Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rîm#’2 stM. (66 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| bitten daz ir/ Sullet gar vertragen mir/ Ob ich die ryme breche,/ Daz dutsch nicht rechte spreche./ Doch wil ich ez | |
| zu dute:/ Da wont vil lutzel lute,/ Sie enhaben ir cleider geunreinet./ Aber alles daz mich meinet/ Mit truwen, der cleit | |
| unser herre Got,/ ‘‘‘Wen sie tuen min gebot.’’’/ __Diz wort ich uberloufe./ Die cleider sin die toufe,/ Damite wir cleiden unsen | |
| ich uberloufe./ Die cleider sin die toufe,/ Damite wir cleiden unsen geist,/ Die beschirment uns allermeist./ Diz get uf alle die | |
| sin die toufe,/ Damite wir cleiden unsen geist,/ Die beschirment uns allermeist./ Diz get uf alle die cristenheit./ Der horwet der | |
| do dem vleische wider sten,/ Daz sie daz cleit nicht horwen.’/ Und wen wir leider morwen/ Von des broden vleisches art,/ | |
| vleische wider sten,/ Daz sie daz cleit nicht horwen.’/ Und wen wir leider morwen/ Von des broden vleisches art,/ Des zut | |
| dache./ Nu bite Got unde wache,/ Daz dich der unreine wicht/ Irsliche slafende nicht,/ Wen du enwolles wachen/ Kegen dinen widersachen/ | |
| herzen binnen/ Dines geistes sinnen./ Der ist des vleisches huswirt;/ Ist daz der slafende wirt/ Oder in der arbeit vorvilt,/ So | |
| quelten/ Und ir cleider nicht bewollen,/ Und als die ruden bollen,/ Daz sie des nicht irschrucken/ (Daz spricht: von swaren drucken/ | |
| drucken/ Der heiden und der juden,/ Die wol glichen argen ruden,/ Wen sie irbarmet niemen,/ Mit geblieten riemen/ Hir slugen und | |
| ‘Si suln dort gen mit mir wert/ In alben, wen sie sin iz wert.’/ __Wie sal iz nu kumen umme die/ | |
| als unreines/ Hir wart, wil iz sich waschen/ Mit lougen riber aschen/ (Daz ist die ruwige bicht),/ Sin wandel enwerde licht./ | |
| wirt vil wizzer dan do vor,/ Der sin hat mit witzen vliz;/ Also wirt der sundere wiz,/ Der sich hat beclutteret,/ | |
| hat mit witzen vliz;/ Also wirt der sundere wiz,/ Der sich hat beclutteret,/ Swen her wirt gelutteret/ Vor unses herren vuzen/ | |
| vil selic geborn,/ Wen sie sint vor Gote irkorn,/ Ob sie wol tuen ir elicheit/ Mit andere#’r irre guten arbeit;/ Ist | |
| trift,/ Daz drizende ist ez zwar;/ Dutschen stetis offenbar/ Zu rime wol gemachet./ An Marien nu sachet/ Umme ein reines ende!/ | |
| dem bereiten,/ der kan und mac erbeiten/ dirre wârheit, mit rîme,/ die ich zesamen lîme/ mit den geziugen, die ich hân./ | |
| sinne./ Vint iemant icht dar inne/ Dar an ich missespreche,/ Rim oder sin zubreche,/ Materien vorkere/ Von unkunstiger lere,/ Daz wider | |
| lumen,/ Ob einer durch itewiz/ Oder lichte durch vorgiz/ Eines rimes dar an vormisse,/ Daz man hir vinde gewisse/ Daz ich | |
| an vormisse,/ Daz man hir vinde gewisse/ Daz ich den rim nie valsch gesprach/ Noch satz des rimes nien zubrach,/ Und | |
| Daz ich den rim nie valsch gesprach/ Noch satz des rimes nien zubrach,/ Und tun iz ouch durch den beruch/ Daz | |
| Die buch nu wollen machen/ Von aller leie sachen/ Unde rim zu rime vinden/ Und die nicht rechte binden/ Unde die | |
| nu wollen machen/ Von aller leie sachen/ Unde rim zu rime vinden/ Und die nicht rechte binden/ Unde die nicht wegen | |
| aller erst;/ Des sint ir werc noch aller herst./ Swer rime wil zu rimen/ Und wort zu worte limen/ Unde sin | |
| da zu wetzen/ Unde nemen dar von bilde,/ Daz sin rim nicht vorwilde./ Den sin den sie vor vazten/ Unde an | |
| u./ Diz dinc man lazen muz da zu,/ Wen alle rime die sint valsch –/ Sie sin latin, dutsch oder walsch | |
| buchstabe begegenen./ Do von muz man mit gelegenen/ Worten die rime suchen,/ Den sin also beruchen/ Daz wir nicht valsches sprechen./ | |
| muz man nennen/ //[11#’v#’b] Also sie genamet sin,/ Und muz rime zien dar in/ Die sich den namen glichen./ Wir setzen | |
| Nam ich mich ofte dar enkegen,/ Wen ich habe die rime gewegen/ Mit eben glichen vuzen,/ Und han mit langen muzen/ | |
| gelegen/ Daz ich nicht mochte uz brengen/ Ich enmuste den riem lengen,/ So waz bezzer gesprochen/ [12#’r#’a] Lanc riem dan sin | |
| enmuste den riem lengen,/ So waz bezzer gesprochen/ [12#’r#’a] Lanc riem dan sin zu brochen./ Doch swen ichz mochte gachten/ Mit | |
| lazen sien,/ Nach deme der sin gevellet/ Und sich der rim gestellet/ Und die materie sich getreit./ Dar mite si daz | |
| bleib./ __Ein meister alsust beschreib:/ Do Adam sterben solde,/ Sin begerunge wolde/ Han ol der barmherzikeit./ Des sante er vil gereit/ | |
| im gesaget,/ sô sol iz blîben unverdaget,/ von mir zu rîme unverholn./ zwelf kerzen grôz alsam die boln,/ die wurden vor | |
| seyt es ist peliben,/ Das es von kainem man/ Deutsche reym nie geschriben gewan./ Wer ditz puch gedichtet hatt?/ Das sag | |
| dez ich gedaht han/ Uz latin zu dihten,/ In dutsche rimen rihten./ Wie diz buch si gedaht/ Und in latine an | |
| gangen/ Mit speicheln und mit slime./ Ez mag nieman mit rime/ Die smacheit alle gar důn kůnt/ Die sie im daten | |
| bi den lesten tagen,/ So solle wir fuͤrbaz sagen/ In rimen und in gedihte/ Von dem jůngsten gerihte./ Wir sůln schriben, | |
| ganzer wârheit/ kam daz_ê was ein schîm:/ der figûren alter rîm,/ als vor bezeichent wart,/ hî begreif sîn rechte vart./ daz | |
| genzlich und verwâr,/ nicht in twalmes schîne/ sunder in rechtem rîme/ ênziclicher wârheit./ wan di lêrêr haben geseit:/ wêren di selben | |
| erken,/ iz sî der sin oder wort/ oder an des rîmes ort,/ ichtes hân vergezzen/ und nicht gelîche gemezzen./ doch kumt | |
| daz ich sol/ ein rede zu rehte berihten,/ in wârem rîm verslihten,/ ordenlich zûbringen sie,/ als der edele furste die/ niht | |
| zeit der sunwenden und der ebenneht hast du in disen reimen: Der krebs die sunwenden geit/ #;eUmb dez heiligen Veits zeit./ | |
| an den orten/ vor allem valſche ez liuter,/ und wilder rime kriuter/ darunder und da’nʒwiſchen/ vil ſchone künne miſchen/ in der | |
| von liehter ſinne glanʒe/ wirde ich niht gemüejet,/ der wilde rim niht blüejet/ vor mines herʒen ougen,/ noch clinget für mich | |
| kurzen rede werc,/ daz ich dur den von Tiersberc/ in rîme hân gerihtet/ unde in tiutsch getihtet/ von latîne, als er | |
| Cuonze dâ von Wirzeburc:/ wünschent daz von sîner zungen/ niemer rîm gefliege lurc!/ / Nû gît aber der süeze meie/ sælde | |
| von Wirzeburc ich Cuonrât/ von welsche in tiutsch getihte/ mit rîmen gerne rihte/ daʒ alte buoch von Troye./ schôn als ein | |
| schranz:/ den kan ich wol gelîmen/ z’ein ander hie mit rîmen,/ daʒ er niht fürbaʒ spaltet./ ob sîn gelücke waltet,/ und | |
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