Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
orden stM. (455 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| sich gliche/ Vor allen menschlichen mein,/ Da groz irbarmekeit an schein/ Die kumftigen irbarmikeit,/ Daz Got durch menschliche leit/ Die martere | |
| Do her an daz cruce trat./ Disem bilde sul wir volgen,/ So wirt her uns nicht irbolgen/ An der bekorunge zit,/ | |
| ist ain senfte arbaitt/ Daz uns zwölff keren an:/ Ritters orden sunder wan/ Sol dar umb n%:itt verzagen./ Ich han gesechen | |
| dorn,/ Daz wir nicht liechtes mugent han/ Und san daz selbe daz wir san,/ //Mit ofnen ougen halben./ Des hies sie | |
| landes vogtt ist gewar,/ Fürste, üwer worden./ Habtt ir ritters orden,/ L%:ib alle werden wib,/ So werend üch der creft ain | |
| unsen liben,/ Sint daz in sin recht dar zu truc/ Daz her im selben nicht vortruc,/ Her engebe den sun vor | |
| blosse layder/ Von sinen schulden worden./ Gewan er ye ritters orden,/ Dar an waz er gar verzagtt,’/ Sprach dü lobes werde | |
| Man soltte den fürsten morden,/ Der dir da gäbe ritters orden,/ Daz din ungetrüwer lib/ Also mürden kan man und wip.’/ | |
| gliche wandert/ An alle sinen holden,/ Daz sie iz nicht bezzer wolden/ Und nicht anders teten,/ Ob sie den wunsch heten./ | |
| Dü künsche wandels frye/ Was och sorgen worden/ Onne. ritters orden/ Völlenklich erhöchett ward,/ Dü ungezemen hoffartt/ Der vaigen waz geströwett | |
| er wer sin gewar/ Uff ander angst worden./ Waren ritters orden/ Könde er wol waltten,/ Dar umb waz behaltten/ Waz im | |
| held, min trurren schwach/ Ist vil dicke da worden./ Ritterlichen orden/ Han ich do oft bewertt./ Nieman hat mich ervertt/ An | |
| baide sin strausse/ Brechte, daz wer unmasse;/ So wer ritters orden/ Gar ze nichte worden./ [206#’v] Die trüw ich allen edlen | |
| enwirt wider min noch mer/ Wen war vleisch Gotes und blut,/ Swen mans ammecht vollen tut./ //Der priester si der her | |
| brüfen diere totten zall./ Müde waren sy worden,/ Die ritterlichen orden/ Ie hetten da behaltten./ Die künnen wol gestaltten/ Waren in | |
| in unt riht nach ewer ê,/ als es an ewerm orden stê!’/ also sprach der rihtær;/ daz was den juden swær./ | |
| das sumliche frowen zu dem grabe sein chomen/ von unserm orden, die habent gejehen/ daz si in lebentigen haben gesehen;/ die | |
| An deme sich hub der urhab,/ Und sprach von Gotes orden:/ ‘Daz wort ist vleisch worden,/ Daz Got in siner minne/ | |
| gerater/ Zu sime dienste wurden,/ Zu tragene die burden/ Pristerliches orden./ Crist ist priester worden/ Nach dem orden Melchisedech,/ Als im | |
| die burden/ Pristerliches orden./ Crist ist priester worden/ Nach dem orden Melchisedech,/ Als im sins vater stimme zech/ Und im unberuwen | |
| tuen umme daz/ Daz sie mugen deste baz/ Under dem orden liegen/ Unde die lute betriegen./ «#s+Sie sint nicht begichtiger zungen,#s-/ | |
| Loufende sam ein schibe/ Beide so hin unde her/ Suntlichen, da bi nicht ler/ Boser worte, unkuscheit,/ Zornis, nidis, trunkenheit, –/ | |
| hie die sunde gar:/ So wirdestu offenbar/ Wonen in der engel schar,/ Vreude sich dir nicht endet./ Die glose alhie wendet./ | |
| zum ersten mit torheit,/ Ie dar nach was im gereit/ Sinne Gote zu bitten,/ So lange biz verglitten/ Die siben manden | |
| Getruwe. dar nach ir rat/ Was uf eine suwerheit/ Sprechende: ‘sal im ein leit/ Geschehen, daz muz gewis/ Von der e | |
| eigem erbe/ Dem tuvele waren worden;/ Und von ie beschertem orden/ Des ewigen vater tougen/ Mit rechten elichen urlougen/ //Sin seliger | |
| nicht geben./ Die selben die sus leben/ Mit gnuc redelichen orden,/ (Die ensteln, van, slan, rouben, morden,/ Noch me, torst ich | |
| der ritter hatt getan./ __Senfte handlunge/ Dem milten fürsten junge/ Und siner megtte geschach:/ [135#’r] Arbaitt und ungemach/ Hette sin libe | |
| er genass ./ Sy warend bald uff in beraitt/ Der ie genendenklichen straitt./ Ir yllen michel uff in ward./ __Owe der | |
| nitt wol;/ Da von, wiplicher barn,/ Lond mich mit üwern hulden varn!’/ Mitt zwain iren knappen iltte sy dan/ Uff die | |
| ieren schall./ Gallander unde nachte gal,/ Die ey sungen schone,/ Die l%:issend von ierm tonne./ Das schüff manig angstelicher schlag/ Des | |
| baiden da beraitt/ Der herren stritlich bejag./ Dem ainen was ain töttlich schlag,/ Den man ab Olimpe sach/ Menig blüttfarwen bach/ | |
| wibe gast./ Wöltt er mine han gegertt,/ Der were er völlenklichen gewertt/ An der selben stunde./ Im lag in hertzen grunde/ | |
| nach dime namen.#s-’/ Also der vater im vorlech/ Noch dem orden Melchisedech/ Daz ammecht priesterliches namen,/ Also si wir, die den | |
| sunden ist;/ Der ist wol ein priester worden/ Nach Melchisedechs orden./ Der waz der erste priester/ Der ie gelouben riester/ Genam | |
| sie doch niemant enmac/ Vortilgen noch vordringen/ Noch von ir orden bringen./ __Daz sechzt ingesigil luzet,/ Daz iz Got nicht entsluzet/ | |
| gütt,/ Durch dinen kindischen mütt,/ So bin ich doch din mütter!/ Sun und herre gütter,/ Habe ich gegen dir missevaren,/ So | |
| salter,/ Der quit: ‘du bist priester worden/ [91#’r#’a] Nach Melchisedechs orden.’/ Den alter meinete sente Johan,/ Under deme sin ougen san/ | |
| kempfer dan./ Hector, der unverzagtte man,/ Sich ir güttlich underwand./ Daz ward dem rotten bekant/ Daz der milte tegen schnell/ Daz | |
| irretume,/ So daz sie irme namen zu rume/ Von irem orden wichen,/ Oder von Gote geswichen,/ Daz sie nicht rechte larten,/ | |
| Waz wunders möchtt geschechen/ Den rylichen fürsten bald,/ Der ellend so manig valtt/ Waz daz man noch uff erden/ [243#’r] Schribtt | |
| irwelten megede,/ Dar Got vleischin getregede/ Geschuf nach sins willen orden;/ Der wille ist vollen worden/ Do sin sun wart menschen | |
| uber al/ #s+Sprechende#s- offenliche:/ ‘#s+Diser werlde riche#s-/ Von ie bescherten orden/ #s+Ist unseme Gote worden#s-/ #s+Und sime sune Criste;#s-/ #s+Die suln | |
| nache by:/ Ich tett mich selber sorgen fry/ Vil gar an diere selben zitt./ Daz böste schwertt daz hie litt,/ Da | |
| er solte,/ Dar inne lag von golde/ Ain edel tiere lobelich/ Ainem pantyere gelich./ Patroclus der usserkorn/ Begonde erschellen ain horn./ | |
| stade gie./ Die vil l%:iben gesellschaft/ Ward mitt wunnenklicher craft/ Enpfangen in gantzer wirde do./ Schimpfe machte in allen Schyro./ Nun | |
| Und ainen valken uff der hand./ Alle Kr%:ichen lobesan/ Sachend disse magett an./ Dü claure, küsche gemaitt/ Für den keisser do | |
| libe/ Dem man und deme wibe,/ Nach diser zweier ersten orden/ Sint alle geiste worden/ Und alle libe geschaft/ Von der | |
| ergie,/ Amolita nitt enlie/ Sy fürtte den fürsten da von dan./ Sy sprach: ‘fründ, vil l%:iber man,/ Yllend hinnen, daz ist | |
| und not/ Untz hin an ires libes tot/ Von des ordens beſcheidenheit/ Gotlicher vorbeſichtekeit,/ Der alleine zugeburt,/ Als man mit der | |
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