Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
œheim stM. (186 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| ergienge im, swie got wolte,/ genæse, ob er solte./ sînen œheim den besande er./ er seite im al von ende her/ | |
| ieman wart gewar,/ wan die man ouch besande dar./ sînem œheime Marke/ dem bevalher harte starke/ sîn gesinde und ander sîn | |
| hier umbe sagen./ und kêre balde wider heim;/ grüeze mînen œheim/ und sage im daz, daz ich noch lebe/ und müge | |
| Engelanden al zehant/ ze Curnewâle wider heim./ //Nu Marke sîn œheim/ und daz lantliut vernam,/ daz er gesunder wider kam,/ si | |
| den rât in ein getrüegen,/ daz sin mortlîche slüegen./ sînen œheim Marken den bat er,/ daz er der lanthêrren ger/ zeinem | |
| wiste, wenne ez sîn tôt/ und sîn ende wære./ //Sîn œheim der gewære/ der sprach: ‘neve Tristan,/ swîc, ine kume hie | |
| diz veige wâfen/ von Curnewâle her getragen?/ hie wart mîn œheim mite erslagen,/ und der in sluoc, der hiez Tristan./ wer | |
| gelît er von dem swerte tôt,/ dâ mite er dînen œheim sluoc,/ sô ist der râche genuoc!’/ si nam daz swert | |
| hât getân,/ daz muoz ûf Tantrîsen gân:/ dû giltest mînen œhein!’/ ‘nein süeziu juncvrouwe, nein!/ durch gotes willen, waz tuot ir?/ | |
| si verlie,/ sô gedâhte ie diu schœne Îsôt/ an ir œheimes tôt/ und sprach ie danne wider in:/ ‘lât stân, meister, | |
| iu gehaz.’/ ‘sæligiu’ sprach er ‘umbe waz?’/ ‘ir sluoget mînen œhein.’/ ‘deist doch versüenet.’ ‘des al ein:/ ir sît mir doch | |
| wân/ mînenthalben legen nider./ //Tristan der brâhte Îsôte wider/ sînem œheime Marke/ und strâfet in starke:/ ‘hêrre’ sprach er ‘wizze crist,/ | |
| tuot./ ouch weiz ichs selbe genuoc:/ wan er mir mînen œheim sluoc/ und an mir vürhtet den haz,/ durch die vorhte | |
| durch die schulde und durch den haz,/ daz er mînen œheim sluoc./ dâ würde rede von genuoc,/ diu mir lasterbære/ und | |
| geschelle./ sîn weidegeselle/ //Tristan beleip dâ heime/ und enbôt dem œheime,/ daz er siech wære./ der sieche weidenære/ wolt ouch an | |
| dekeiner sprâche muotet./ daz ir iuwer êren huotet/ wider iuwern œheim unde mich,/ diu rede vüegete sich/ und stüende iuwern triuwen | |
| ie gewan./ der künec Artûs von Kardigân/ der was sîn œhein sunder wân:/ diu âventiure seit uns daʒ./ mir ist leit, | |
| ûʒ der mâʒe minnete,/ wand er heim sinnete/ in sînes œheimes hûs./ der rîche künic Artûs/ waʒ tet der ze disen | |
| aller ahte,/ daʒ si enzît kœmen heim./ Wâlwein sprach ‘mîn œheim/ sol den wîʒen hirʒ jagen.’/ dô er in daʒ begunde | |
| riten si ze wegen/ aller menneglich hin heim./ aber Lanzeletes œheim/ fuort den helt dannen/ ze hûs mit sînen mannen./ dô | |
| bat in zouwen./ er sprach ‘mit mîner vrouwen/ wil mîn œheim künec Artûs/ ze pfingsten sîn in mîme hûs./ dar nâch | |
| ſancte. ſi hiz in gên heim. wole inphinc in ſin ohaim. Si wurten ze rate. war umbe er ime dinote. er | |
| daz du mich sô lange lâzest leben/ unz ich mînen œheim gesehe,/ und daz ich des vor im verjehe,/ ob ich | |
| hab des zwîvel niht,/ daz vor dînem tôde dich/ dîn œheim siht: des wart an mich.’/ der engel sâ vor im | |
| diu liehten ougen ûf dô swanc/ Vîvîanz und sach den œheim sîn,/ als in der engel Chêrubîn/ trôste, an der selben | |
| sprach,/ ich solde dich ob mir noch gesehen./ herre und œheim, ich wil jehen/ ûf die vart dar ich kêren muoz./ | |
| lônet es ir mit güete,/ hât er sîn alt gemüete./ œheim, nû getrûwe ich dir/ durh sippe die dû hâst ze | |
| ist dir da ûze erbolgen?’/ si sprach ‘daz ist der œheim dîn./ hilf mir hulde, liebiu tohter mîn.’/ der vürste ûz | |
| magt sô wol gevar./ gein ir spranc snellîche dar/ ir œheim Buove von Kumarzî/ und dennoch anderr vürsten drî:/ die machten | |
| rocke gienc/ diu magt, dô si mit zuht enpfienc/ ir œheim. dô daz geschach,/ vor sînen vuozen man si sach./ //Sîn | |
| war hât wîplîch êre vluht,/ wan hin zer mannes güete?/ œheim, dîn gemüete/ hât sich ze gar verkêret./ wer hât dich | |
| durh mînes vater ger/ im selbem hiute wart gesniten:/ mînen œheim solt dûz tragen biten.’/ mit zuht der marcrâve sprach:/ ‘vrœlîch | |
| er giht ouch ûf Sybilje:/ daz liez im Marsilje,/ sîn œheim, den Ruolant ersluoc./ hie dishalp mers er sagt genuoc/ daz | |
| wæne, im baz gebettet was/ swenne er slâfen wolte,/ des œheim hie dolte/ des er gar erlâzen wære,/ swer doch diu | |
| mîne mage und ich getrûwe dir,/ dû bist mîner kinde œheimes sun./ die von Hippipotiticûn/ unz an Agremuntîn/ sitzent, die müezen | |
| mîn muoter, von Syrîe / diu süeze Flôrîe. / mîn œheim hiez Jôram, / der ze Karidôl nam / den rîtern | |
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