Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lîdenisse stN. (6 Belege) MWB Findeb.
| zilt der sinne gernde litze./ nû sprichet Damascenus:/ unser menschlich lîdnus/ daz von natûre uns anevelt/ was ouch Christo zûgeselt/ nâch | |
| girnis racio./ anders ist iz um uns gestalt,/ wan unser lîdnis manichvalt/ natûrlich uns angeborn/ nicht sint geschicket und erkorn/ zû | |
| hût begunde im grûsen./ doch (als vor gesprochen wart)/ sulch lîdnis nicht verkart/ der vernunft verstentikeit,/ wan sîn menschlich brôdikeit/ undertênic | |
| der witz;/ dâ von der trûrikeit tristitz/ was nicht ein lîdnis eigenlich,/ wan ein sulche zucht an sich/ di vernunft und | |
| in Christo,/ daz hîz mit recht propassio,/ nicht eigenlich ein lîdnis;/ in menschlich gerndem sinne ist iz/ und di vernunft iz | |
| (ditz ist ze sagen bermeclich!)/ der mensche nur alleine/ dult lîdnis mit im kleine./ Sand Augustin kunt uns di mêre,/ daz |