Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
redelich Adj. (67 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| aufnemen der grœzen des herzen und daz abnemen ist niht redleich, wann daz herz würd in fünftzig jâren alsô grôz als | |
| stücken bî drîzigen, der ieglîchez aleine billîche trœsten sol den redelîchen menschen in sînem leide. Daz êrste ist: wan allez ungemach | |
| vleisches, sprechent ouch heidenische meister, Tullius und Senecâ, daz enkein redelich sêle enist sunder got; sâme gotes ist in uns. Hæte | |
| armin sele labit./ selich iz, der si habit./ daz ist redelichen, di saltu minnen,/ in gote saltu der beginnen./ daz saltu | |
| muot,/ swaz ir mit mir tuot,/ daz dunket mich allez redelich.’/ ‘liebez kint, sô wil ich dich/ verkoufen einem rîchen man.’/ | |
| durch sîne güete/ bekêre mir mîn gemüete/ und gebe mir redelîchen sin,/ wan ich gar verirret bin./ ich hân gesehen manegen | |
| gelac der heiden schallen./ /Eraclîus trat über in./ ‘noch habe redelîchen sin,/ sô mahtû den lîp fristen./ toufe dich und wirt | |
| do gebot,/ daz er sie ime alle vinge/ unde vil redelichen hinge./ Die greve wolde dannen gan,/ mit zuchtin bat in | |
| der gebere,/ Manicfaltic an der lere,/ Kvnstic an dem sinne,/ Redelich an dem gwi1nne,/ Gebouge1n zv der wisheit,/ Starg zv der | |
| list gebuwet an/ Die guten wib, die guten man,/ Die redelicher e leben,/ Ir almosen gerne geben,/ Got und ir nesten | |
| tar nicht geben./ Die selben die sus leben/ Mit gnuc redelichen orden,/ (Die ensteln, van, slan, rouben, morden,/ Noch me, torst | |
| richte,/ Der im bliez sinen geist in,/ Dar von wir redelich sin/ Und haben engeles witze,/ Tragende Gotes antlitze,/ Wen wir | |
| Die sie den sinne wilden/ Vor taten und vortrugen/ An redelichen vugen,/ [160#’r#’a] Gut bilde bi zu nemene,/ Der bosheit sich | |
| erzengiles $s mit dere maginchrefte,/ daz si erwechet áll%\e $s rédeliche g(e)scefte,/ die des liblichen tód%\es $s unze dare entslaffen sint,/ | |
| ‘Job, wizze, #s+Got#s- der ſeleget dich/ Ab du buzest wol redelich,/ Und #s+loſet#s- inkurzer ſtunde/ #s+Dich uz dem#s- gar #s+engen munde#s-/ | |
| stort./ Diser aller gepet sind petleich,/ Als mich dunkchet, und redleich,/ Und wirt ir kainer nicht gewert,/ Wie ir gepet doch | |
| iuwer vrümekheit/ dar an daz ir iuwer leit/ rehte und redelîchen traget./ ez ist wîplich daz ir claget,/ und muget ouch | |
| zwei jungen senten sich/ vil tougen in ir sinne/ nâch redelîcher minne,/ unde vreuten sich ir jugent,/ und redten von des | |
| des enhæle ich niht/ vor iu ze keiner stunde.’/ mit redelichem munde/ gap im Jâson antwürte alsô:/ ‘got weiʒ wol, herre,’ | |
| sundere./ er was milde vnde gewere./ sin lere di was redelih./ sin mvt was umbewegelich./ sin lib was cusic vnde reine./ | |
| wolde lonen./ //Ich han davür bescheidenlich geleret,/ ind diͤ lere redelich beweret,/ dat aller engel ambacht sunderliche/ an dir sint, vrow | |
| och tuon, eʒ si danne ein sunnentac, durch etliches landes redeliche gewonheit, Ane sancti iohannis ewangelisten abint, wonde er zuohant nach | |
| die gaſt, daz he daz guit gicopht habi rechti undi redilichi bi ſconimi tagi undi bi ſcininingir ſunnin^. ſo ſal in | |
| ſinir kindir willin^. der mutir iz gidingit was rechti undi redelichi. Wo ein man ſine kint zi ſal nach irri mutir | |
| urmi naciburi gebi^. Gibit he umi dan dicheini rechti undi redelichchi ſcult, die ſal he umi abi=legi nach minnin edir noch | |
| sal noch Godis geiste und noch engelischin geisten und noch redelichin menschelichen geisten, di den heilegen geist inphaen sal tegeliche. //(31) | |
| sullen wir begeren alle di nu geborin sint, di da redelich sin, on ungunst, daz wir dar ane wasin in daz | |
| ist daz si ummeloufit und suchit in allin dingin daz redelich und guit ist. wan di sele bekennit daz si geschaffin | |
| di da umme loufit und nimit fon allin dingin daz redelich ist, und machit da fon ein rede: daz ist also | |
| doch der selbin nature sint. daz dritte daz ist der redeliche geist. dar noch sulle wir uns haldin, sulle wir den | |
| schauwit ane di worheit in allin dingin alse in eime redelichin lichte, und da sal he forwerfin alliz daz Got nicht | |
| wan sich di gnade und der smac wirfit in di redelichin craft, so heizit ez ein licht des glaubin, und wan | |
| sundirliche eginlichekeit for allin anderin tirin. der mensche ist ein redelich tir, des eigin ist daz he lechlich ist. alleine in | |
| der io bas wernde ist von siner naturen. Dorumme ist redelichin gevundin vnd merklich, das man den hoppin henge in den | |
| Dô sprach s$. Andrêas: "O wî woldis dû wizzin, wie redilîche unsir herre dar zû quam, daz er den tôt leit | |
| gebote./ dû bist ein niubornez kint,/ alsam diu kint, diu redelich sint,/ bist dû anderstunt geborn;/ got hât ze kinde dich | |
| tiuvels kemphen dâ./ der geist der wîslîchen vernunst,/ der lêrer redelîcher kunst/ in Nachores herze dranc,/ sîne zungen er betwanc,/ daz | |
| mir iuwer lêre schîn,/ daz dise valschen gote sîn/ alsô redelîche gote,/ daz ir sult in ir gebote/ in dienen ûf | |
| dînen muot von in!/ sît ich an disen stunden/ hân redelîch überwunden/ der heiden hœhsten zwei leben,/ sô sult ir alle | |
| Egyptô wâren dâ./ die sprâchen ze Nachore sâ:/ "wir leben redelîche./ vil gote helferîche/ haben wir ze werden goten,/ als uns | |
| von im geschriben ist./ des bîtet ir verworhtez leben,/ swie redelîche habe gegeben/ sunder missewende/ diu bezeichenunge ein ende/ den worten, | |
| getorste valschez wort/ gesprechen gên der kristenheit,/ diu rehte und redelîche treit/ die gewæren lêre gotes,/ den rehten urhap sîns gebotes?/ | |
| der welte künftic sageten,/ die lebeten und betageten/ baz und redelîcher:/ vil edeler unde rîcher/ wâren sie mit wârheit,/ dan von | |
| dich,/ dû helfes mir die lêre geben,/ wie ich sül redelîche leben/ nâch mînen grôzen sünden./ daz soltû mir künden/ mit | |
| und sæleclich./ dû solt gerne vlîzen dich/ daz dû sô redelîche lebest,/ daz dû den guot bilde gebest,/ die dir got | |
| rîlîche geleit./ sie jâhen des: mit dem daz leben/ in redelîche wære gegeben,/ solde in der belîben bî,/ sie würden ungelückes | |
| was/ und ich ez in latîne las,/ ich nam daz redelîche leben/ von Zitels ze râtgeben,/ ob ich ez solde tihten/ | |
| wihin und im dar/ von allim sinim gůte gar/ mit redelichin dingin/ sinin zehindin bringin,/ ob er in uf dem selben | |
| na heiligem lebene, und daz han ich můt, reht und redlich ze ervolgene, wie we daz iemer mag getůn, es sie | |
| der usserkeit mug gnůg [159#’v] wesen, so es zit und redlich ist. Und also gat er us und in und findet | |
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