Belegarchiv/Konkordanz
Die hier aus dem elektronischen Belegarchiv ausgegebenen Stellen bilden den durch halbautomatische Lemmatisierung von digitalisierten Volltexten gewonnenen Kern einer umfassenderen Beleggrundlage, die für die Ausarbeitung des Mittelhochdeutschen Wörterbuchs verwendet wird. Bei der Benutzung des elektronischen Belegarchivs ist stets zu beachten, dass es Stellen enthalten kann, die anderen Stichwörtern zuzuordnen sind.
lëbendic Adj. (223 Belege) MWB Lexer Lexer-Nachtr. BMZ Findeb.
| himel, an der vert verschied er und ward aver wider lebentich. daz gelaubet auch diu hilig christenhait $t von allen den | |
| luͤft, an der selben vert sterwent si und werdent wider lebentich und sint mit dem hilgen Christ. daz der gůt sant | |
| ‘diu witibe diu mit wirtscheften lebt diu ist tot also lebentigiu.’ nu schuͤllen wir merchen waz diu hilige frow und ir | |
| spricht in unsern zungen ‘ein varides brot’, daz ist daz lebentig brot daz von himel chom. diu hilig christenheit diu gehoͤret | |
| wir begraben, do ersturben wir in den sunden und wurden lebentich ze dem recht. also unser herre, unser heilant, von dem | |
| do der tot daz hilig gebein rurt, do wart er lebentich. war umb daz ergieng und waz diu red beduͤte, daz | |
| die gevangen sele die der tiufel gevangen hat. si wellent lebentich $t machen die erstorben sele die wir mit des tiufels | |
| hiligen lichnamen reinichlich und wirdichlich enpfahen, so wirt unser sele lebentich. Nu schůl wir sein genade, der durch uns tot ist, | |
| erde bestatet wart. die hiligen frawen die minne zů im lebentigen heten, der hertz sein genad in der waren minne entzuͤndet | |
| wir der fuͤmf sinne wol, so wirt unser sel wider lebentich, swo si von unsern suͤnten tot ist. nu schuͤln wir | |
| keiser here,/ minne un(de) ere/ si dir irboten/ uon deme lebendinge(n) gote,/ der himel un(de) erde/ uon nichte hieze gewerden,/ der | |
| ni wan di waren gotes minne./ daz beware <wir> mit den lebentigen bůchen,/ daz man si scol sůchen/ unter allen mines trechtines | |
| missetat./ Alle di mit Roͮlante beliben,/ di sint an den lebentigen bůchen gescriben:/ daz ist Gergirs unde Engelris,/ Ekerich unt Gernis;/ | |
| si in den graben,/ daz ir unraine gebaine,/ daz ir lebentic nehaine/ uf unser erde/ niemir mere gesehen werde.’/ Oliuir sprach | |
| walfloze/ belagen si tot alle samt,/ daz <er> da niemen lebentigen uant/ wan sunter ainen,/ der gestilte uf ainem staine./ Oliuir | |
| prast im sin gůt spiez./ Roͮlant wonte uf Uelentich:/ nicht lebentiges im entlief./ iz wart gutes hailes:/ iz ne lebete nicht | |
| hilf mir, frouwe sente Marie,/ unt alle di an den lebentigen bůchen gescriben sín,/ daz ich <den> gaist min/ muze geben | |
| ain ander./ ich durrait daz wal,/ daz ich uber al/ nehain lebentigen uant.’/ ‘nu lone dir got’, sprach Roͮlant,/ ‘diner note was | |
| ist in noten./ nu ilet, helde gůte,/ ob wir in lebentigen finden!’/ do hůp sich daz gesinde,/ manc helt erlich;/ mit | |
| ich zu dinen gnaden./ alle di in mit truwen mainen,/ lebentige oder uerschaiden,/ bestatige si in den Abrahames barn!’/ er leite | |
| ist ir name/ (si beten di apgot ane)/ uon der lebentigen erde:/ irne mac niemir rat werde;/ daz urtail ist ůber | |
| buhaft./ sam tet der wnderkůne man:/ im ne macht nicht lebentiges for gehan./ Iocerans hůp sich dar,/ ain haiden wart sin | |
| goth./ Sinin botin vnder dan./ Ich moz in abgrunde gan./ Mit levendigen liphe./ Des nist ne hein zwivil./ IS ne mac mich neman | |
| nature hat mer der gelichen temperunge (@fol._6_a.@) denne kein ander lebendic dinc. Gelich temperunge $t heizet, so di uir qualitates di | |
| sich ein vater gegen sînem kinde, daz er bî sînem lebentigen lîbe von sînem guote muoz scheiden, und trit der sun | |
| ir tôde niht gelâzen. Unde sprichet aver si bî ir lebentigen lîbe, ez si ir eigen unde mac si des niht | |
| der begrebte oder ze dem drîzigesten, $t wirt daz kint lebendic geborn, unde hat diu vrauwe des geziugen an drin mannen | |
| vater deſ almahtigin gotiſ, dannin iſt er k%<vnftich zerteilin die lebintigin vnde die tôtin. Ich gloͮbe an den heiligin geiſt, die | |
| den leidigen vient, nider ſlahen, ſchuln danne loͮfen zvͦ dem lebintigim brunnen, dem heiligim Criſt, ſûln unſer alte hût da lazzin. | |
| zornich chumit in ſiner manchrefte mit allen ſinen engêln zerteilen lebintigin unde totin, ieglichem nach ſinin werchen. Sicherlichen alſo div heilige | |
| non ſcribantur. ‘Vertiliget werden die vbeln von dem bvͦche der lebentigen vnde werden zvͦ den rehten niht geſcriben.’ In Bethlehem wart | |
| ſum paniſ uiuuſ, qui de celo deſcendi. ‘Ih bin daz lebentige brot, daz von himele komen iſt.’ An dem wege wart | |
| ſinen fride. Do er ſi alle kvſte, do gie er lebentiger in ein grap, daz er im hete gemachet bi dem | |
| Epheſo, da er geſvngen vnde gebrediget hete; darin gie er lebendiger vnde lerte darvz die lvte, daz ſi die waren minne | |
| Dauid, ‘daz ich geſehe die ſůzze mîniſ herrin in dem lebintigim lande.’ Waz iſt div lebintige êrde? Div himeliſche Ieruſalem, da | |
| ſůzze mîniſ herrin in dem lebintigim lande.’ Waz iſt div lebintige êrde? Div himeliſche Ieruſalem, da die heiligen engel unde allir | |
| ubelin. Die gotiſ rîter werdint gebirieft an deme bůche der lebintigen, die ſchâlche deſ tiefilſ werdent bigrabin zvͦ den hellewartin, uon | |
| et cum iuſtiſ non ſchribantur. ‘Vertiliget werden ſi abi dem lebintigem bůche unde werdin niht geſchriben zvͦ den rehtin.’ Umbe waz | |
| geſtôzzin? Dar umbe daz ſi uerlazzin habint den brunnin deſ lebintigen wazzerſ, $t den heiligin Chriſt, der ein brunne iſt deſ | |
| heiligin wiſſagen kûndin ze chomin, biſtu chomin, heilant, du den lebintigin in der werelt antlaz ir ſundin gîſt? Nu biſtu her | |
| wir iv ê ſêitin, hat die helle beroͮbet, iſt hiute lebintigir geſtandin ûz dem grâbe. Er ſelbe bechûcti ſich mit ſin | |
| ſol hungern nach zerganchlichem brôte, want hiute erſtandin iſt daz lebintige brôte, daz chomin iſt uon himeli. Geborn iſt unſir herri. | |
| vůr, daz er alſo chunftich iſt ze erteilin tôtin unde lebintigin al nach ir werchin. Ê aber uon ſinen ivngirn ſchîede, | |
| vnde gab in oͮch den gewalt zeichin ze tůn, tôtin lebintic ze machin, ſiechin geſunt ze machin unde die behaftin zerloſin, | |
| ſante Martin, uil manegiv zeichen tet. Er machete drî toten lebendic. Wir leſen oͮch, do er ueruoͮr, daz die heiligen engele | |
| mine uil lieben, nu ſît ir daz edele hûſ deſ lebentigen goteſ, alſ er ſelbe ſprichet: Habitabo in eiſ et ambulabo | |
| in as ainen p#;eannigen menschen begrawen. Vnd swen man begrifet lewentigen mit aigenschaft, der sol vierz tag avf der erde sitzen | |
| lîcham sulen entphâhen. 10. Wie sî sulen biten vur die lebendigen unde vur die tôten. 11. Von ir cleideren. 12. Von | |
| die niht prîstere sint, die sulen drî saltere vur die lebendigen unde drî vur die tôten sprechen. Ein iegelich brûder leige | |
| der hantgetat, so ist diu rehte urteil, daz man in laebendigen begraben sol. Ist aber, daz man in an der rehten | |
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