Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
och Interj. (37 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| nach wirt ir gesanges me,/ Des gesanges dan wirt «auwe, och und ach»,/ So sich hebt ir ewiger ungemach/ Der nimmer | |
| mich?’/ Di junge swaig und druckt in me./ Er sprach ’och, tu tust mir we!’/ Er wante wie es wäre/ Dyamena | |
| von der stete er si niene liez,/ er nesprah nie oh noh wê, –/ daz enfraiscet ir niemer mê/ von dehaim | |
| denne uber ain mîle./ dâ maht man hôren scrîen/ niewan oh unde wê./ daz gehôrtet ir ê nie mêr,/ daz helde | |
| Unstruot,/ daz verwandelte sich in daz bluot./ da newas niewan oh unt wê:/ rehte sam ain braiter sê/ bluotes dâ swebete./ | |
| wîp kan sendiu leit vertrîben./ wol ir reinen lieben lîben! och, si hânt sô lieben lîp/ daz mich nâch in muoz | |
| getruen,/ dat ich dich siͤn dragen/ inde verdragen/ alsus verdoltliche!/ ////Och der unmilder hende,/ diͤ diͤ iserne bende/ dir hant angelacht,/ | |
| dich hant gevangen,/ diͤ dich hant gehangen!/ we der manslacht!/ ////Och der quecker blůdes droffen,/ diͤ uʒer dinen wunden offen/ rinnent | |
| mir dat geven,/ dat ich vür dich gef min leven?/ ////Och des drankes, den dir schenket/ din volc, dat ire bosheit | |
| ich des wairt gewair,/ van hertzen ich mich leyde bedachte:/ och, wat mach der důvel meynen?/ alr seldes duit selver arnen;/ | |
| bescheiden leven leyden,/ opt leste so waire syn mantel fyn./ och, dat die wairheit schynt so selden,/ dat erberme den goeden | |
| hât vil nâhe griffe erkant./ ___sprich ich gein den vorhten och,/ daz glîchet mîner witze doch./ //wil ich triwe vinden/ aldâ | |
| vrost./ diz gebirge ist vil hoch,/ des wir dicke muzen ’och’/ von arbeiten sprechen,/ daz wolde ich underbrechen,/ ob ez dir | |
| wi man den guten menschen zoch/ und er nindert schrei ’och’/ durch volle demute,/ do enprante ir gemute,/ daz in ein | |
| under sime galgen zoch/ und er nie schrei da von ’och’,/ swaz sie im leides taten./ dise gedanken traten/ in Jacobes | |
| sinen hals, daz man zoch./ nie geschrei er ’ach’ noch ’och’,/ wand er leit ez mit gedult./ daz was des edeln | |
| ouermut./ Dar uon der tueuel gewan./ Daz ime nimer zeran./ Och chis noch achis./ Noch allis ungemachis./ Des hat he immer genuch./ | |
| ir singen owe schrien/ ist, wuͤfen und glien:/ ‘ach und och und ach owe!’/ dis bitterkait und daz geschre,/ nim war, | |
| megetin/ tretten ane súnd doch./ vil arbait, jamer, ach und och/ ist sumen da behalten/ die drinnen súllint alten./ diz zit | |
| uzflússen in den worten daz sú es aber verzeren múgent. Och kinder die die gaben Gottes liplichen und geistlichen alsus wieder | |
| Cristum, in der worheit, nút mit gelosen, sunder von grunde. Och wan alle dise krefte, innewendig und ussewendig, sinnelich und begirlich | |
| verborgen lag, und die trúbel die gont vil schoͤne herfúr. Och kinder, der sinen winstog alsus bereite daz die goͤtteliche sunne | |
| und wúrcket in die trúbel und tůt sú minneklichen bluͤgen. Och die blůmen sint von so gůtem edelme gesmacke daz alle | |
| und ist ein luter stille heimliche einekeit sunder alle underscheit. Och kinder, hie wurt meinunge und demuͤtekeit ein einvaltekeit, ein wesenliche | |
| ein wesenliche stille verborgenheit, daz man es kume gemerken kan. Och in diseme ein stunde zů sinde, jo einen ougenblick, daz | |
| sú worent also obe sú steinin hertzen hettent wider in. Och was vindet man noch cristenre: wenne sú Gottes frúnt sehent | |
| gůt versumet hant und iren grunt verderbet und verqwetschet hant? ___Och kinder, die not und der jomer der do werden sol, | |
| do er dich inne sůchte, do liessist dich inne vinden. ___Och kinder, die disem wege volgeten und sich alsus von innan | |
| went [11r] ir das Got mit den lúten varn solte? Och, er solte si also minneklichen úberfuͤren úber alle ding. ___Ir | |
| der jamer in disem beroͮbende och mere und unlidelicher ist. ___Och nu gehab dich wol, der herre ist sicherlichen hie bi, | |
| krankheit, in sin nút vermúgen noch toͮgen noch nicht sin. ___Och der disen weg wol lerte und begriffe und anders kein | |
| in worten und in hofart und wellent nút verkleint sin. ___Och was sol man wunders sehen und mordiges jomers in enre | |
| zwene grosse lange vinger, das ist verstentnisse und smackende wisheit. Och, kinder, die sint so hoch und so úber edel, das | |
| umbe enberen welle, denne si blibent alles als si sint. ___Och wie wening frucht bringet das minnekliche liden an den lúten! | |
| heilige sacrament das wúrket iemer wo es stat vint. ___Nu och, lieben swesteren, umbe dise uf velle von tegelichen gebresten und | |
| tegeliche schulde, das mache einvaltig und kurtz. Eya, bichte Gotte; och, dunket dich das dich dise uswendigen werk hinderen, als kor | |
| dem haupt dennoch,/ die tet so we im daz er ‘och!’/ schrai nach siner sprache./ diu ængstliche rache/ Wildhelm ze schaden |