Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
natûre stF. (762 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| et der elementen glich na synen werken vnde na syner nature macht, so yst dy menschen <gering>, gesuͤnt <vnd wol geuar>. | |
| men eme to hant laten to der aderen, er de nature vnde dy craft eme entghe. Js auer dy syke gar | |
| vngedouwet vnde de meyster went, et sy von krancheyt der nature vnde kan den menschen vnde syne nature nicht wol erkennen. | |
| na stark, vnde daz is eyn gut teyken, wente de nature sterket sich vnde de suke minnert sich. Jst her auer | |
| manchin. Eyne andir mercliche behendigkeit. Hy seczt her von der nature der kirsboumen. Hi seczt her von dryerhande kirsin. Abir wy | |
| man vunde / das selbe. //Hy seczt her von der nature der kirsboumen. Der kirsboum wil habin kalde luft vnd vucht | |
| wys di list des menschin, vnd di vornumft obir trit dy nature. Meystir Aristotiles spricht: Wen eyn czwiuil czwischin czwen ist, welchir | |
| nicht geteylit als Ysaac, bewisinde manchualt der wynbere vnd ir nature, vnd welch wyn si czu irwelin vnd welch der beste | |
| gar widir. Ouch sint di wyn der genantin stat der naturen, das si lichtlichin osmakhaft $t werdin, is si das man | |
| in dem wyne, der io bas wernde ist von siner naturen. Dorumme ist redelichin gevundin vnd merklich, das man den hoppin | |
| lauter als ein golt,/ Ir gemute daz ist veste./ Die nature ist die beste./ An wirdeclichem leben/ Get ir daz geluck | |
| kark,/ Irn mut der zorn tut selten ark./ Die selb natur besezzen hat/ Von der obersten den dritten grat./ Der nature | |
| natur besezzen hat/ Von der obersten den dritten grat./ Der nature hant auch gewalt/ Die elementen feuhte, kalt./ Melancolici, die leute,/ | |
| wil auch niht gerne geben./ Die aller minsten gezierde/ Hat dise natur, die vierde./ Ir grad muz nider bucken,/ Wann sie ist | |
| lieʒʒe, wan eʒ iſt vber menſchlichen ſin vnd vber menſchen natvre daʒ vnſ got dort geben wil; ſo wil got, daʒ | |
| daʒ wirſ verdienen mit einem dinge, daʒ auch vber menſchlich natvre iſt, daʒ iſt mit dem gelavben. Alle deſ menſchen ſinne | |
| unt sie hiez ir gwinnin //zwei aspin tier, die sint der nâtûre: swen sie bîzint, den gêt der slâf ane unt alsô | |
| da hat uns geschriben der hilig ewangelista von der menschlichen natur unsers herren und auch von siner goͤtlichen magenchreft $t und | |
| also: do unser herre, unser heilant, der nach siner goͤtlichen natůr anegenge noch ende hat, do er nach menschlicher $t natur | |
| natůr anegenge noch ende hat, do er nach menschlicher $t natur zwelf jar alt waz und sin friunte ze Jerusalem furen | |
| ist, daz diu dehain zaichen getun mach, daz diu goͤtlich natur daz zaichen getun mach, er sprach: ‘mein wile der enist | |
| der hat den wingarten gepflantzet. der wingart ist diu menschlich nature. alsam der gůt weinzuͤrel uz ruͤtet swas da unwucherhaft ist | |
| so getanem $t pild gegeben hat, daz ez unser broder natur niht widerste. in dem pilde des weines git er uns | |
| uns sein heres blůt dar umb, daz es unserr broͤden natur iht widerste. swenn auch wir daz brot da ze dem | |
| vater und des sunes und des heiligen geistes ist ein natur, ein gewalt, ein gotheit, ein wille, ein werch. sweme der | |
| unserm herren. an der selben menig zaiget er ietweder sein natur, die menschlich und auch diu goͤtlich. diu menig diu waz | |
| got dienen schuͤln, wan er daz wol weiz daz menschlich natur ensamt nicht mach undertan gesein gote und dem tiufel. von | |
| iz inz ore. miſkiſ mit hiunerſmalze. Das galagan. iſt warmer nature. iz doivvet unte loſit machet den munt uil ſuize ſtinkent. | |
| iſt gůt wr dei wib. Daz ingeber iſt och warmer nature. iſt goͮt ioch alten uuiben unte alten livten. iz ſuuentet | |
| ſihtoͮm deſ mundeſ unte der chelen. Nux muſcat iſt uuarmer nature. ſi ſterchet den man. machet ſiuzez kuſſen ſi iſt gůt | |
| milzes. Peonia iſt gůt fur ze bringen den wiben ir nature bloͮt. ſi dewinget unt iſt gůt wir di giht unte | |
| gruzelot; der ist och aller staine tiurost. Dize ist sin natura: Ob er in daz fiur geworfen werde, so man ie | |
| da glizzit.’/ Genelun was michel unde lussam,/ er muse sine nature began./ michels boumes schone/ machet dicke hoene:/ er dunchet uzzen | |
| "dû erbarmest mich./ ich wil hinnan vüeren dich;/ durch guoter natûre wân/ wirt dir gemach von mir getân./ got getorst er | |
| liuten sô geschiht,/ daz sich an in tempert niht/ ir natûre complexiô./ der übervluz ez vüeget sô,/ daz ir natûre verirret | |
| ir natûre complexiô./ der übervluz ez vüeget sô,/ daz ir natûre verirret wirt./ der übervluz an in gebirt,/ daz ir kraft | |
| solher mâze,/ rehte als ez wære ein mûre./ des wazzers natûre/ vergaz der vliezenden kraft,/ unde wart der geselleschaft/ ein mûre | |
| eines steines want/ oder in ein ander mûre;/ in vliehender natûre/ lebet si gên dem vederspil./ alsô tuont, die guotes vil/ | |
| sint/ und dînes lebenes reinekeit/ ûf menschlîchez leben geleit./ menschlîch natûre giht,/ si müge sich dar genôzen niht,/ dar dû bist | |
| ez zallen zîten gân:/ dô newolt ez niht erlân/ der natûre grôz gewalt,/ sîn jâmer würde an im sô balt,/ daz | |
| er hât,/ nâch sînem rehte er umbe gât,/ nâch der natûre gebote,/ als im geordent ist von gote./ //Er muoz ouch | |
| in gordent ist von gote,/ der in sînem gebote/ ir natûre hât gephlegen,/ der in ir mâze hât gewegen./ der himel | |
| sîn louf sîn umbevart/ nâch sîner genatûrter art./ swaz sîn natûre im krefte giht,/ die hât er und anders niht./ im | |
| guot,/ gewære, stæte, wol behuot/ von wandel, triuwen manicvalt;/ ein natûre und ein gewalt,/ ein witze, ein name, ein rîche/ sol | |
| ir wer gesetzen niht./ swenne er in heinlîche giht,/ sîn natûre lêret in/ an sie kêren sînen sin./ gên in wirt | |
| sus wolter hân erschrecket in./ dô betwanc sînen sin/ sîn natûre, daz er gar/ diu ougen vürbaz wante dar,/ danne an | |
| ein wint./ herre mîn, dîn liebez kint/ hât lîhte von natûre den muot,/ daz erz von natûre tuot./ daz machet in | |
| kint/ hât lîhte von natûre den muot,/ daz erz von natûre tuot./ daz machet in alsô stæte,/ swie gerne er anders | |
| dir kunt/ in sinis bildes figûre:/ wan du Got der natûre/ von anegenge gewesen bist,/ als si getempirt hat din list/ | |
| gros unmaht/ Das sin kraft an im verdarp/ Und dú natur nach erstarp $[*3*materie MW$]/ Von der er genaturet was./ Mit | |
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