Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
riuwiclich Adj. (32 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| er sich hât bewollen./ vil harte in âmerôt, $s vil riuwechclîchen er suftet./ /Afer ist iz umbe die riuwe $s sam | |
| alsô dû mir gehiezzest.’/ /Der vater sprach dô $s vil riuwechlîcho:/ ‘hêrre, wer was der $s der her chom vor dir/ | |
| tier hête verslunten./ /Alsô in der vater gesach $s vil riuweklîchen er sprach:/ ‘der roch ist mînes chindes, $s sô wê | |
| vater./ //Si vazzôten die esile, $s chêrten hine widere/ mit riuwechlichen gebâren: $s si forhten daz si jouch daz chint florn | |
| sîn vater firentet was,/ er viel uber in $s mit riuweklichen gebâren,/ er weinôte unte wuofte, $s chuste inen suozze,/ heiz | |
| zertlichen sage./ Wilent e do lobter dich,/ Da du, Maria, ruͤweclich/ Wusche sin fuße zart/ Mit zehern, do din har wart/ | |
| die selben zinsgeben/ und hân ein kumberlîchez leben./ wir leiten riuweclîche jugent:/ wan sî sint ân alle tugent/ den wir dâ | |
| himmele?» Do antwúrt er mir mit verborgenen $t worten in rúweclicher schamme und er las ein bůch alweinende, und alle die | |
| gesetzet, daz wir mit aller diemůt, mit aller gehorsam, mit reuichlicher buzze uns selben also gehandeln, daz wir ze disen hochzeiten | |
| den unrainen $t geluͤsten des leibs, der reinig sich mit rewichlicher bicht. swaz wir getan haben, swez wir schuldich sein, daz | |
| gewalt choͤmen muͤgen mit innechlicher riwe, mit den zæhern, mit riwichlicher bichte. er hat die suͤnt verboten und hat uns doch | |
| der suͤntær siner suͤnt vil innichlich vergiht und si vil riwichlich bewaint, so ledigt in unser herr und vergibt im sein | |
| ze chirchen gern get und sein gebet vil innichlich und riuwechlich tůt, der alle geistlich læut eret, der niemen hazzet, der | |
| gên des herren ende./ sie wunden sêre ir hende,/ vil riuweclîche ir klage was./ vor des küniges palas/ wart an deme | |
| die, den wirt geseit/ von dem himelrîche,/ und sie vil riuweclîche/ ir grôzen sünde sêre klagent/ und dar zuo guoten willen | |
| sint/ und danne ir herzenriuwe/ sie gote machet niuwe/ an riuweclîcher buoze./ mit minneclîchem gruoze/ zeiget er in sîne güete./ ze | |
| wis gemant,/ wie er dir in des tôdes nôt/ mit riuweclîchem herzen bôt/ an die grôzen güete dîn/ sînen geist, die | |
| vroide gar vircherte,/ ir klagindir pin sih merte/ mit maneger rúweclichir klage./ __ Morgen an dem andern tage/ giengin si hin | |
| den sig gewan,/ die geste kleiten sich zehant/ und leiten rúweclich gewant/ mit clagelichir rúwe an sih./ ir klagende klage was | |
| irschrag/ und niht wand ungemuͤtes pflag./ mit klagelichim herzen/ in rúweclichem smerzen/ David sprah do: ‘nu wer bistu?/ wes sun bistu? | |
| vor dem vatter sin,/ ob du von rehtem hertzen/ hast rúwenclichen smertzen./ dú můter zů dem kint giht,/ so si den | |
| do rûwen in ſîne ſunti vil hârte, er beiach uil riwechliche ſine mîſſetât $.s$. Abrahame. Daz alliz hâlf niht, uvan iz | |
| er ſi nimmer mere gæueren wolde unde die uorderen miſſetât riweclichen boͮzzen. Nu denchet daz ane, min uil lieben, wie grozziv | |
| began/ an sînem lîbe swachen./ nâch clegelîchen sachen/ gesaz er riuweclîchen nider/ und erbeite kûme, daz si wider/ und alsô vil | |
| dannan uf ir vart,/ Dar umb mænig truren wart/ Und rúweklich gebaren/ Von allen die da waren:/ Also wart inen laiden/ | |
| vil laides not/ Hett umb ir liebes kindes tot:/ Vil rúwekliche was ir klag;/ Man trůg in ieczent zů dem grab./ | |
| hůb not sich aber an/ Mit vil jæmerlicher klage/ Und rúweklich úber alle sage./ Ir we man nút vol sprechen mag,/ | |
| Und och vil ander frowan:/ Anden man mochte schowan/ Gar rúweklich grosse klage/ Und klæglichú jamer sage/ Umb Cristes bitterlicher not/ | |
| treit:/ Der hab och umb sich selbe leit/ Mit aller rúweklicher klage,/ Und nút umb das Maria trage/ Raine, suber, gůt | |
| unkunde sprâche./ die Tybaldes râche/ der marchgrâve mit schaden sach./ riuweclîche er dô sprach:/ ‘mîner mâge kraft nu sîget,/ sît sus | |
| stôrten / ir vil jæmerlîche tage, / die si mit riuwiclîcher klage / hêten gehabt wol zehen jâr; / die verkêrten | |
| bedaht / daz lant, daz ê jâmers pflac / vil riuwiclîche mangen tac. / Êrec und mîn her Gâwein, / Lanzelet |