |
| ezzens kochen in dem magen. wenn man wermuot mit öl rœst und salbet der menschen leib dâ mit, die behüett si | |
| dem leib, wenn man sein ze vil nimt. wer knoblauch rœstet und pindet in auf die âdern pei der faust, daz | |
| pringt ain guot varb. wenn er niht gesoten ist oder gerœstet, sô hât er klain narung, aber sô er gekocht ist | |
| hülzinen rost vnd brate ez sanfte. Alz ez denne wol geroͤst si, so nim ein bret vnd lege daz vf eine | |
| oder zwey noch der [Bl. 159 r, 1. Sp.] menge, roͤste daz wol zvͦ sammene, snit zwei cluͤppelin eines vingers lanc, als | |
| lege sie vf einen hvͤltzinen rost vnd la sie wol roͤste. vnd wirf ein wenic pheffers dor vf vnd betreyfe sie mit | |
| sie gar. nim daz mittelste stuͤcke, als ez gar si geroͤst, stoz ez in eime moͤrser vnd tů dar zvͦ eine swartzen | |
| stoz ez in eynem moͤrser vnd stoz dar zvͦ ein rinden geroͤstes brotes, tů pfeffer dar zvͦ vnd ingeber, daz ez scharpf werde, | |
| eyer vnd saffran vnd fuͤlle die hut des hechdes vnd roͤste in ein wenic vnd gibin hin. 37. Ein geriht von | |
| duͤnnen teige. vnd ein blat von eyern vnd machin druf, roͤstin vnd gib in hin. 38. Ein geriht von eime stoc vische. | |
| fuͤlle die hut des hechdes wider, vnd daz haubt, daz roͤst ein wenic vnd gibz hin. 47. Ein geriht Nim frische | |
| salse. 50. Von gebratem. Man sol ein hůn braten vnd roͤste ein vͤmme sniten von semeln vnd backe diz rot in smaltze | |
| vnd snide sie wuͤrfeleht, $t als der kern ist, vnd roͤst sie wol mit ein wenig honiges vnd mengez mit wuͤrtzen | |
| daz. vnd nim einen apfel vnd snit den wuͤrfeleht vnd roͤst den in eime smaltze, vnd tů daz vf daz mandelmůs. | |
| wol. vnd nim einen apfel vnd snit den wuͤrfeleht vnd roͤst den in eime smaltze vnd strauwe daz vf daz můs. | |
| mit erze/ Durch des vures swerze,/ Swen man daz opfer roste;/ Der inre waz der hoste,/ Der waz undervangen/ Mit richen | |
| si netuont éiniz noch daz andere $s uf deme harste gerostet,/ allere ire notdurfte werdent si $s mit deme heile getrostet,/ | |
| wellig ole vnd in den welligen plien geworfen, ſumlich wurden geroſtet uf yſninen roſten. Sumlich wurden alſo lebentic in die erde | |
| getrœstet!/ iuwer sorge wirt wol rât:/ minne noch vil mangen rœstet/ der mit criegen umbe gât./ disen tanz hât iu gesungen/ | |
| sin wirde. des ich tröste, –/ sag ich unrecht, mich röste! –/ sint ich gelesen han die kunst./ Da nu Saturnus | |
| <zu hant> wedder geuen; den sal man eyne rynden brodez rosten vnde wol gewreuen mit salte, vnde sal se eme vor | |
| nouellam vnde mache eme eyn plaster von rosen vnde von gerosten brode myt etege gesodden <vnd leg ims auf den leib>. | |
| ouch di plaster vf den maghen machen. Nym mentan vnde gerostet brot vnde rosen, sut ez myd wyne, leghe ez ouer | |
| gebot,/ wan ie hoer leit durch got/ an sulcher kestegunge rost,/ ie baz im der gotes trost/ sin leit mit liebe | |
| ‘Herre, ich bin geſchvnden durch dich, ich bin gebraten vnd geroſtet durch dich’ etc. – wie ſteſt dv denne alſ dv | |
| Vleisch mit rubin ist vuchte. vnde merit menslichen samen. Daz geroste vleisch in der phannin ist heiz vnde machit trucken lip. | |
| in der phannin ist heiz vnde machit trucken lip. Vleisch gerost in ezzige ist gut deme kaldin magin. Gebratin $t uleisch | |
| deuwent sich nicht lichte. Gens eier. vnde entin eier deuwent sich nicht. Geroste eier deuwent sich mulich vnde schire. Eier di gesotin sin | |
| zu triben sint mit boum ole $t in dem ein ygel si gerostit. Merke daz boum ole. $t win. vnde honic. also uil si | |
| vil gar/ lît al mîns lîbes zuoversiht,/ So lege mich rœsten/ hin ûf den rôst/ und neme war,/ daz mir nie |