Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
mâʒe stswF. (986 Belege) Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| der ouch hie unser wirtschaft ist./ Er lernte enzit die maze geben/ der daz volc solte leben./ <31#’v> In den kintlichen | |
| danc/ so was sin wort gezieret/ mit wisheit wol gezimieret;/ maze vnd sůzicheit was sie vol/ bescheidenheit konde er behalten wol./ | |
| zů gedeckít/ Vnd#’e obíne uvͦr gestreckít/ Eín brun zobíl zů mazín ruch,/ Als er wart ín eínír druch/ geuangín dar zů | |
| si sulen warheit phlegen, $s ir almuosen wol geben,/ mit mazen ir gewant tragen, $s mit chiuske ir e haben,/ bescirmen | |
| daz wîp ze grôz wirt, sô sold dû nemen vier mâzze der wermuot, des cymeies ein teil, der seifen neun teil, | |
| milz ligt in der denken seiten und zeuht in etleicher mâz an sich die unsauberkait des pluotes, und daz geschiht aller maist | |
| ezzen, grimm mit peizen und gar unsänft. er begert über mâz, daz er geziert sei. dar umb nement die jäger hantschuoh | |
| durchschawt, dô vant er ain würmel, daz smeckôt auz der mâzen süezleich und lusticleich. an dem andern tag dâ nâch was | |
| greife. daz ist ain vogel, sam Jacobus spricht, der ist auzdermâzen grimme und übele und ist des leibes sô starch, daz | |
| dem swimt ez in den wazzern. ez singt auz der mâzen süezleich, idoch hât ez niht ain gestuckt stimm als ain | |
| in der weis sam diu fledermaus flügel hât in irr mâze; aber des trachen flügel sint gar grôz nâch der grœz | |
| ist unrain anzegreifen. si lebt der erden, iedoch mit rehter mâz und wag, wan sô vil und si besliezen mag mit | |
| kraft und macht und benimt êr und verderbt die sêl. mâz ist ain maisterinn aller werk. wer des wazzerfrosches zungen ainem | |
| scholt den wein dir selber trinken ze nutz nâch rehter mâz. alsô pis den milten reben arch und den argen milt. | |
| rainigt den leip gar schôn und macht in auz der mâzen weiz. aber an dem êrsten tag scheinent diu gesalbten glider | |
| litargia. man schreibt von ainem pischolf, der het auz der mâzen vil anvehtung von der unkäusch zunder und versuocht dâ wider | |
| des mers gestat und ist gar vergiftig und auz der mâzen schad und ist überhitzig und trucken mit seiner kraft, und | |
| rôsenhonig und getrunken, daz sei den selben siechen auz der mâzen gesunt, und wer der körner fünfzeheneu trink mit rôsenhonig, daz | |
| erfaulen in dem acker, daz tung den acker auz der mâzen wol; lâz aber man die wicken dürr werden, sô derren | |
| ains hagels oder ains schaurn korn und ist auz der mâzen hert sam der adamas. der stain mag nümmer erwermt werden | |
| läut, der hât iegleichz sehs hend. /Auch sind auz der mâzen schœn frawen, die wonent in aim wazzer in dem land | |
| abir ſpricht er daz an dien ſtettin die bei$/ der máſce ſint. ein ieliche mvnch gnvͦch heige an einr chappvn vn2de | |
| Marien geben:/ nach rechter maze stunt ir leben./ sint vrouwe Maze ziret alle ding,/ also di erde hemelischen ring;/ so ziret | |
| kerl gan obir eine bach,/ di was wol an der maze groz./ den kerl sere daz vordroz/ und begunde sich vaste | |
| ich wedir uf di erde,/ ich sol iz wol eine maze schaffen./ sus trige wir got und di pfaffen./ __Hie ist | |
| wi ſelche ſul weſen di mazze deſ banniſ. Nah der mazze der ſculde deſ banniſ mazze ſol werden gident div der | |
| ſi girefſut werden. alliz alter vn2de uirſtandenhait aigen ſol han mazze. vn2de darvm alſdic di kint oder di iungirn a1n alter | |
| ſunder minriv dan den merren bihaltin i1n alle1n dinge1n der mazze. Der ulaiſche aber viervͦzze ganzlic vo1n allen werde inthaltin daz | |
| dor zvͦ vnd einen sniten brotes vnd peterlin krut vnd saltz zvͦ mazze. vnd fuͤlle da mit daz ferkelin niht alzvͦ vol vnd forne | |
| daz er die hant dor inne liden kuͤnne, vnd neme zwei maz wazzers vnd eine honiges. daz ruͤre man mit eime stecken | |
| dar zvͦ salbey, pfeffer, kuͤmel vnd safran gestozzen, saltz sie zvͦ mazzen, da mit fuͤlle man die hechde vnd besprenge sie vzzen mit | |
| vnd tů dar zvͦ gestozzen ingeber, pfeffer, enis vnd saltz zvͦ mazzen. wirf vf die ele vnd zvͤhe die hut wider vͤber. | |
| hacke peterlin, selbey, nim gestozzen yngeber, pfeffer, enys, saltz zvͦ mazzen, mache eynen derben teyk noch der groͤzze der stuͤcke vnd | |
| gestozzen pfeffer oder ingeber vnd ein wenic saffrans, saltz zvͦ mazze, sprengez vf den visch, als der visch gar heiz si, | |
| nim ein wenic schoͤnes brotes vnd pfeffer vnd saltz zvͦ mazze. In dem condimente erwelle die darme vnd fuͤlle sie mit | |
| wenic melwes vnd grobes brotes, pfeffer oder ingeber, saltz zvͦ mazze, ein ey oder zwey noch der [Bl. 159 r, 1. | |
| lebern. Mals zvͦ sammene mit ezzige vnd mit huͤner sode, zvͦ mazzen sur, vnd schele zwiboln vnd snide sie duͤnne vnd tů | |
| in den moͤrser vnd tů dar zvͦ saffran vnd saltz zvͦ mazzen und tů sie zvͦ dem viuͤr. [Bl. 160 r, 1. | |
| sode vnd guͤz dar vf daz gemalne vnd saltz ez zvͦ mazzen vnd laz ez erwallen in dem condiment vnd gibz hin. | |
| eyern, dar zvͦ tů gestozzen pfeffer vnd saffran vnd saltz zvͦ mazzen. als der visch gar heiz si, so slahe den teyc | |
| ze slahe eyer vnd tů dar zvͦ pfeffer vnd kuͤmel, saltz zvͦ mazzen. mache ein pfannen heiz vnd veitz, als man kůchin woͤlle | |
| sô muoz etwaz innigers und hœhers sîn und ungeschaffen, âne mâze und âne wîse, dâ sich der himelsche vater ganze înbilden | |
| ez sî missevallen oder widerwerticheit, ez enrüere got âne alle mâze mêr dan den menschen und ez ensî im mêr wider, | |
| die sünde grœzer und mêrer sint, ie sie got âne mâze gerner $t vergibet und belder, wan sie im wider sint. | |
| im ist, des bist dû sicher, daz im âne alle mâze mêr und lieber ist ze dir und dir unglîches mêr | |
| einem einen rok snîden, man muoz in machen nâch sîner mâze; der dem einen vüegete, der envüegete dem andern zemâle niht. | |
| gestalt;/ dîn brâ sam si sîn gemâlt,/ klein und ze mâzen hôch;/ daz vel, dîn ougenüberzoch,/ daz ist wîz als liljenblat./ | |
| daz ich von iu lâze./ iur minn kumt mir ze mâze.’/ si sprach: ‘iur unsin iu leit gebirt,/ wan ich sag | |
| und rîtt ir niht anderswâ!/ ez kumt mir niht ze mâz dâ,/ daz iuwer gurr daz pfert mîn/ sol bîzen. iuwer | |
| hulde behielt./ daz was ein guot bedæhtekeit./ mir ist âne mâze leit,/ daz mir niht sam ist geschehen./ dû hæte mir, | |
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