Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
riuten swV. (32 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| der buman,/ der einen wilden acker sol san,/ suzet und rodet so lange,/ biz her von erbeitens drange/ git der werlde | |
| ich daz lon schribe,/ di gotes wingarten so lange/ hie roden, daz von irme twange/ di dorre kristenheit gibit vrucht/ und | |
| sinen./ daz volk sol gan zu vilde sich pinen,/ arbeiten roden ackern segin,/ daz korn von dem stopfel megin./ so groz | |
| irbarmen/ Irbieten kein den luten,/ Uf daz sie von en ruten/ Mit ires almusens craft/ Sunde in der sie behaft/ Waren. | |
| muz:/ Daz pfert die werlt bedutet,/ Der mensche der sie rutet/ Und der beschreten hat daz pfert,/ Gezuet sich zu den | |
| choment die under none,/ die sich becherent schone./ die helfent riuten/ den erren mietliuten/ mit werchen joch mit worten/ in dem | |
| ougen unde sprach:/ «kunnet ir megde triuten?/ wêrlîch ir soldet riuten/ billîcher dort in jenem hage,/ wan daz ir liget als | |
| leut man swief/ In ain gruben, di was tieff,/ Und rauten auff ir gepaine/ Erden und staine,/ Verre hoher dann ain | |
| gertenere./ Die selben habent sit gesewet,/ Gepflantzet und abe gemewet,/ Gerudet nider und getreden/ Daz boͤse krut uz gejeden,/ Daz edel | |
| si dem chunige,/ er hieze di lantliute/ den walt nider riuten./ vil sciere was daz getân./ dô îlte man vur man,/ | |
| verswachen,/ sî enwelle mich ernern?/ //Ûzer muote und ûzer herzen riutet kumber unde smerzen/ mîn vil liebiu frouwe guot./ fröide sæt | |
| riun./ /Ein frouwe diu mit kiusche unstæte ûz ir gemüete riutet,/ und si daz mîdet daz si doch gar inneclîche triutet,/ | |
| wie groß der selbe echter was/ der kirchen, der sie rut in allen stunden,/ doch wart er in des todes faß/ | |
| darnach die starke echte quam/ des großen keisers Dioclecianus,/ der rute genzlich uß den sam/ der cristenheit. darnach quam Julianus;/ der | |
| meit, der sprüche flamme munder./ der sünden wurze sunder/ und rad uß mines herzen gruft./ Mins tichtes stam besnit, / den | |
| als golt in purpur. leides mist / und sorg er rüt uß herzen tal./ da nu der sünden rut/ den menschen | |
| banden nam/ und von in wusch der sorgen rost./ die rad uß herzen tigel gift der sünde/ und uns in minne | |
| sin geschefte widerschuf/ der senat und des povels ruf/ und rute gruntlich und verschart./ was Dioclecianus Cristen etzte,/ Galerius und Julianus | |
| flamme dich entslan,/ die schaden vil gebirt./ Laß zornes wurzel raden/ uß herzen tugent hant./ wann süch und manchen schaden/ enphenget | |
| du eren, zucht lustparadis: $s mins leides is/ du hast gerüt uß mines herzen ouwe./ dafür nem ich nicht alles gut: | |
| durch schulde,/ das stete güt in eren an ir fant./ rad mir pin, smerzen $s grawe ruf in hulde,/ die in | |
| kint./ liute, die bî ir dâ sint,/ müezen bûwn und riuten./ si kunde wol getriuten/ ir sun. ê daz sich der | |
| jar/ han gehabet, den wil ich haben:/ und sol ich ruͤten und graben,/ daz wil ich liden durch die gote./ ich | |
| in manige wis/ da mit ir werchluͤten./ muren, zimmern und reuten,/ die werc sie vaste worhten./ der sele sie so vorhten/ | |
| reise langer sparen./ besendet gar die leute,/ er mure oder reute,/ und suln sie gutliche biten,/ daz niht werde von in | |
| bî im dâ./ sîne kunst lêrt er in sâ:/ houwen, riuten, stocke tragen/ und durch nôt vil ofte klagen/ manigerhande armekeit,/ | |
| vil schad komen/ stetten manigen lúten./ ich wils us hertzen rúten./ hey, kúsche mægt werden,/ lat e lút die erden/ erfúllen! | |
| wan die ruowe sint lære,/ Und die müezzen haken unde riuten./ die klage wir betiuten,/ daz uns diu minne gisellet/ zuo | |
| selber besniden von aller unordenungen und daz von grunde heruz rúten in allen wisen und neigungen, liebes und leides, daz sint | |
| ich weiz, si ensamet hin gant,/ ein routin bestant:/ si routent mit den armen./ daz mohte uns wol erbarmen,/ daz der | |
| bringet./ wan lieze er in da stan,/ so wære daz routin ungetan,/ er bedorfte daz erdisen/ nimmir dar gewisen,/ daz isen | |
| Vîvîans./ si begiengen an den liuten,/ ob si stocke solten riuten,/ sine dorften harter houwen niht./ den getouften henden man des |