Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
nît stM. (320 Belege) Lexer BMZ Findeb.
| die ubeleſ mit goͮte lônen, die ane haz unde ane nît ſîn. Er kût, die ſin oͮch ſælic, die neheine uroͮde | |
| unde aller der diete. Ir werdet ze hazze unde ze nîde allen luten durch minen namen. Der aber uolhertet unze an | |
| ſint oͮch ſumeliche, die ubele redent uon ir naheſten durc nît unde iedoch goͮtlichen mit in redent, alſ $.ſ$. Dauid ſprichet: | |
| mit hoͮre, mit uberhoͮre, $t mit meineiden, mit meinraten, mit nîde, mit hazze, mit ſpotte, mit aller ſlahte unrehte, unde ſcult | |
| ſunden, da wir unſ uone behoͮten ſculen: der zorn, der nît, div ubermoͮt, unrehtiv uroͮde, div erge, div gierſcheit, div hoͮrgeluſt, | |
| ê ſeiten, choment elliv div ubel, div der ſint. Der nît benimet den lîb unde uerlivſet doch ſinen ebenchriſten. Der zorn | |
| ubermoͮt ſprechen wir: Sanctificetur nomen tuum; daz ander wider den nît, da wir ſprechen: Adueniat regnum tuum; daz dritte wider den | |
| der goteſ uorhten. Daz ander gebete iſt geſezzet wider den nît, da wir ſprechen: Adueniat regnum tuum. ‘Herre, zoͮ chome unſ | |
| manunge oder rûgunge, die man im tût, iht geschehe von nîde oder von hazze, sunder durch brûderliche warnunge unde minne. Wande | |
| er des sô vil vernam,/ daz liez er niht âne nît:/ er kom zem phaffen ze einer zît./ zuo dem sprach | |
| mans deutzschen leuten/ niht anderstunt bedeuten./ ist ieman, der vor nide/ ditz mere unsanfte lide,/ der durch des hazzes suͤze/ also | |
| nem er zeallen ziten war./ diu zehende marc ist der nit./ den er treit den valschen zealler zit./ diu einlifte, daz | |
| meineide./ ich han mich firwarth leider/ mith avunste unde mith nide,/ mith hazze unde mit girede,/ ane oberdranke unde ane oberaze./ | |
| aller achuste;/ under minen brusten/ so newas niwar zorn unde nit,/ $p/ untriuwe und ubermuote;/ aller unguote/ was min herze ie | |
| er virstozzin/ mit den volgintin imo ginozzin./ //Do wart des nidis vatir Lucifer/ ein eingil abitrunnigir./ voni der hohi givil er | |
| ussewendig, und von aller gritekeit, von aller zornekeit, hasse und nide und von unkúschikeit, lust in lichamen, in hertzen, in sinnen, | |
| nâhe sehender sin/ swie wol diu schînen under in,/ geherberget nît zuo zin,/ er leschet kunst unde sin./ //Hei tugent, wie | |
| sînem willen gereit,/ biz sich diu veige unmüezekeit,/ der verwâzene nît,/ der selten iemer gelît,/ under in begunde üeben,/ der hêrren | |
| hove gesîn.’/ hie mite wart aber des hazzes mê,/ des nîdes aber dô mê dan ê,/ den si Tristande truogen,/ und | |
| die vrist,/ die wîle und er geniten ist./ wirde unde nît diu zwei diu sint/ reht alse ein muoter unde ir | |
| diu wirde diu birt alle zît/ und vuoret haz unde nît./ wen gevellet ouch mê hazzes an/ dan einen sæligen man?/ | |
| daz eiter, dâ der angel lît;/ dâ blæt der eiterîne nît/ dem vriunde misselinge/ an iegelîchem dinge,/ daz er gehœret unde | |
| sîn herze gie/ und solhen zorn dâ von gevie,/ solhen nît und solhen haz,/ daz er diz unde daz,/ zwîvel unde | |
| ist same starch same der tôt gegin dir. aber dîn nît der ist strengere denne diu helle gegen mir. dc chît: | |
| biz in daz sehste jar,/ daz haz vnd leit mit nides var/ aller Franzoyser lant entworht,/ vnd Tybaldes verlornvͥ minne worht,/ | |
| ebenschœne./ da enwart ouch nieman hœne/ von zorne noch von nîde./ die vrowen wâren blîde,/ die dâ beliben wonhaft./ die steine | |
| als ich wænen wil.’/ der junge sprach ‘des hab ich nît./ bereitent mich, dêst an der zît,/ und sagent mir swaʒ | |
| mâl/ und sneit wol îsen unde stâl,/ swenn eʒ mit nîde wart geslagen./ den schilt, den er solte tragen,/ der was | |
| den ich sô gerne erkande./ dâ von vrâge ich âne nît,/ daʒ ir mir saget, wer ir sît;/ iwern namen sult | |
| beswîch/ vor sîner künfte dulten:/ vil wol si geschulten/ den nît der nieman lâge wert/ wan der tugende und êren gert./ | |
| si gemischten sich in beide sît./ ûf gewin und ûf nît/ vliʒʒen sich die snellen./ man hôrte lûte schellen/ slege und | |
| was gar alles valsches ân./ zuht enwisse nieman baʒ./ beidiu nît unde haʒ,/ daʒ was des siu niht kunde./ von ir | |
| stênde cleit,/ daʒ ie dehein vrowe getruoc./ der aber von nîde des gewuoc,/ daʒ dar an iht missezæme,/ ê man daʒ | |
| her dan gewende./ die recken ellende/ die wârn mit grôʒeme nîde./ ungerne ich doch vermîde/ ich ensage iu noch fürbaʒ./ dô | |
| gewonheit/ behielt der sun imer sît./ nu ist verendet der nît,/ der dâ von solte komen./ mîn vrowe diu künegîn ist | |
| nider gelac./ beidiu berc unde hac/ die zerfuorte man durch nît,/ daʒ dervon nieman sît/ dem andern mohte geschaden./ alsus wart | |
| er wol den strît./ sîn heil verdruht im ouch den nît,/ daʒ seltsæn ist und unvernomen,/ wan die bœsen haʒʒent ie | |
| vleiʒ sich ûf die hôhgezît./ des heten aber die jungen nît/ und schuofen, daʒ man in sneit/ von hôher koste rîchiu | |
| der zû den zinnen mahten gân./ er wolte sie mit nîde bestân./ //Einluph tûsint santer sînes hers/ nâch den poumen uber | |
| wôhs dem chunige wol sîn mût,/ er bestunt sie mit nîde./ von den perfriden hiez er sie trîben./ die wâren hôher | |
| tet in grôz unreht./ //Harte zurnt sich Alexander dô./ mit nîde giench er der porten zû./ die dar ûf wâren,/ si | |
| des fûres forhten./ Alexander der tranch zû der porte,/ mit nîde er sie der nider brach./ a waz ime dâ helede | |
| lambelin. daz inphêi wole min trehtin. cain eine garben. mit nîde unde mit arge. got ne tet is niht ware. îdoh | |
| bezeichenet die ub(er)můt. $t div uns zeuellet den mvͦt. d(er) nit iſt daz ander. daz iſt daz wirſiſte $t geſwer. daz | |
| kein,/ lâz in sehen an den stein:/ sô ist der nît gescheiden/ sâ zehant undr in beiden./ //Geracîte heizt ein stein,/ | |
| hin wider heime/ sînem schônen wîbe:/ daz hête si ze nîde./ dô si an ir gebete stuont,/ als diche guotiu kint | |
| sie giengen./ an dem kindisken wibe/ heten sie daz ze nide,/ daz sie was also ueste:/ darumbe zurnten al die geste./ | |
| zesamment,/ Und leptend erlich all zit/ Ane hass und ane nid/ (Als sú von recht soltent,/ Dú nút wan rechtes woltent),/ | |
| Ir lip und zů ir hohgezit,/ Von dem tempel ane nid;/ Und wer ir aine solte han,/ Der was zer welte | |
| vines golt./ Sú was och allen lúten holt/ #;vAn allen nid, #;van allen hass,/ Aller tugend ain lobsam vas;/ Niement sy | |
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