Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
rihtære stM. (303 Belege) Lexer Lexer Lexer-Nachtr. BMZ BMZ Findeb.
| man siben man ze ziuge nimet, dâ sol man den rihter für zwêne nemen, unde sînen boten alsam. //Nieman mac im | |
| vor umbe lîpgedinge geredet ist, oder er sol für sînen rihter varn oder für sînen herren, unde sol die geziuge leiten | |
| ez tôtez sihet, der ist sînes lîbes geziuge. //Âne des rihters urlaup mac ein man sîn eigen wol geben sînen erben, | |
| urteile widerwirfet, sô sol man si ziehen an den hôhern rihter unde ze jungest für den künic. Dâ sol der rihter | |
| niht veræhtet, er enwerde dar în redelîche brâht. //Der nider rihter enmac niht gerihten die veræhtung die der ober rihter getân | |
| nider rihter enmac niht gerihten die veræhtung die der ober rihter getân hât, si ensi im alsô wizzenlîch, daz er ir | |
| wart lange uor ſiner gebûrte gebizeichint. Wir lêſin, daz ein rihtâre waſ in der altin ê ze Ieruſalem, der hiez Samſon | |
| rvͦfte. Er virgaz ſiniſ kûnichricheſ, $t do er den obriſtin rihtâre mit vorhtin an rvͦfte, er ne gehugte ſineſ gewaltiſ, da | |
| wiſſage $t wart, er irwlte einin kint, Danielem, daz er richtâre wart vbir alti rihtâre. Er irwlte einin viſchâre, $.s$. Petrum, | |
| irwlte einin kint, Danielem, daz er richtâre wart vbir alti rihtâre. Er irwlte einin viſchâre, $.s$. Petrum, unde machete in zeinime | |
| behoͮtent unde got wîleclichen beſcoͮwent, roͮgent unſ uor dem oberſten rihtære, $t uor dem nehein ſunde, chleiniv noch grozziv, unberihtet mac | |
| ê ez ergê, daz der menneſſce getoͮt, iedoch want deſ rihtæreſ reht niht iſt ieman ze uerdammelonne, dvrch daz entwâlt er | |
| heiligen engelen, unſ da beſcirme unde uerſpreche uor dem obroſten rihtære. Nv ſculn wir oͮch ane roͮfen die nîun ordineſ, die | |
| der bedecchet wol ſine miſſetât, daz ſi nimmer uur den rihtare wirt braht. Uon diu, mine uil lieben, div uier vihe | |
| uoͮrent ivch uur die chunege unde enphelehent ivch den ubelen rihtaren in ze urchunde unde aller der diete. Ir werdet ze | |
| er ime uil harte mac uurhten, daz er uur den rihtare moͮz, den er in diſme lebenne hat beſwaret mit ubelen | |
| entſlaffen unde erſtent iedoch alle gemeinlichen, $t ſo der grimme rihtare an der iungeſten urteile zornlichen $t chumet. Die goͮten erſtent | |
| qui paratuſ eſt diabolo. Owê, wie angeſtlichiv wort der rehte rihtare ſprichet daz der ſcidvnge ze den ubelen: ‘Vart uone mir, | |
| er geboten $t hat, der wirt einweder uon dem oberoſten rihtare hie in diſme lebenne gebezzert oder in deme chunftigen lebenne | |
| dort der heiligen engele geſelleſcaft beſizzet. Nv ſpreccen wir ziv, rihtare, die got, der rehte rihtare, geſezzet hat ze uurſten ſimme | |
| beſizzet. Nv ſpreccen wir ziv, rihtare, die got, der rehte rihtare, geſezzet hat ze uurſten ſimme liute. Div wort deſ ewigen | |
| geſezzet hat ze uurſten ſimme liute. Div wort deſ ewigen rihtareſ ſcult ir niht ungerne uernemen, ſo gewinnet ir hie rîhtoͮm | |
| ir danach arbeitet, ſo werdet ir gechronet uon dem oberoſten rihtare. Welt auer ir die armen uerdrucchen, ſo werdet ir an | |
| wnden $t wnt wart; in den ſelben wnden in einen rihtare beſcowen moͮzzen, $t alſ $.ſ$. Iohanneſ ſcribet: Videbunt in quem | |
| deme lichenamen ſceidet, div ander, ſo ſi uur den oberſten rihtare chumet, div dritte, ſo div urteile uber ſi getan wirt. | |
| ob der ander ze lange sich verirret, sô sol der rihter sînen vrônboten senden hintz dem hûse, dâ er sich inne | |
| so wünsche ich des durch elliu lant,/ daz er guot rihter werde/ /Und er begrife des vater spor/ nach rehtes herren | |
| stont. Nieman enneme sich des an das er des andern richter si, er si e zů dem ersten sins selbes richter | |
| richter si, er si e zů dem ersten sins selbes richter gewesen. Das ist iemer wol ein jemerliche blintheit das der | |
| den pfaffen verbotten das si nút herteklichen súllen stroffen, die richter sint der kilchen. Wie getúrrent ir denne das gedenken vor | |
| Gotte niemer úber windent und das úch Got ein grúwelich richter werden sol. ___Durch Got huͤtent úwerre wort! Dis leiden klaffendes | |
| beweglichen craft unde die herschenden. Unde dar umbe [heizet] der richter des volkes ein houpte, als ez geschriben ist in «Der | |
| ieklichen zit, unde ouch der menschen gedenke, der er ein rihter ist; also daz man von im sprichet in Johanni in | |
| gebung, unde heizet «ein geblichü gerehtikeit,» nach dem unde etlich rihtere oder spender git einem ieklichen nach siner wirdikeit. Alse denne | |
| den gewalt,/ daz her immer meister were/ ubir alle irdische richtere./ her berichte widemen vnde zehenden,/ daz man gote dir miete | |
| zwene philosophi:/ die irkvͦren sie dabi,/ daz sie des sendes richtere weren/ vnde der rechten zivchte phlegen/ vnde daz sie nichtes | |
| keiser constantin./ der ne wil selbe nicht sin/ dar ubir richtere,/ wande iz ungezeme were,/ daz her der kristenheite phlege/ vnde | |
| fvnf mvtte waitzen vnde dri mvtte habern, die horent den rihter an, vnde drizic pfenninge. //Von der vogetaie ze Swaige git | |
| git man ahzehen mvtte waitzen, da von git man deme rihtere dri mvtte, man git ovch von den selben hoven drizic | |
| ze Kvmptingen die geltent ain halp pfvnt vnde horent den rihtære an vnde sol da von boten senden, der er bedarf | |
| man saget uns ze mære,/ daʒ diu vremde maget wære/ rihtære über die hübscheit./ swer in der massenîe streit/ von ihte, | |
| stunden,/ wen si dâ funden,/ der des landes wære/ oberster rihtære./ dô wart in bescheiden/ ein herre, der in beiden/ daʒ | |
| noch suln beschouwen/ den sun mîner vrouwen/ und des landes rihtære./ ist ab ieman swære/ diu selbe rede, der ich dâ | |
| daz reht zware./ wan got ist ze ware/ ein rehtir rihtære./ von diu hiez er den sinen chneht/ vil starche minnen | |
| vil unrehte getan./ die scheident ouch zware/ von dem rehten rihtære./ wan swelhir den gewalt hat/ unde er daz unrehte begat/ | |
| zit,/ Moyses, Hester und Judith,/ Job und och Thobyam,/ Der richter bůch und Esdram,/ Machabeorum, wie die stritten,/ Vil me noch | |
| selben stunt/ Wart wider wol als e gesunt./ __Des volkes richter von der stat,/ Der gewaltes ambacht hat,/ Und sine serjande,/ | |
| und dem orse mîn/ hân ich vergolten unser nar.’/ der rihtær und die sînen gar/ heten in vaste umbehabt./ an allen | |
| gedrabt/ diu comûne von der stat/ kom, als si der rihtær bat./ der sprach, er müeste zollen/ mit alsô grôzem vollen,/ | |
| iedoch ein sünde,/ daz man in niht rîten liez./ der rihtær die sînen hiez/ daz si in næmen in den zoum./ | |
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