Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
nieʒen stV. (123 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| uon den ungnaden loste/ mit sime heiligen gebete./ der arbeit genoz her an gote./ umme diese nemelichen dinc/ daz her des | |
| als ich iv ê sagete./ des her ouch uil sere genoz:/ sin lon wart uiele groz./ do her langir leben ne | |
| uore in grozir note,/ der gienc do gesunt dannen,/ her genoz des heiligen mannes./ der da e was mere,/ der wart | |
| kuninge geben wolde./ ce sinen gnaden her in beual./ des genoz der kuninc Karl wal:/ ime gehalf der gůte man/ daz | |
| $s grascefte unde herzochtuom/ daz teilet man chleine, $s iz niezent zwene oder dri vur einen./ mit grimme unde mit sere, | |
| buwen miniu chint, $s diu noch in ellende sint/ si niezent algeliche $s mit iu diu himelriche."/ Wir lesen von der | |
| die mit wîne, dâ nâh temper siu mit honege unde neuz die erzenîe alle tage: dû wirdes schiere gesunt. //Sumelîchiu wîp, | |
| tuon, sô nim reteich unde rîp den mit honecseime unde neuz die erzenîe vil mæzlîchen alle tage unze dir baz werde. | |
| danne ein habermel unde siut daz in wegeriches souge unde niuz daz | vastunde des morgens fruo siben tage, sô wirstû | |
| stein denne zebreste, sô sol er immer hirse unde petersil niezen, sô newahset $t im der stein niht mêre. //Wil dû | |
| siut si in altem wîne, unde sol si der mensch niezen sehs tage. Diu erzenîe ist versuoht. //Ypocras der stuont eines | |
| souge vertriben. Dar nâh sol er siben tage süezez ezen niezen, unz im der lîp inne geheile. //Swem der munt von | |
| unde siut ez in geizîner milch mit swînem smalz und niuz die ercenîe: sô wirt dir baz. //Dem diu nas oder | |
| munde, daz dû ez ubele gelouben maht. Des êrsten tages niuz die erzênie funfstunt, des andern tages sibenstunt, | des dritten | |
| spricht, wazzer gekeltet auf dem snê ist verr pezzer ze niezen wan der snê und ist minner schad. der prunn hât | |
| scharpfen zend niht, dâ mit si die üppichait der werlt niezent. /Nu hab wir gesait von den tiern in ainr gemain; | |
| und doch niht sterben; aber etleich sprechent, wenn si hönig niezen, sô sterben si. der gaiz pizz sint den paumen gar | |
| die spärling leident den krampf auf den dächern. diu wahtel neuzt gar swæres ezzens und izt etleich vergiftig sâmen, und dar | |
| für den durst, und die kütten auch, und dar umb niezent si die weisen nâch wein. ez wirt auch ain syrop | |
| sô sterbent si. ez ist gar unsicher der die wurzel neuzet, wan si pringt dick tœtleich krämpf. ir pulver in die | |
| haupt, der leg rauten in ain vaz mit most und niez die oder nem gesoten wein mit rauten und mit pibergail. | |
| wir sagten, dô wir schriben von dem popelpaum. die sterzel niezent die wurz und legent sich alsô zerplæt an die strâz. | |
| und entsleuzt und ist dem magen guot, wenn man ez neuzt in feilpulver, daz ist daz gemaln eisen, daz von der | |
| libe unde ouch ze lich,/ daz gab er uns ze niezen wider,/ daz im niht entwuohsen siniu lider./ wir sin mit samt | |
| geteilt wirt; wan so der ie mer wirt, die ez niezzent, so div gnade ie grozzer wirt vnd div wirtschaft ie | |
| zvͦ chom vns schier, himelischer vater, da wir sehen vnd niezzen daz edelist, daz svͤzzist, daz schonist, daz oberist gvͦt, daz | |
| dich selben nach allem sinem willen in frevden [236#’v] ze niezzen. Vnd so er ie mer lat daz sinen willen sin, | |
| Daz aber der leip iht wider sitze der heilsamen speis zeniezzen, so hastv si vns vnder speis gelichnvsse gegeben, div aller | |
| taglichen hie bedvrfen, biz wir ez bi dir ewichlichen werden niezzen. __Daz ander brot ist div geistliche speise dines hiligen geistes, | |
| hastv vns gemachet, daz wir [249#’v] daz ewichlichen mit frevden niezzen, wan dar an leit alliv vnser salicheit. Vnd daz ist | |
| beschœvde in dem himelriche. Als gvͤt diu selbe sœlicheit ist zeniezzen, als vbel ist diu verdampnuͤsse, diu da von got scheidet. | |
| sunderlîche einunge mit gote haben. Diz nemen und diz sælige niezen des lîchamen unsers herren enliget niht aleine an ûzwendigem niezenne, | |
| niezen des lîchamen unsers herren enliget niht aleine an ûzwendigem niezenne, ez liget ouch an einem geistlîchen niezenne mit begirlîchem gemüete | |
| aleine an ûzwendigem niezenne, ez liget ouch an einem geistlîchen niezenne mit begirlîchem gemüete und in einunge in andâht. Diz mac | |
| treget $t ze dirre volkomenheit, daz ist lîden, wan ez niuzet nieman mê êwiger $t süezicheit, dan die mit Kristô stânt | |
| stunt./ ‘dar an sô wirt mir kunt/ daz iuwer lîp niezen sol/ und iu tuo an dem lîb wol;/ daz muoz | |
| stat/ machten daz getranc drât/ und gâben im daz ze niezen./ si liezen ez in in fliezen./ dâ von sô wuohs | |
| sachen/ begunden ein tranc machen/ und gâben im daz ze niezen./ si liezen ez in in fliezen./ zehant dô er daz | |
| zeinem affen,/ mînen herrn, swie wîse er ist./ ich sol niezen mînen list,/ daz ich in under wîln gesprechen sal;/ daz | |
| rat/ die in uf daz Geu reitzen/ und in daz niezen heizen/ und sprechen durch ir geslende:/ ‘herre, ir sit ellende/ | |
| chlebere./ si ist unsuoze, $s si newil daz man si nieze./ /Swer si ûz gerahsinet $s swenne si ime uber gêt,/ | |
| sich duo scamen?/ //Duo der ferwâzen $s den man sach niezzen/ die manechfalten gnâde $s der er wart âne,/ duo begund | |
| gâbe mir eine gnôzzinne, $s diu gab mir iz ze niezenne./ ich nehête sîn inbizzen $s nehête si iz ê gezzen./ | |
| $s der negerte wirtscefte bezzer./ / /Die milich si ouch nuzzen, $s mit den vellen sich rusten./ in was bî den | |
| er mohte selbe wole wizze $s waz er sîn hête gnozzen:/ er wâre ein arm man $s dô er zuo ime | |
| $s dâ man mite muosit dei chint/ dei dannoch nimagan niezzen $s daz fest ezzen./ /Disiu rede gêt elliu an Judam, | |
| waz./ Liege ich, so sy daz erste masz/ Daz ich nüsse, min ende./ In ains waldes gewende/ Kam ich unversunnen/ Über | |
| men da/ also vile so der grieze,/ torste man si nizin./ da sint inne grife./ vor froste unt vor rifen/ unt | |
| di da varent/ unte den gelouben biwarent,/ daz nimen den nize,/ swi lucel er si buze./ diu liute mit ainem ougen,/ | |
| die e da heime waren,/ die wirtschaft si verbaren;/ die nuzzen si mit den gesten/ mit aller slahte lusten./ //Do chomen | |
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